LearnShip vermittelt Sprachen

Nach sechs Monaten Betaphase öffnet die kleine Sprachschule LearnShip (www.learnship.de) offiziell ihre Tore. Das neue E-Learning-Projekt wurde vom ehemaligen Bertelsmann-Manager Sushel Bijganath, der zuvor für die deutsche RTL-Senderfamilie das Onlinegeschäft verantwortete und auch […]

Nach sechs Monaten Betaphase öffnet die kleine Sprachschule LearnShip (www.learnship.de) offiziell ihre Tore. Das neue E-Learning-Projekt wurde vom ehemaligen Bertelsmann-Manager Sushel Bijganath, der zuvor für die deutsche RTL-Senderfamilie das Onlinegeschäft verantwortete und auch die strategische Unternehmensentwicklung der TV-Sendergruppe leitete, auf die Startbahn geschoben. Unter der Führung von Bijganath baute RTL unter anderem den Videodienst Clipfish.de auf. Zu den Investoren von LearnShip zählen unter anderem die Samwer-Brüder mit European Founders Fund, Oliver Jung und Riccardo Zacconi. Die Idee zur Web-Sprachschule kam Bijganath im Urlaub in Indien: In einem Internetcafe schaltete er sich in eine Webkonferenz eines IT-Freundes aus Deutschland zu. “Die Firma, für die er tätig war, hatte diese neuartige Software lizenziert. Ich war verblüfft, wie einfach und gut wir miteinander sprechen konnten und wie leicht es war, gemeinsam Dokumente anzusehen und zu bearbeiten”. Als sich später dann noch seine Freundin darüber beklagte, dass sie seit ihrem Einstieg in eine Unternehmensberatung zwecks gestiegener Reisetätigkeit keinen Sprachunterricht mehr nehmen konnte und ihr die typischen CD-ROMs zum Selbstlernen nicht helfen würden, war LearnShip geboren.

“Live-Learning in virtuellen Klassenzimmern ist in Deutschland noch nahezu unbekannt. In Asien und den USA hingegen gilt diese Lernform bereits als äußerst effektiv und begründet das schnellst wachsende Segment im Bildungsbereich. Mit LearnShip wollen wir diesen Trend in Deutschland mitgestalten. Hochwertige Bildung soll so für Jedermann zu jeder Zeit und von jedem Ort aus einfach zugänglich und gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten erschwinglich werden”, sagt Bijganath. Für die Nutzung von LearnShip ist lediglich ein handelsüblichen Computer mit DSL-Anschluss erforderlich. Software muss keine installiert werden. Für die Kommunikation zwischen Schüler und Lehrer ist ein Festnetztelefon oder ein PC-Headset nötig. Das Kursangebot von LearnShip richtet sich an Jugendliche, Erwachsene und Geschäftsleute. Unterrichtet wird zunächst nur Englisch. Weitere Sprachen sind in Planung. Neben Kleingruppenunterricht gibt es in der Cyber-Sprachschule auch Einzelunterricht. Die Kurse und Lernprogramme im Einzelunterricht sind jederzeit pausierbar. Der Gruppenunterricht findet zu festen Zeiten statt. Die Sprachlehrer bei LearnShip sind laut Website “alle zertifizierte Muttersprachler aus England, den USA, Kanada oder Australien”. Die Kosten für den Einzelunterricht betragen beim Kauf von “3 Stunden à 45 Minuten” 29,90 Euro pro Unterrichtsstunde. Gruppenunterricht gibt es ab 12,49 Euro pro Unterrichtsstunde.

Immer mehr Sprachdienste bevölkern das Netz

Neben LearnShip kümmern sich schon eine ganze Reihe anderer Start-ups um das Thema Sprachenlernen über Internet. Bei babbel (www.babbel.com) können Nutzer ihren Wortschatz über eine Verknüpfung von Bildern und Tönen verbessern. Die Mannschaft von bab.la (www.bab.la) setzt auf eine Mischung aus Wörterbuch- und Lernplattform. Außerdem existieren noch die Lernplattformen Palabea (www.palabea.net) und Lingorilla (www.lingorilla.com).

Artikel zum Thema
* babbel spricht viele Sprachen
* Bei palabea und Lingorilla dreht sich alles um Sprachen
* bab.la sorgt für Übersetzungen

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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