tutoria vermittelt Nachhilfe

Bereits seit geraumer Zeit basteln Matthias Ick und sein Team an tutoria (www.tutoria.de), einem Online-Service zum Thema Nachhilfe. Nun wagen sich die Münchner im großen Stil an die Öffentlichkeit. Über die Plattform können […]

Bereits seit geraumer Zeit basteln Matthias Ick und sein Team an tutoria (www.tutoria.de), einem Online-Service zum Thema Nachhilfe. Nun wagen sich die Münchner im großen Stil an die Öffentlichkeit. Über die Plattform können Eltern, Schüler und Studenten nach Nachhilfekräften in ihrer Umgebung stöbern. Nachhilfelehrer wiederum sollen via tutoria “einfacher als bisher” neue Schüler finden können. Wobei beim Münchner Dienst nur Nachhilfelehrer zum Zuge kommen, die “neben einem Identitätsnachweis auch eine Bestätigung der akademischen Qualifikation einreichen”. Mit dieser Qualitätssicherung und verschiedenen Service-Elementen – so müssen die Nachhilfelehrer beispielsweise die Lernerfolge ihrer Schützlinge dokumentieren – will Ick sich von den unzähligen Konkurrenzangeboten zum Thema Nachhilfe absetzen.

“Im Gegensatz zu reinen Verzeichnissen und Vermittlern bieten wir einen Rundum-Service für Schüler und Nachhilfe-Lehrer. Wir verifizieren die Nachhilfelehrer, verfolgen den Lernerfolg und kümmern uns um die finanzielle Abwicklung”, sagt Gründer und Geschäftsführer Ick. Bereits im November des vergangenen Jahres gründete Ick die tutoria GmbH. Zu den Investoren gehören die die Samwer-Brüder mit ihrem European Founders Fund, Holtzbrinck Ventures (beide auch an deutsche-startups.de beteiligt), Lukasz Gadowski, Oliver Jung und Peter Schüpbach. Besonders in das Thema Service (Qualitätssicherung, E-Learning) will das tutoria-Team weiter investieren. Bei der Auswahl und Konzeption solcher Elemente bekommt das Unternehmen Unterstützung von Prof. Dr. Michael Kerres von der Universität Duisburg-Essen, einem Vorreiter beim Thema E-Learning im deutschsprachigen Raum.

Eine Milliarde Euro geben Eltern für Nachhilfe aus

Das Honorar für ihre Einzelnachhilfestunden (nur auf diese Form der Wissensvermittlung setzt tutoria) können die Nachhilfelehrer selbst festlegen. Die tutoria-Macher empfehlen je nach Qualifikation des Nachhilfelehrers, der Entfernung zum Nachhilfeschüler und der gewählten Schulstufe einen Preis zwischen 14 und 29 Euro pro Stunde. Auf diesen Preis schlägt tutoria einen kleinen Betrag drauf – darüber soll sich das Unternehmen finanzieren. Wie lukrativ der Nachhilfemarkt ist, zeigt eine Schätzung des Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen – demnach geben Deutschlands Eltern jährlich mindestens eine Milliarde Euro für Nachhilfestunden aus. Insgesamt 4.000 Nachhilfeinstitute existieren in Deutschland – die größten sind die Schülerhilfe und der Studienkreis. Die Zahl der privaten Nachhilfelehrer ist kaum zu beziffern.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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