Greetz schluckt AhaOho

Um Ahaoho (www.ahaoho.de), eine Plattform zum Gestalten und Versenden von echten Postkarten, war es schon sehr lang ruhig – viel zu ruhig. Ende 2007 gründeten Philipp Meixner, Holger Schack und Nils Drache die […]
Greetz schluckt AhaOho

Um Ahaoho (www.ahaoho.de), eine Plattform zum Gestalten und Versenden von echten Postkarten, war es schon sehr lang ruhig – viel zu ruhig. Ende 2007 gründeten Philipp Meixner, Holger Schack und Nils Drache die Caris GmbH und versuchten Online-Nutzern die klassische Postkarte näher zu bringen. Offiziell an den Start ging die Cyber-Postkartendienst im April des vergangenen Jahres. Im Unternehmensblog hies es damals: “Hallo Welt, es ist soweit. AhaOho öffnet seine Türen und heisst alle herzlich Willkommen. In nur 4 einfachen Schritten könnt Ihr auf www.AhaOho.de Eure eigenen Postkarten gestalten & verschicken”.

Kurz darauf dockte das kleine Start-up beim Community-Schwergewicht studiVZ (www.studivz.net) und den beiden Schwesterdiensten an. Neben den Geburtstagserinnerungen des Netzwerkes pragte durch die Kooperation ein Link zu AhaOho. Die unzähligen Nutzer erhielten so die Möglichkeit, ihren Freunden einen anfassbaren Geburtstagsgruß zu schicken – der große Durchbruch blieb dennoch aus. Bis Oktober 2008 sorgte das junge Berliner Unternehmen weiter fleißig für Neuigkeiten – dann verstummte das Start-up. Noch bis Frühjahr dieses Jahres wirkte Heissam Hartmann als Geschäftsführer von AhaOho. Offenbar tat sich das AhaAoho-Team schwer, dass Thema reale Postkarten der anvisierten Zielgruppe schmackhaft zu machen. Jetzt ist das Thema für alle beendet: Wer www.ahaoho.de in seinen Browser eintrippt, wird darüber informiert, dass AhaOho jetzt Greetz ist und somit zum niederländischen Online-Grußkartenanbieter Greetz gehört.

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Ein rasanter Anstieg und ein tiefer Fall. Quelle: Google Ad Planner

Das Unternehmen startete seinen Postkartendienst bereits 2004 und erhielt im Frühjahr dieses Jahres von ePlanet Ventures und Prime Technology Ventures eine Finanzspritze in Höhe von sieben Millionen Euro. Der Postkartenanbieter, der längst in mehreren Ländern aktiv ist, hat das Geschäft mit den kleinen personalisierbaren Kärtchen offensichtlich verstanden. Der vermutlich überschaubare Kaufpreis für AhaOho dürfte für das finaziell gut ausgestattete Unternehmen mehr als verkraftbar sein. Auf die Laufbahn geschoben wurde AhaOho mit tatkräftiger Unterstützung von spreadshirt-Gründer Lukasz Gadowski und seinemTeam Europe Ventures, Business Angel Oliver Jung, studiVZ-Gründer Dennis Bemmann, Michael Brehm (Ex-studiVZ) und Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt).

Offiziell bestätigen wollte Hauptgesellschafter Holtzbrinck den Verkauf von Greetz gegenüber deutsche-startups.de nicht. Die Website von AhoOho spricht allerdings schon eine deutliche Sprache. Deutschland ist für den neuen Besitzer Greetz kein komplettes Neuland: Die Niederländer sind hierzulande bereits mit Greetz.de (www.greetz.de) vertreten. Der Google Ad Planner zählte beim Postkartenversand im Oktober allerdings nur 7.000 Unique Visitors. So gesehen kann das Unternehmen mit der Übernahme von AhaOho schneller in Deutschland Fuss fassen. Bei AhaOho.de zählte der Google Ad Planner im vergangenen Monat immerhin 69.000 Unique Visitors. Ein gewichtiger Konkurrent von Greetz dürfte künftig der erfolgreiche Grußkartenhersteller Hallmark (www.hallmark.com) werden. Die 100-jährige Firma drängt gerade mit großer Kraft in den Onlinemarkt. In Deutschland bietet das Unternehmen bisher aber nur E-Cards an.  Auf kostenlose und echte Postkarten setzen dagegen die Grusskartenfreunde (www.grusskartenfreunde.de). Der Betreiber Ecards and more GmbH brachte erst kürzlich den Ableger Wunderkarten.de (www.wunderkarten.de), einen Dienst für individuelle Babykarten, Geburtstags- und Hochzeitseinladungen, an den Start. Davor schickte der Ableger von Rocket Internet, dem Inkubator der Samwerbrüder Alexander, Marc und Oliver (auch an deutsche-startups.de beteiligt), den Dienst Grüßkartenkönig (www.grusskartenkoenig.de) ins Rennen.

Artikel zum Thema
* Die richtige Grusskarte finden auf Grusskartenfreunde.de

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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  2. c

    Mein Gefühl ist, AhaOho hat immer noch richtig Kasse gemacht. Greetz musste sie kaufen, um in D richtig einzusteigen. Ob es zum Durchstarten reicht, bleibt noch abzuwarten. In UK werden dopppelt soviele Post-Grusskarten p.P. p.a. verschickt als in D, aber dort ist Moonpig der Marktführer. Ansonsten ist es ein Business mit hoher Marge und deshalb hat Rocket auch so ein Ding gegründet. Warum Edgar, immerhin weithin bekannter Postkartenpionier in D es nicht schafft das Modell auf die Strasse zu bringen, ist ein Rätsel.



  3. Yella

    Also beim Adplanner zeigt so ziemlich jede Kurve nach unten ;-)



  4. sven

    Was ist mit Rabattschlacht los????

    Der vorzeige Unternehmer und Busisness Plan spezialist Jens Kunath hat seinen letzten Blogbeitrag von April 09.

    Iste es auc so eine totgeurt wie das Prtal seiner Frau paulsmama?

    Die Stroer Gruppe wollte Millionen investieren, was ist da los???

    Von kleinen gescheiterten Start ups wird geschieben, aber von denen, die Investoren, die mit erfahrung und Geld protzen, wird nichts berichtet wenn sie ein eigenes Startup auf die Beine stellen.

    Rabattschlacht ist wohl am Ende oder?



  5. Blah

    Mal davon ab, dass Rabattschlacht hier eigentlich nichts zu suchen hat: Die “ströer-Millionen” waren doch mit ganz, ganz, ganz großer Sicherheit nur virtuell. Medialeistung für Firmenanteile. Das hat ströer – zumindest zum Teil – auch geliefert.

  6. @Yella

    Zumindest viele. Die Kurve von AhaOho kann ich aber nachvollziehen…



  7. sebman

    Da war doch TeamEurope auch beteiligt.

  8. @sebman

    Richtig, deswegen steht es ja auch im Text.

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