Bei palabea und Lingorilla dreht sich alles um Sprachen

Ein babylonisches Sprachgewirr muss mitunter im Büro von Patricia Sierra Fernandez, Sebastian Schkudlara und Guido Veth herrschen. Die Berliner stört dies nicht, sie freuen sich sogar darüber, betreiben sie doch seit einigen Wochen […]

Ein babylonisches Sprachgewirr muss mitunter im Büro von Patricia Sierra Fernandez, Sebastian Schkudlara und Guido Veth herrschen. Die Berliner stört dies nicht, sie freuen sich sogar darüber, betreiben sie doch seit einigen Wochen die Sprach-Lernplattform Palabea (www.palabea.net). Inzwischen haben sich nach eigenen Angaben rund 8.700 Onliner aus über 100 Ländern bei Palabea registriert. “Darunter sogar Menschen von den Bahamas und aus Französisch-Polynesien”, sagt Gründer Veth leicht verwundert.

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Alle registrierten Mitglieder können über die kostenlose Website mittels Videolektionen und Podcasts ihre Sprachkenntnisse erweitern. “Um auch schriftliche und grammatikalische Fähigkeiten zu verbessern, haben wir \’virtuelle Klassenräume\’ geschaffen. Hier können sich Gleichinteressierte zu Lerngruppen zusammenschließen, Dokumente teilen, gemeinsam bearbeiten und sich gegenseitig korrigieren”, berichtet Veth. Rund 10 Monate haben die Hauptstädter an Palabea gearbeitet. Kennengerlent haben sich die Spanischlehrerin Fernandez, BWL-Student Schkudlara und der Marktforscher Veth während ihres Studiums. Im März dieses Jahres hoben sie gemeinsam mit einem ungenannten Business Angel die Palabea e-Services GmbH aus der Taufe. Inzwischen arbeiten zwölf Leute an der Sprach-Lernplattform.

Kooperationen mit Sprachschulen geplant

Die größte Herausforderung für das Gründer-Trio ist sicherlich möglichst überall auf der Welt Nutzer von ihrer Idee zu überzeugen – nur so können viele Mitglieder ihre Sprachkenntnisse anwenden oder verbessern. Derzeit stammt der Großteil der User aus Spanien, Deutschland und den USA. Wobei Palabea bisher nur in einer deutsche, englischen, spanischen und französischen Version vorliegt. Die Erweiterung ist bereits geplant. Ziemlich weit oben auf der Agenda von Veth stehen dabei japanische und chinesische Sprachversionen. Finanzieren soll sich Palabea später über “dezente Werbeeinblendungen” und Kooperationen mit Sprachschulen. Diese können sich und ihr Angebot auf der Lernplattform schon bald ausgiebig vorstellen.

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Neben palabea steht bereits die Lern-Plattform Lingorilla (www.lingorilla.com) in den Startlöchern. Noch befindet sich das Angebot in der geschlossenen Beta-Phase. Die Tore sollen sich aber schon bald öffnen, dann können sprachbegeisterte Onliner bei Lingorilla Mitglied in verschiedenen Sprachgruppen werden und ihre Kenntnisse mittels Videolektionen überprüfen oder verbessern. Viele Filmchen produzieren die Lingorilla-Macher Sandra Gasber und Philip Gienandt in Eigenregie, die Nutzer können aber auch selbst zur Kamera greifen. Betrieben wird Lingorilla von der Lingua-TV GmbH. Das Unternehmen sitzt wie palabea in Berlin.

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* bab.la sorgt für Übersetzungen

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. sehr spannend! Das Thema Lernen ist ja ohnehin zwar gerne besprochen, aber noch lange nicht ausgeschöpft. Vor allem das Lernen von Sprachen wird nicht nur immer spannender, es ist auch ein sehr großer Markt, der sofort global interessant ist.

    Was einige Seiten bisher mit Vokabelstützen, digitalen social-Karteikarten und sonstigem textuellen Krams gemacht haben (vokkster finde ich ganz nett), könnte multimedial gesehen noch viel spannender werden.

    Ich bin sehr gespannt.

  2. Denke auch dass Sprachen lernen mit muttersprachlichen Partnern und den Möglichkeiten von Web 2.0 eine klasse Idee ist. Lingorilla gefällt mir schon mal sehr gut im Betatest. Habe aber bemerkt: ich muss dringend mit der Kamera üben, das habe ich mir für Weihnachten vorgenommen, das macht ne Menge Spaß, besinders mit anderen zusammen. Ich werde vermutlich auch meine Familie anstecken, die einige absonderliche Sprachen sprechen, wie Ungarisch und Rumänisch.

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  7. Sophie Brüderle

    Was ist da passiert? Ohne Kommentar oder irgendeinen Hinweis ist die Website seit Ende Dezember 2009 komplett vom Netz: Web page unavailable. Für eine Web 2.0 Plattform doch extrem verwunderlich.

    Wäre sicherlich interessant, darüber mehr zu erfahren. Hat der ungenannte Business Angel den Stecker gezogen? Dezente Werbeeinblendungen sind bei der genannten Besucherzahl sicher nicht die ultimative Einnahmequelle. Die Kooperation mit Sprachschulen hat also – allem Anschein nach – auch nicht funktioniert. Und 12 Mitarbeiter wollen halt bezahlt sein…

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