Tradingbird ist bald Geschichte

Aus und vorbei: Bei der Börsen-Community Tradingbird (www.tradingbird.de) gehen am 10. Dezember die Lichter aus. In einer Mail an die registrierten Nutzer heißt es: “Nach knapp 18 Monaten am Markt haben wir uns […]
Tradingbird ist bald Geschichte

Aus und vorbei: Bei der Börsen-Community Tradingbird (www.tradingbird.de) gehen am 10. Dezember die Lichter aus. In einer Mail an die registrierten Nutzer heißt es: “Nach knapp 18 Monaten am Markt haben wir uns nun entschlossen, die Plattform im Dezember aufzugeben. Dieser Schritt ist uns sehr schwer gefallen, nicht zuletzt weil viele bei uns im Team sehr viel Herzblut in die Community investiert haben und wir einen treuen Kreis von Nutzern aufbauen konnten, die uns mit Ihrer Aktivität auf der Plattform viel Freude bereitet haben.” Im April 2008 schickte OnVista seine Börsenseite in die geschlossene Beta, im Juni des vergangenen Jahres öffnete Tradingbird seine Pforten für alle Nutzer.

“Letztendlich funktionieren eigenständige Web 2.0-Portale als Geschäftsmodell jedoch nur, wenn alle Erfolgsfaktoren greifen. Denn neben einer hohen Anzahl von aktiven Mitgliedern bedarf es auch einem funktionierenden Markt von Werbeeinnahmen aus dem Finanzbereich. Was sich im vergangenen Jahr als Chance herausgestellt hat, sehen wir zum Ende diesen Jahres im aktuell schwierigen Marktumfeld als nicht mehr gegeben an. Daher mussten wir uns nach eingehender Analyse leider dazu entschließen, den Betrieb von Tradingbird einzustellen”, begründet OnVista die Einstellung. Der Google Ad Planner nennt für Oktober bescheidene 27.000 Unique Visitors für Tradingbird. Bei den  Konkurrenten sharewise (www.sharewise.com) und MyStocks (www.mystocks.de) zählte der Google Ad Planner 33.000  bzw. 5.800 Unique Visitors. Für sharewise liegen auch IVW-Zahlen vor: Im Oktober stoppte der IVW-Zähler bei 185.493 Visits und 1.184.097 Page Impressions. Allzu attraktiv scheint das Thema Börse somit momentan nicht zu sein.

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* Tradingbird fliegt 2008 los

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.