Finanzspritze für semesterbooks

Um semesterbooks (www.semesterbooks.de), einen Online-Marktplatz für studentische Bücher, war es lange Zeit sehr ruhig. Unsere letzte Meldung stammt aus dem April dieses Jahres: Damals legte der Buch-Marktplatz einen Neustart hin. Seitdem buhlt das […]

Um semesterbooks (www.semesterbooks.de), einen Online-Marktplatz für studentische Bücher, war es lange Zeit sehr ruhig. Unsere letzte Meldung stammt aus dem April dieses Jahres: Damals legte der Buch-Marktplatz einen Neustart hin. Seitdem buhlt das Start-up, welches im Oktober 2007 an den Start ging, mit einem neuen Design und verbesserten Funktionen um Nutzer. Nun teilt Gründer Kreshnik Myftari mit, dass semesterbooks eine neue Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen habe. “Neben unserem international tätigen Neuinvestor hat auch die bereits beteiligte VC-Gesellschaft aus München in dieser Runde erneut mit investiert.”

Die Namen der Investoren bleibt der Gründer leider schuldig, die Geldheber wollen nicht genannt werden. Im Gegensatz zur ersten Finanzierungs im Mai, wird die aktuelle Runde aber zumindest kommuniziert. “Wir freuen uns sehr über das, mit der Finanzierung ausgesprochene, Vertrauen unserer Alt- und Neuinvestoren in das Team und das Geschäftsmodell”, sagt Myftari weiter. Die Höhe der Finanzspritze liegt nach eigenen Angaben im sechsstelligen Bereich. Das frische Kapital will das junge Unternehmen, welches über 15.000 Mitglieder verfügt, in den Ausbau der Plattform und vor allem ins Marketing stecken. In wenigen Wochen soll eine neue Version von semesterbooks an den Start gehen.

Englische Version geplant

Ebenfalls auf der Agenda der Heidelberger steht die Internationalisierung. “Zu Testzwecken starten wir eine englische Version”, sagt Myftari gegenüber deutsche-startups.de. Der Testballon soll den kanadischen und australischen Markt erobern. Ein weiterer wichtiger Aspekt in der künftigen Ausrichtung von semesterbooks ist der Verkauf von druckfischen Büchern. Statt wie bisher über das Partnerprogramm von Amazon will Myftari noch vor Weihnachten neuwertige Bücher in Eigenregie verkaufen – somit wandelt sich das Start-up vom reinen Marktplatz zum Buchhändler. Das langfristige Ziel der semesterbooks-Macher ist es, “eine der ersten Anlaufstellen für studentische Literatur” zu werden.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.