Und tschüss! Unddu.de am Ende

Und wieder erleidet ein gewichtiges Unternehmen Schiffbruch im schwierigen Communitygeschäft: Web.de schaltet seine im April 2007 gestartete Community Unddu.de (www.unddu.de) zum 31. August ab. In einer Mail an die Nutzer heißt es: “Es […]
Und tschüss! Unddu.de am Ende

Und wieder erleidet ein gewichtiges Unternehmen Schiffbruch im schwierigen Communitygeschäft: Web.de schaltet seine im April 2007 gestartete Community Unddu.de (www.unddu.de) zum 31. August ab. In einer Mail an die Nutzer heißt es: “Es gibt im Internet mittlerweile eine solche Fülle von Communitys für jeden Geschmack und jedes Interessensgebiet, dass eine Abgrenzung der einzelnen Angebote immer schwieriger wird. Leider ist es Unddu.de in den letzten Jahren nicht gelungen, eine eigene Nische zu finden. Wir haben uns daher dazu entschlossen, den Dienst zu oben genanntem Datum abzuschalten.”

Mit Unddu.de wollte Web.de gegen MySpace und Co. antreten – kam aber nie in die Gänge. Auch alle Durchhalteparolen halfen nichts. Statt die Nutzer in einer eigenen Community einzusammeln, setzt das Karlsruher Internet-Urgestein nun auf den kürzlich gestarteten Web.de Navigator, eine Art Kommunikationszentrale für das Webzweinull. Nutzer, die nicht schon bei StudiVZ, MySpace oder wer-kennt-wen.de unterwegs sind, empfehlen die Unddu.de-Macher den Wechsel zu Facebook. Vor Web.de holten sich schon Bertelsmann mit bloomstreet und die Telekom mit ihrer T-Community eine blutige Nase im Communitygeschäft.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.