Musik mit Freunden teilen auf Simfy

Dass Musik im Internet immer ein heißes Eisen ist, hat sich in den letzten Wochen, auch in der Berichterstattung von deutsche-startups, wieder einmal gezeigt – findige Rechtsvertreter und Musikkonzerne halten wachsam die Augen […]

Dass Musik im Internet immer ein heißes Eisen ist, hat sich in den letzten Wochen, auch in der Berichterstattung von deutsche-startups, wieder einmal gezeigt – findige Rechtsvertreter und Musikkonzerne halten wachsam die Augen nach möglichen Rechtsverletzungen offen. Juristisch auf der absolut sicheren Seite fühlen sich die Gründer von Simfy (www.simfy.de), einer Musiktauschbörse aus Mannheim. “Wir sind uns der Problemlage sehr wohl bewusst und haben deshalb vor Start sehr intensive Gespräche mit Juristen aus der Branche geführt – wir haben deren okay”, sagen die beiden und verweisen auf das Urheberrechtsgesetz, das den privaten Tausch von Musik auch in digitaler Form erlaubt.

Seit knapp sechs Wochen ist die Seite von Steffen Wicker und Christoph Lange online und die wollen vor allem, dass Musikliebhaber ihre liebsten Song ganz legal miteinander teilen können. “Bei uns kann man auf die Musik der anderen zugreifen, aber nicht downloaden”, sagen die beiden. Jeder Nutzer kann auf Simfy seine eigenen, auf der Festplatte gespeicherten Song auf der Musikseite hochladen, eine Playlist anlegen und gleichzeitig Zugriff auf die Lieder des “Freundeskreises” nehmen. “Musik ist eine emotionale Angelegenheit, deshalb legen wir wert auf eine ausgeprägte Social Community”, heißt es von den Jungunternehmern. So sieht der User unter anderem eine Übersicht darüber, wer gerade online ist, welcher Musik er lauscht.

Weitere Applikationen in Planung

Die Nutzung der Seite ist kostenfrei und unbegrenzt. Umso mehr müssen sich Wicker und Lange Gedanken darüber machen, wie Simfy profitabel werden kann. Ihre Ideen zielen auf klassische Werbung ab, aber auch auf Kooperationen mit anderen Musikstartups. Außerdem böte sich eine Shoplösung zum kostenpflichtigen Downloadbereich an. Aber das sei wirklich noch Zukunftsmusik und so konzentriert sich das zehnköpfige Team auf die Entwicklung weiterer Applikationen. Unter anderem soll Simfy auch mit dem Handy nutzbar gemacht werden. Ebenso steht ein erweitertes Tool zum Hochladen der Songs bereit. “Das wird die Aktivität auf unsere Seite noch einmal erheblich steigern”, sind die Gründer überzeugt. Gleichzeitig äußern sie sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt hochzufrieden mit den Nutzerzahlen. Eigenen Angaben ist das ein guter vier-stelliger Bereich und pro Woche würden rund 30.000 Titel hochgeladen. Gute Voraussetzungen somit für die zweite Finanzierungsrunde, die nun ansteht.

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.