woobby wächst weiter

Gerüchteweise wurde die Ranking-Community woobby (www.woobby.com) schon mehrmals beerdigt – aber auch knapp 15 Monate nach dem Start sammeln Thomas Goette, Cornelia Müller und Ralph Razisberger weiter Ranglisten aller ein. “Mit wachsendem Erfolg”, […]

Gerüchteweise wurde die Ranking-Community woobby (www.woobby.com) schon mehrmals beerdigt – aber auch knapp 15 Monate nach dem Start sammeln Thomas Goette, Cornelia Müller und Ralph Razisberger weiter Ranglisten aller ein. “Mit wachsendem Erfolg”, sagt Mitgründer Goette. Er verweist auf die Klickzahlen im Januar: 227.000 Unique Visitors, 240.000 Visits und eine halbe Million Page Impressions bedeuten ein neues Rekordergebnis. “Das ist ein durchschnittliches monatliches Wachtum von 15 % bei Visits und Unique Usern seit Juli 2008”. Rückblick: Im Sommer des vergangenen Jahres kam woobby auf 100.000 Unique Visitors, 115.000 Visits und 350.000 Page Impressions. “Die Auswahl an von Usern erstellten Ranking-Themen hat sich seit Sommer 2008 mehr als verdoppelt – auf mittlerweile über 30.000 verschiedene Themen, zu denen von den Nutzern rund 160.000 persönliche Ranglisten erstellt worden sind”, sagt Goette. Damit lässt woobby die versammelte Konkurrenz in Form von 7Lists (www.7lists.de) und Rankaholics (www.rankaholics.de) weit hinter sich. Und auch die Verlagsangebote stern.shortlist.de (www.shortlist.stern.de/), World’s Luxury Guide (www.besten.welt.de) und zehn.de (www.zehn.de) können bei diesen Zahlen nicht mithalten. Wobei die letztgenanten eher auf Qualität statt Quantität setzen.

Abgesehen von den ordentlichen Zahlen, gab es in den vergangenen Monaten aber auch ordentliche Probleme bei woobby – vorrangig technischer Natur. Inzwischen kümmert sich ein brandneues Technikteam um die Plattform. Oberstes Ziel ist die Verbesserung der Usability. Damit die vielen Nutzer die ganzen Ranglisten bei woobby besser finden, haben die Pulheimer kürzlich bereits eine Übersicht mit allen Themen ins Netz gestellt. So ist endlich auch das Stöbern durch die vielen Ranglisten möglich. Vorher mussten die Nutzer die Listen eher zufällig entdecken. Zumindest einen Teil ihrer Nutzer können die woobby-Macher durch solche Verbesserungen länger an ihren Dienst binden. Dauerhaft werden sich vermutlich aber nur wenige Nutzer intensiv mit dem Thema Ranglisten beschäftigen. Nach einigen Monaten kehren die meisten Ranglistenersteller der Plattform den Rücken zu. Für woobby ist dies nur bedingt ein Problem, denn die Inhalte der Nutzer bleiben bestehen und ziehen weiter andere User auf die Plattform. Die allermeisten Onliner entdecken woobby auf der Suche nach bestimmten Hitlisten. Die enorme Bandbreite der Ranglisten sorgt dabei für viele unterschiedliche Interessensgruppen.

Erste Vermarktungserfolge

Die größte Herausforderung dürfte für die woobby-Macher dagegen die Monetarisierung des Angebots sein. “Auch wenn woobby durch die hohe kontextbezogene Relevanz der Anzeigen weit überdurchschnittliche Klickraten vorweisen kann, ist der aktuelle Traffic keineswegs ausreichend, um die laufenden Kosten von Plattform und Team abzudecken”, sagt Goette. Die ersten Vermarktungserfolge und die Klickzahlen stimmen den woobby-Macher zuversichtlich, auch in der derzeitigen Krisenlage eine Finanzierungsrunde für die Ranking-Community auf die Beine zu stellen und den Dienst so schneller noch größer zu machen. Falls die Investorensuche dennoch nicht klappen sollte, wirft das Gründerteam die Flinte nicht ins Korn, sondern versucht stattdessen woobby weiter langsam zum Erfolg führen.

Artikel zum Thema
* Film ab: Thomas Goette von woobby im Videointerview
* woobby liefert Zahlen
* woobby legt los
* Aus Waiting for Jason wird woobby

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.