Mucelli am Ende

Die Wiederbelebung des Musikdienstes Mucelli (www.mucelli.com) ist gescheitert. “Aus einer temporären Schließung wird nun eine dauerhafte. Es ist uns in den letzten zwei Monaten nicht gelungen Mucelli erfolgreich zu verkaufen”, schreibt Gründer Christian […]

Die Wiederbelebung des Musikdienstes Mucelli (www.mucelli.com) ist gescheitert. “Aus einer temporären Schließung wird nun eine dauerhafte. Es ist uns in den letzten zwei Monaten nicht gelungen Mucelli erfolgreich zu verkaufen”, schreibt Gründer Christian Reber im Unternehmensblog. Und ohne finanzielle und vor allem rechtliche Unterstützung sieht der Berliner keine Chance sein Projekt weiter zu verfolgen. Ende Dezember des vergangenen Jahres startete Mucelli und Ende Januar war der Dienst schon wieder offline. Auslöser zur Schließung war die unsichere Rechtslage. Über Mucelli konnten Musikliebhaber ihre Lieblingssongs jederzeit kostenlos online hören. Der Musikdienst sortierte die Charts und stellte den Usern das dazugehörige YouTube-Video zur Verfügung.

Zuletzt hatte die Charts- und Musiksuchmaschine Songs von insgesamt 14 Ländern in vier verschiedenen Kategorien gelistet, unter anderem Titel aus der Euro-20 oder den Top-40 Germany. Bei anhaltendem Erfolg wollte Reber Mucelli um Informationen zu Bands, Künstlern und Events sowie die Anbindung an Online-CD-Shops, Konzertkarten und MP3-Downloads, erweitern. Daraus wird jetzt nichts mehr. Es bleibt ein bisschen Restoptimismus: “Wir versuchen weiterhin das Projekt fortzuführen, solange wir allerdings keinen Käufer gefunden haben, ist es uns nicht möglich, Mucelli wieder öffentlich zugänglich zu machen”.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.