Kazzong musiziert wieder

Ende des vergangenen Jahres ist die Musik beim dezentralen Downloaddienst Kazzong (www.kazzong.com) verstummt. Eine geplatzte Finanzierungsrunde beföderte die Gründer Matthias Riedl und Martin Simma zum Amtsgericht und das junge Unternehmen in die Insolvenz. […]

Ende des vergangenen Jahres ist die Musik beim dezentralen Downloaddienst Kazzong (www.kazzong.com) verstummt. Eine geplatzte Finanzierungsrunde beföderte die Gründer Matthias Riedl und Martin Simma zum Amtsgericht und das junge Unternehmen in die Insolvenz. Nun gibt es wieder ein zartes Lebenszeichen von Kazzong: Gründer Riedl wurde vom Insolvenzverwalter beauftragt für die weitere Verwertung der Kazzong-Software zu sorgen. “Wir sind sehr froh, dass wir Matthias Riedl für die weitere Verwertung der Kazzong-Software gewinnen konnten”, sagt Insolvenzverwalter Claus-Peter Langer. Kazzong ging 2007 an den Start. Mit dem Dienst konnten Künstler und Websitebetreiber ihre Plattform um einen Downloadshop erweitern und sich so eine neue Umsatzquelle erschließen. Jeder Vertriebspartner erhielt eine Provision auf den Verkaufspreis.

Anfangs setzte Kazzong auf kleinere Bands und Künstler. Kurz vor dem Aus waren dank eines Vertrages mit dem Digitalvertrieb Zebralution auch Künstler wie Arctic Monkeys, Carla Bruni, Einstürzende Neubauten, Fettes Brot, Franz Ferdinand und Xavier Naidoo über Kazzong erhältlich. Die nächste Entwicklungsstufe konnten die Macher nicht mehr zünden: Ein neuer Player und ein Widget waren bereits in Arbeit, Verträge für die Einbindung von Kazzong in verschiedene Social Networks bereits unterschrieben. Beim Vertrieb der Kazzong-Software kann Riedl, der unterdessen den Full-Service-Internetdienstleister Die Goldene Gans (www.diegoldenegans.com) aus der Taufe gehoben hat, erste Erfolge verkünden: Die Plattform inklusive dem Widget aus erster Generation sei bereits einmal lizenziert worden. “Auch für das Widget der neuesten Generation mit Funktionen wie registrieren, Playlist verwalten und Affiliate Links liegen bereits Anfragen vor”. Nach dem schnellen Aus für Kazzong bleibt auf diese Weise für die Gründer zumindest der Trost, dass ihre Idee weiterlebt.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.