iDo World sammelt Spenden für globale Projekte

“Gutes tun kann so einfach sein”, sagen sich Hubertus von Trauenfels und Achim Röhe. Mit dieser Überzeugung sind die beiden Hamburger in guter Gesellschaft. Nach betterplace (www.betterplace.org) und elargio (www.elargio.de) geht mit iDo […]
  • Von Christina Cassala
    Dienstag, 14. Oktober 2008
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“Gutes tun kann so einfach sein”, sagen sich Hubertus von Trauenfels und Achim Röhe. Mit dieser Überzeugung sind die beiden Hamburger in guter Gesellschaft. Nach betterplace (www.betterplace.org) und elargio (www.elargio.de) geht mit iDo World (www.ido-world.com) ein weiteres Start-up auf Spendenakquise. Das junge Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, User per Mausklick dazu aufzurufen, Geld an globale Projekte zu spenden. “Das kann für den Erhalt eines Biotops ebenso wie für den Neubau eines Schuldaches in Indonesien sein”, sagt Trauenfels.

Jeder registrierte User kann ein Projekt vorschlagen und auf iDo World vorstellen. Sie sind im Anschluss gleichzeitig als Paten für das Projekt verantwortlich und somit aufgerufen, Fragen zu beantworten und die Spender – das können Einzelpersonen oder Unternehmen sein – über die Fortschritte unter anderem mit Fotos und Videos auf dem Laufenden zu halten. “Wir wollen damit Übersichtlichkeit und Transparenz schaffen”, sagt der Gründer weiter. Die Charity-Plattform geht allerdings noch einen Schritt weiter: Eine Community bespricht sich darüber, welche Projekte spendenwürdig sind. Über die Community-Funktionen können sich die Spender und Projektverantwortlichen zudem in direktem Kontakt austauschen.

Eigene Währung ausgedacht

Als Bezahlsystem haben sich die Gründer eine eigene Währung ausgedacht. “Bezahlt wird mit so genannten iDOs. “Zehn iDOs entsprechen einem Cent”, erklärt Treuenfels das Rechnungssytem, der damit den Wechselkurs niedrig halten wollte, damit bereits Kleinstbeträge gespendet werden. Die recht übersichtlich gestaltete Seite von iDo ist werbefrei. Das Start-up finanziert sich hauptsächlich über Premium-Mitgliedschaften und die Beiträge gewerblicher Projektsponsoren. Mindestens 10 % der erwirtschafteten Gewinne würden jedoch wieder in die Förderung von iDo World Projekten geleitet, versprechen die Gründer auf ihrer Seite.

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.