Springer schlägt bei StepStone zu

Schon vor einigen Wochen kündigte das Medienhaus Springer Investitionen in börsennotierte Onlinefirmen an. Seitdem wurde viel darüber spekuliert, welche Aktiengesellschaft sich Firmenchef Mathias Döpfner und seine Mannschaft zuerst schnappen. Es ist die norwegische […]

Schon vor einigen Wochen kündigte das Medienhaus Springer Investitionen in börsennotierte Onlinefirmen an. Seitdem wurde viel darüber spekuliert, welche Aktiengesellschaft sich Firmenchef Mathias Döpfner und seine Mannschaft zuerst schnappen. Es ist die norwegische StepStone ASA. Springer sicherte sich zunächst einmal 33,3 % der Aktien des internationalen Anbieters von Online-Jobbörsen und Talent-Management-Software. Ziel der Akquisition, die rund 35 Millionen Euro gekostet haben dürfte, ist die “verstärkte Internationalisierung und Digitalisierung” des Unternehmens.

In Deutschland ist das Medienhaus bereits seit einigen Jahren mit StepStone verbandelt. An der StepStone Deutschland AG hält Springer 49,9 %. Mit der Beteiligung am Osloer Mutterkonzern kann das Medienhaus nun zum europaweiten Anbieter rund um die Themen Online-Jobbörsen und Talent-Management-Software aufsteigen. Ein Geschäft, welches gut zu Springer passt. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz der StepStone ASA im Vergleich zum Vorjahr um 90 % von 51,9 auf 98,5 Millionen Euro. Das EBITDA wuchs gleichzeitig von 9,8 auf 22,4 Millionen Euro. Einen beachtlichen Anteil am Umsatz von StepStone hat der Geschäftsbereich Solutions (2007: 40,2 Millionen Euro). Die softwarebasierte Lösung für Personalarbeit wird nach eigenen Angaben von über 1.000 Unternehmen wie Aral, Deloitte, Lufthansa, McDonald\’s, Carlsberg und Dannemann eingesetzt.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.