Zwangspause für Fabidoo

“Wir haben leider die fabidoo-Produktion eingestellt”, heißt es nur kurz und bündig auf der Seite von Fabidoo (www.fabidoo.de). Was ist bei der Figürchenfabrik los, wollte deutsche-startups.de wissen und fragte bei Steffen Rusitschka, einem […]

“Wir haben leider die fabidoo-Produktion eingestellt”, heißt es nur kurz und bündig auf der Seite von Fabidoo (www.fabidoo.de). Was ist bei der Figürchenfabrik los, wollte deutsche-startups.de wissen und fragte bei Steffen Rusitschka, einem der Mitgründer des Münchner Webshops, nach. “Wir haben einfach nicht genug Umsatz gemacht”, gibt der Gründer mit Bedauern zu. Trotz einer treuen Stammkundschaft habe man in guten Monaten nicht mehr als knapp 4.000 Euro Umsatz verbuchen können. “Schlichtweg zu wenig, um es hauptberuflich zu machen”, sagt er.

Das vierköpfige Gründungsteam wird sich somit auflösen und sich zunächst anderen beruflichen Aufgaben zuwenden. Allerdings werde die Plattform keinesfalls stillgelegt, verspricht der studierte Informatiker. Er ist weiterhin von der Idee der kleinen Fabidoos überzeugt und sieht nach wie vor Wachstumschancen. Vor gut einem Jahr war die Figürchenfabrik online gegangen. In dem kleinen Cyber-Shop konnte jeder Nutzer kleine Figuren sowie Objekte wie Kleeblätter oder Herzen individuell gestalten und anfertigen lassen. Zuletzt erweiterte das Gründungsteam das Portfolio um USB-Sticks. Als Zielgruppe hatte man dabei vor allem Großkunden im Blick, die gebrandete Sticks verteilen sollten.

Community wird weiter aktiv gepflegt

Eine große Rolle bei Fabidoo spielt auch die Community: Jeder kann die Meisterwerke der anderen Künstler ansehen, kommentieren und auch kaufen. Möglich wurde die Einzelproduktion der kleinen Figuren und Objekte durch einen 3-D Drucker. Dieser stellt die Figürchen Schicht für Schicht her. “Wir wissen noch nicht, wo genau die Reise hingeht”, sagt Rusitschka. Geplant ist aber, die Community weiterhin aktiv zu pflegen. Damit auch bald die Produktion wieder gesichert ist, sind die vier Gründer derzeit auf der Suche nach einem Dienstleister. “Er muss die Produktion, Veredelung, Verpackung und den Versand komplett übernehmen”, sagt Rusitschka. Optimistisch hofft er, dass die Suche noch vor dem Weihnachtsgeschäft abgeschlossen ist, um die umsatzstarke Jahreszeit zum Vorteil nutzen zu können.

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.