Fünfzehn Fragen an Olaf Birkner von Cliplister

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein? Die Zufriedenheit im Beruf kommt ja nicht vom Chef sein selbst. Aber als Chef kann man sich sein Team und seine Aufgaben etwas besser […]

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Die Zufriedenheit im Beruf kommt ja nicht vom Chef sein selbst. Aber als Chef kann man sich sein Team und seine Aufgaben etwas besser aussuchen.

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Ich hatte meine Firma verkauft und habe ein paar Monate nicht gearbeitet. Da ich kleine Kinder zuhause habe, brauchte ich dringend etwas Neues, um mich im Büro davon wieder zu erholen.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
Aus Gründermitteln, öffentlichen Zuschüssen und von unseren Angels, die uns phantastisch unterstützen. Am wenigsten Aufwand machen die öffentlichen Mittel.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?
Mit Cliplister gehen wir in einen ganz neuen Markt hinein. Es war am Anfang sehr schwer zu dokumentieren, was die Produkte sein würden und wie genau wir was planen sollen. Wir mussten die Investoren nur mit der Idee und unserer Passion überzeugen.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Eigentlich nichts, wir haben Glück gehabt.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
Das Produkt muss überzeugen und dann setzen wir voll auf Vertrieb. Wir haben in nur zehn Monaten 600 Marken an unseren Dienst angebunden und bereits Kunden aus dem Ausland. Das spricht sich schnell herum. Inzwischen rufen Marken bei uns an und fragen, wie sie mitmachen können.

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Immer wieder unsere Angel, ganz besonders Jochen Maaß, Martin Hecker und Stefan Wiskemann.

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?
Nicht mehr als 20 Euro für eine Kaffeemaschine ausgeben und gute Angel reinholen.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Wir haben Kiel als Standort gewählt und finden hier hervorragende Unterstützung durch Stadt und Land. Was mich furchtbar ärgert, ist die umständliche Personalverwaltung. Die Regelungen für 400-Euro-Kräfte und Studenten wiedersprechen jeder Vernunft.

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?
Die beste aus 1000 Geschäftsideen suchen.

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen?
MyMüsli – Mass-Customisation ist einfach ein heißes Thema.

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
1996 – in der Tasche 100.000 Euro, um an der Börse zu spekulieren.

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Ein Drittel in Anleihen, ein Drittel zum Spekulieren, falls z.B. gerade eine Finanzkrise vorbeikommt, und ein Drittel für ein neues Start-up.

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?
Natürlich mit meiner Frau und meinen beiden Söhnen. Wir wohnen direkt am Ostseestrand und wenn die Jungs noch etwas von mir übrig lassen, gehe ich noch segeln oder surfen.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Mit George Bush.

Zur Person
Olaf Birkner leistet beim Produktvideodienstleister Cliplister (www.cliplister.com) als Geschäftsführer Investor Relations und Vertrieb. Betreibern von Online-Shops bietet Cliplister immer die aktuell verfügbaren Hersteller-Clips zu allen möglichen Produkten. Vor Cliplister gründete Birkner nach dem Abschluss des MBA die Splendid Internet GmbH als technischer Dienstleister für die Entwicklung und den Betrieb von Web-Portalen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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