Bei playnik wird gedaddelt

Im Markt für Browserspiele ist extrem viel Musik drin – das beweist unter anderem die Übernahme der Browserspieleschmiede Bigpoint durch GMT Communications Partners (GMT) und Peacock Equity Fund, den Investment-Arm der TV-Sendergruppe NBC […]

Im Markt für Browserspiele ist extrem viel Musik drin – das beweist unter anderem die Übernahme der Browserspieleschmiede Bigpoint durch GMT Communications Partners (GMT) und Peacock Equity Fund, den Investment-Arm der TV-Sendergruppe NBC Universal. Satte 70 Millionen Euro legte das Konsortium kürzlich für Bigpoint auf den Tisch. Noch ganz frisch im Markt ist playnik (www.playnik.de), die neue Browserspiele-Community von Torsten Oppermann und Malte Paul. Die beiden Hamburger bieten ihren Nutzern neben diversen Spielen auch eine umfassende Community. In dieser können die User Gaming-Freunde finden und treffen, Fotos tauschen, bloggen sowie Nachrichten empfangen und senden. Somit ist playnik eine Mischung aus Browserspiele-Sammlung und Social Network. Oppermann und Paul nennen playnik deswegen eine “Browser-Games-Community der nächsten Generation”.

Derzeit gibt es bei playnik acht Spiele – diese stammen alle von Seal Games (www.seal-games.de). Die Kieler Browserspieleschmiede vermarktete ihre Spiele früher über Branchendickschiff Bigpoint. Langfristig soll die Auswahl bei playnik auf 30 Spiele wachsen. Die Hamburger setzen bei Aufbau ihres Portfolios zum einen auf weitere Partnerschaften mit Entwicklerstudios und zum anderen auf Eigenentwicklungen. Erste Spiele haben Oppermann (früher Hasbro, Sega, United Software) und Paul (früher bei Morgan Stanley tätig) bereits in Auftrag gegeben. Die Drittentwickler, für die playnik als Publisher tätig wird, werden dabei “maßgeblich und vor allem langfristig am Erfolg beteiligt”, sagt Paul. Im Gegensatz zu klassischen Online-Kassenschlagern kommen Browsergames ohne gekaufte oder heruntergeladene Software aus. Es handelt sich um rein webbasierte Spiele, die ausschließlich über den Internet-Browser gespielt werden.

Flash-Games ergänzen Browserspiele

Alle Spiele auf der playnik-Plattform lassen sich über einen Account ansteuern. Die Nutzer haben aber die Möglichkeit, sich in jedem Spiel einen anderen Nickname zuzulegen. “Mit diesem neuartigen System ist es uns gelungen, maximalen Komfort für unser Browser-Game-Spielerlebnis sicherzustellen“, sagt Paul. „Nur so haben die Spieler stets alle Spiele auf einen Blick.“ Für den schnellen Spielspaß bieten die Hanseaten auch zahlreiche Flash-Games auf ihrer Seite an. Die Nutzer können diese selbst hochladen sowie die andere Spiele bewerten und kommentieren. „Unser System stellt die Demokratisierung der Games-Plattformen dar“, sagt Paul. „Und das ganze ohne lästigen Download. Und selbstverständlich sind sämtliche Flash-Games darüber hinaus völlig kostenlos.“

Sämtliche Browserspiele und die Nutzung der Plattform sind ebenfalls kostenlos. Die Finanzierung funktioniert in der Browserspielewelt über Premium-Accounts, den Verkauf von digitalen Gegenständen und im geringen Maß auch über Werbung. Der Branchenschnitt der zahlungsbereiten Spieler liegt bei über 10 %, bei einigen Spielchen greifen aber auch deutlich mehr Nutzer in ihre Geldbörse. Ein weiteres wichtiges Thema für die Hanseaten ist die Internationalisierung ihrer Plattform und einiger Spiele. Vermutlich noch in diesem Jahr soll der erste fremdsprachige Ableger an den Start gehen. Details will Paul noch nicht verraten – ein englischsprachiger Ableger dürfte aber auf der Hand liegen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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