Warum Gründer nicht FDP wählen sollten / Warum Gründer FDP wählen sollten

Unsere Umfrage zur Bundestagswahl brachte es eindeutig an den Tag: Gründer wählen FDP. Marcel Weiß, der auf neunetz.com seit 2007 die Internetwirtschaft analysiert, will und kann dies nicht so stehen lassen, sein Gast- […]
Warum Gründer nicht FDP wählen sollten / Warum Gründer FDP wählen sollten
  • Von ds-Team
    Freitag, 20. September 2013
  • 55 Kommentare
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Unsere Umfrage zur Bundestagswahl brachte es eindeutig an den Tag: Gründer wählen FDP. Marcel Weiß, der auf neunetz.com seit 2007 die Internetwirtschaft analysiert, will und kann dies nicht so stehen lassen, sein Gast- und Meinungsbeitrag lautet deswegen: Warum Gründer nicht FDP wählen sollten. Weiter unten dann die passende Replik: Warum Gründer FDP wählen sollten. Ein Wahltipp der ds-Redaktion soll aber beides nicht sein.

Warum Gründer nicht FDP wählen sollten

deutsche-startups.de hat eine Umfrage unter Gründern mit einem erstaunlichen Ergebnis durchgeführt. Die Kurzzusammenfassung:

Über 600 Gründer, Startupper und Mitarbeiter aus jungen Digitalfirmen haben sich in den vergangenen Wochen an unserer Umfrage zur Bundestagswahl, die wir gemeinsam mit SurveyMonkey gestemmt haben, beteiligt. Das nicht-repräsentative Ergebnis ist eindeutig: Die FDP kommt auf 21,4 %, die Union aus CDU/CDU auf 20,9 %. Die SPD landet bei 13,7 %.

Das ist eine echte Überraschung für jeden auch nur ansatzweise netzpolitisch interessierten Menschen. Die schwarz-gelbe Koalition hat eine katastrophale Bilanz in Netzthemen vorgelegt. Das scheint aber die deutschen Gründer und Mitarbeiter junger Webunternehmen nicht davon abzuhalten, diese Parteien, die sie ignorieren oder ihnen Steine in den Weg legen, weiter zu wählen. Warum ist das so?

Die FDP und ihr Klientelpolitikmarkt

Im Falle der FDP erscheint die Erklärung recht einfach. Die FDP hat es anscheinend geschafft, als wirtschaftsfreundliche Partei bei mäßig an Politik interessierten Menschen und bei Menschen, die schlicht keine Zeit für Politik haben, wahrgenommen zu werden. Diese Wahrnehmung ist allerdings falsch. Die FDP verfolgt zwar eine schlichte Rhetorik vom Markt als ein Wesen, das für das gesellschaftliche Wohl möglichst allein gelassen werden sollte, aber das ist nicht mehr als Rhetorik.1 Die FDP ist das Gegenteil ihrer Außendarstellung vom Wächter der Marktwirtschaft. Sie ist stattdessen in der Realität ein Verfechter ungleicher Chancen für alle. Was meine ich damit? Die FDP ist berüchtigt dafür, Klientelpolitik zu betreiben.

Ein konkretes Beispiel der Klientelpolitik der FDP, das nicht nur besonders frech ist sondern auch konkret indirekt Webstartups schadet, ist ein Teil des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes, der eine Umsatzsteuererleichterung für Hoteliers brachte. Ein Geschenk an die Hotelbranche. Dieses Geschenk brachte niedrigere Steuereinnahmen und, natürlich, vorhersehbar, keine Wirtschaftswachstumsbeschleunigung. (siehe auch Wikipedia für eine ausführliche Kritik)
Diese Steuererleichterung wiederum schadet außerdem Webstartups, die mit Hotels konkurrieren. Wir sprechen hier von Plattformen, die Privatpersonen das temporäre Untervermieten freier Räume ermöglichen, also von Wimdu, 9flats, Airbnb. Diese Startups müssen für ihre Dienstleistungen einen höheren Umsatzsteuersatz verlangen als die mit ihnen konkurrierenden Hotels.

So funktioniert Klientelpolitik. Manch ein Gründer mag vielleicht hoffen, dass eine erfolgreiche FDP dem eigenen Startup ähnliche Vergünstigungen besorgen kann, aber das ist von der Realität losgelöstes Wunschdenken. Junge, verhältnismäßig kleine Unternehmen, die noch dazu zu einer zwar wachsenden aber noch nicht großen Branche zählen, haben weder das wirtschaftliche Standing noch die, im Falle der FDP notwendigen, Gelder um sich diesen politischen Einfluß zu kaufen. Denn es wird immer größere, einflussreichere, mit Lobbyismus besser vertraute Unternehmen geben, die dem entgegen wirken werden. FDPsche Klientelpolitik ist etwas für etablierte Unternehmen mit gefüllten Kassen, die ihre Profite nicht mit besseren Produkten steigern wollen (oder können) sondern auf Rent Seeking setzen.

Die Union und ihre Tendenz zu Schutzrechten für Legacyindustrien

Das sieht bei der CDU/CSU nicht anders aus. Die großen deutschen Presseverlage, angeführt von Axel Springer, haben die letzten 5 Jahre die Regierung erfolgreich bearbeitet, um ein von ihnen gewünschtes neues Gesetz einzuführen. Das sogenannte Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse gibt den Presseverlagen, etablierten Unternehmen, ein Recht auf Kosten aller anderen Webunternehmen, die Pressebereiche berühren. (Siehe ausführlich hier für die bereits Ende 2012 vorhersehbar gewesenen Kollateralschäden) Hier wurde bewusst nicht nur Google sondern auch künftigen und bestehenden Startups wie etwa Linguee und anderen das Leben schwer gemacht, um Presseverlage zu befriedigen. Das ist keine startupfreundliche oder gar internetfreundliche Politik. Das ist eine Politik, bei der die Basis der Webstartups hierzulande weniger als Verhandlungsmasse ist; denn zum Leistungsschutzrecht gab es nicht einmal eine ernsthafte Verhandlung.

So funktioniert Klientelpolitik bei CDU/CSU und FDP. Für Altlastindustrien und gegen die Internetwirtschaft.

Was daran besonders schlimm und beunruhigend für deutsche Webgründer sein sollte: Der Druck auf viele etablierte Wirtschaftsbranchen wird durch die Umbrüche in den nächsten Jahren sehr viel stärker zunehmen. Dieser Druck wird sie motivieren, über die Gesetzgebung die Rahmenbedingungen zu ihrem Gunsten zu verändern. Die Geschichte des Presseleistungsschutzrechts sollte ein warnendes Beispiel sein. Die schwarz-gelbe Koalition hat hiermit ein für das Internet als Basis einer vernetzten Öffentlichkeit schädliches Recht verabschiedet. Ohne Rücksicht auf Verluste. Ohne die Bedenken nahezu aller juristischer und ökonomischer Experten zu berücksichtigen. Wenn die Vergangenheit ein Indiz ist, dann ist eine Weiterführung der heutigen Koalition ein Super-GAU für die aufstrebenden Internetbranchen. Die Frage ist bei einer solchen Ausgangslage nicht, ob Gesetzesvorhaben kommen werden, die Startups zugunsten etablierterer Unternehmen behindern, sondern wie viele.

Netzneutralität: Internetprovider statt Startups

Das Themenfeld der Netzneutralität ist ein weiteres Beispiel dafür, wie schädlich Union und FDP für die Internetwirtschaft sind. Es zeigt auch, wie simpel und deshalb oft irreführend das öffentlich vertretene Laienverständnis von Wirtschaft bei der FDP ist. Warum die Regulierung der Netzneutralität wichtig ist, habe ich hier ausführlich beschrieben: “Die Regulierung der Netzneutralität ist so wichtig wie die der Finanzmärkte
Die Kurzform: Profitmaximierung über Preisdifferenzierung auf der Zugangsebene benachteiligt die Newcomer (also Webstartups) systematisch, weil es um weitreichendere Abschöpfung der Renditen geht weg vom Web und hin zum Zugangsanbieter. Startups stehen ohne Netzneutralität strukturell schlechter da, weil sie sich gegenüber Internetprovidern in einer schwächeren Verhandlungsposition befinden.

Jimmy Schulz, einer der wenigen ernstzunehmenden Netzpolitiker der FDP, bezeichnete das Prinzip der Netzneutralität 2011 noch als ein ‘Sozialismus-Internet’. Das zeigt recht schön, wie simplifizistisch jede Form von Regulierung in ein Schwarz-Weiß-Muster gepresst und jeder Kontext ausgeblendet wird.

Und heute? netzpolitik.org hat sich die Aussagen der Parteien zum Thema Netzneutralität angeschaut. Während die Telekom ihre Drosselkom-Pläne vorantreibt und auf EU-Ebene ein Zweiklassennetz abgesegnet zu werden scheint, sehen CDU/CSU und FDP keinen Handlungsbedarf. Markus Beckedahl:

Zusammengefasst kann man sagen, dass Grüne, Piraten und Linke sich am deutlichsten für eine gesetzliche Verankerung der Netzneutralität einsetzen und das auch begründen können, die SPD wahrscheinlich auch, die CDU vielleicht irgendwie und die FDP hat das Problem aus ihrer Sicht schon gelöst. Man kann auch sagen: Im Gegensatz zur CDU ist die FDP wenigstens ehrlich.

Auch hier hat die schwarz-gelbe Koalition die Internetwirtschaft im Stich gelassen.

FDP und CDU/CSU sind nicht nur internetfeindlich sondern auch im Zweifel immer auf der Seite der etablierten Industrien. Sie sind damit indirekt immer Aufsteller von Hürden für Startups. Die Rhetorik der Parteien von einer Gründungsfreundlichkeit, von der Bereitschaft, junge Unternehmen zu unterstützen, sollte besonders für Webstartups deutlich als eben solche inhaltsleere Worthülsen erkannt werden.
Es mag sein, dass FDP-Politiker eher offene Ohren für die Belange von Jungunternehmen haben. Aber diese offenen Ohren führen nicht zu Taten. Jede politisch erreichte marginale Bürokratieerleichterung wird belanglos, wenn von Union und FDP das nächste Schutzgesetz einer bedrohten Branche verabschiedet wird, das effektiv Startups in diesem Bereich Handschellen anlegt – oder diese mindestens von Steuervergünstigungen und ähnlichem ausschließt und somit strukturell benachteiligt.

Und so weiter

Man könnte dieses Spiel noch ewig weiter führen. Unter Schwarz-Gelb ist Deutschland etwa auf die hintersten Ränke beim Ausbau der Internet-Infrastruktur gefallen. Schwarz-Gelb interessiert sich schlicht nicht für das Internet und dessen Wirtschaft. Das zeigt dieses Zitat aus Sascha Lobos SPON-Artikel noch einmal recht deutlich:

Die Auflistung der 22 europäischen Volkswirtschaften mit den meisten Glasfaseranschlüssen beinhaltet Deutschland gar nicht erst. Weil die Darstellungsgrenze bei einem Prozent liegt. Das klitzekleine Russland kommt auf 14 Prozent Haushalte mit Glasfaser, das superreiche Bulgarien auf 17 Prozent, und in Litauen verfügen mehr als doppelt so viele Haushalte über Glasfaser wie in Deutschland. Und zwar in absoluten Zahlen.

Die schwarz-gelbe Koalition hat in vier Jahren nicht ein einziges Vorhaben zur Besserung des Internets in Deutschland oder gar direkt für  Webstartups angeschoben. Stattdessen hat sie die Rahmenbedingungen hierzulande extrem verschlechtert. Trotzdem soll sie mehrheitlich von den Mitarbeitern der Digitalbranchen gewählt werden. Bemerkenswert.

Wen stattdessen wählen?

Es mag unintuitiv erscheinen, aber deutsche Webgründer sollten Grüne oder Piraten wählen. Beide sind kleine Parteien, die entweder im Bundestag sind oder gute Chancen haben in den Bundestag zu kommen. Beide Parteien sind im Deutschen Parteienspektrum verhältnismäßig internetfreundlich. Das ist wie immer eine Frage der Perspektive, und vor allem die Grünen haben einen logischerweise konservativen, relativ starken Kulturflügel. Aber beide Parteien sind internetfreundlicher als die anderen Parteien. Aufgrund ihrer Größe können beide als leichter beeinflussbare Korrektive in potentiellen Koalitionen wirken. Und beide Parteien sind unverdächtig, Klientelpolitik zu betreiben. Wie bereits ausgeführt ist das wichtig für Startups, weil jede Partei, die dafür anfällig ist, tendenziell immer die jüngeren, ressourcenärmeren, Unternehmen zu gunsten der Etablierteren mit ihren tiefen Kriegskassen schlechter stellen wird.
Besonders wichtig für Webunternehmen: Sowohl die Grünen als auch die Piraten haben sich ohne Wenn und Aber für die Festschreibung der Netzneutralität ausgesprochen.
Selbst die SPD ist trotz (oder gerade wegen) ihres Wendehalscharakters eine bessere Alternative als FDP oder Union, weil sie nicht vollkommen frei von äußeren Einflüssen destruktive Klientelpolitik betreibt.

FDP und Union sind die denkbar schlechtesten Parteien, die man als Webgründer wählen kann. Sie arbeiten seit Jahren direkt oder indirekt gegen die Interessen der hiesigen Internetwirtschaft – wenn die Parteien die Branche gerade nicht ignorieren.

Fazit

Es ist erschreckend wie schlecht politisch informiert deutsche Gründer und ihre Mitarbeiter zu sein scheinen. Die Folge scheint ein Wahlverhalten zu sein, das komplett gegen ihre Eigeninteressen läuft.


  1. Und für nicht wenige FDP-Mitglieder und Anhänger ist das auch eine Laienvorstellung davon, wie Wirtschaft funktioniert. Der gemeine FDP-Anhänger hat, zumindest nach außen hin, eine simplifizierte neoklassische (man möchte sogar oft sagen klassische) Sichtweise auf die Ökonomie. Deren Schlussfolgerungen sind sehr einfach herunterbrechbar auf “der Markt” und “unsichtbare Hand” und “weg mit Regulierung”. Was die Steigerung des Gemeinwohls angeht, ist dieser simplizistische Ansatz nicht erst seit der Finanzkrise aber spätestens nach ihr für jeden sichtbar widerlegt. Wer an einem Stand der aktuellen Debatte und dem epidemologischen Ausmaß des Rent Seekings in unseren Wirtschaftsräumen interessiert ist, sollte Joseph Stiglitz’ “The Price of Inequality” lesen. Praktisch immer wird Rent Seeking als Marktliberalismus verkleidet. Wer mit der unsichtbaren Hand wedelt, sollte erst einmal Adam Smith lesen. Smith hat bereits in “The Wealth of Nations” darauf hingewiesen, dass gesellschaftliches Gemeinwohl und das Eigeninteresse von Unternehmern nicht zwingend Hand in unsichtbarer Hand gehen müssen. ?

Warum Gründer FDP wählen sollten

Die Kampagne “Deutschland unter­neh­men. Es ist Grün­derzeit!“, die unter anderem von Franziska Gräfin Hardenberg, Florian Langenscheidt und Christian Vollmann initiiert wurde, unterstützt die aktuelle Regierung aus Union und Liberalen. Zitat: “Angela Merkel und Philipp Rösler haben nicht nur gezeigt, dass ihnen die immense Bedeutung der Digitalen Wirtschaft für den Standort Deutsch­land bewusst ist. Philipp Rösler hat bei vielen Veran­stal­tungen, Gesprächen und auf Delegations­reisen nach Israel und in das Silicon Valley seine Startup-Kompetenz unter Beweis gestellt”.

Die Initiatoren stellen dabei heraus, dass eine rot-grüne Bundesratsinitiative zur Besteuerung von Dividenden und Veräußer­ungsgewinnen aus Streu­besitz­beteili­gungen im Winter 2012 die Finanzierung durch Business Angel ge­fährdet hätte. Die Kampagne fordert deswegen: “Daher brauchen wir auch nach dem 22. September eine wirtschafts- und investitionsfreundliche Bundes­re­gie­rung, die die Herausfor­derung­en der digitalen Veränderungen verstanden hat, so wie es die aktuelle Regierung aus Union und Liberalen mit Angela Merkel und Philipp Rösler bereits vielversprechend gezeigt hat”.

Anmerkung der ds-Redaktion: Danke für diesen Gast- und Meinungsbeitrag! Nur noch einmal zur Klarstellung: Dieser Meinungsbeitrag spiegelt nicht die Meinung der ds-Redaktion wider – es ist die persönliche Meinung des Autors (Marcel Weiß) bzw. die Meinung der Initiative “Deutschland unter­neh­men”. Wir bleiben weiter neutral! Wir freuen uns aber auf eine lebhafte Diskussion – und darum geht es doch beim Thema Politik!

Politik und Start-ups

* “Wir brauchen keinen Neuen Markt” – Offener Brief an Wirtschaftsminister Rösler
* Blase 2.0? Rösler will Neuen Markt wiederbeleben
* Hunderte private Kapitalgeber beantragen Staatskohle – Nach 14 Tagen schon 35 Zusagen
* “Wir wollen etwas mitnehmen vom Spirit” – Bundesminister Philipp Rösler über die Start-up-Reise ins Silicon Valley
* Silicon Valley Tour: Unterwegs mit Philipp Rösler – Artikel, Tweets, Fotos und mehr
* Bundesregierung schenkt privaten Investoren 20 % ihrer Investitionssumme

Fotogalerie: Silicon Valley Tour

Im Frühjahr war Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler mit mehr als 100 Gründern und Unternehmern in den USA unterwegs. Einige Eindrücke der Silicon Valley Tour mit Philipp Rösler und Co. gibt es in unserer Fotogalerie. Vielen Dank an VentureTV, Alexander Piutti und German Valley Week für die vielen Fotos aus dem sonnigen Kalifornien.

Foto: Vote concept. Ballot box on green chalkboard from Shutterstock



  1. Tony

    Gründer sollten FDP wählen.

    Die grüne Pädophilenpartei ist unwählbar – in Programm und Duktus intolerant, gängelnd und staatsgläubig bis zum Gehtnichtmehr. Letztlich sind die Grünen eine Reinkarnation der SED. Bevormundung bis zum Letzten, Wasser predigen und Wein trinken, Steuergängelung.



  2. ekelhaft

    Ekelhaft und erschreckend wie einseitig dieser Artikel ist. Aber das kann ich auch: Ich wähle weder Pädophilen- noch Raubkopien-Unterstützer!



  3. Sven

    “Die FDP hat es anscheinend geschafft, als wirtschaftsfreundliche Partei bei mäßig an Politik interessierten Menschen und bei Menschen, die schlicht keine Zeit für Politik haben, wahrgenommen zu werden.” Oha, da hat ein Praktikant eine Erkenntnis! Es gibt ja gute Punkte im Artikel, aber der Stil ist unterirdisch und peinlich anmaßend. Praktikantenstyle eben.



  4. Hallo

    Klassisch! Ich habe Recht und alle anderen sind dumm! Ein Hochgesang auf die politische Debatte.



  5. Wähler

    Was soll das? Ich dachte das ist ein unabhängiger Blog! Warum wird hier versucht gegen die FDP mobil zu machen? Finde ich nicht gut. DS sollte parteiunabhängig sein und jede Partei gleich behandeln.



  6. Willy

    Was ist das denn für ein schwacher Artikel? Schlecht recherchiert, kaum Argumente und sehr tendenziös! Alex, du kannst das wirklich besser! Nimm ihn raus!



  7. Enttäuschter Leser

    Der Artikel sollte eigentlich heißen: warum Gründer nicht mehr DS lesen sollten! Also das Niveau von DS ist ja in den letzten Jahren schon enorm gesunken, aber jetzt hab ihr eindeutig euren Tiefpunkt erreicht. Auch wenn ich die FDP nicht wähle, so kann es doch nicht sein, dass ein eigentlich unabhängiger Blog zum Boykott einer Partei aufruft. Das ist unter aller Sau. Wirklich sehr enttäuschend liebes DS-Team…
    Mit qualitativem Journalismus hat das nichts mehr zu tun!



  8. Leon

    Soso, die Gründer sollen also eine Partei wählen, die die Steuern erhöhen möchte … geht’s noch?



  9. Max

    Wählt AfD, wir brauchen eine Professoren Partei im Bundestag und keine falsche Doktoren Partei!



  10. Roland

    Ein Gründer ist doch in erster Linie Arbeitgeber und verfolgt finanzielle Motive; da ist die FDP mit Sicherheit weitaus mehr präferiert als die unfähigen Weltverbesserer- / Kommunismusparteien. Die wichtigsten Aspekte wie Steuern, Arbeitgeberrechte usw. werden in dem Artikel überhaupt nicht beachtet (!). Jeder Gründer, der auch Umsätze über das Internet erwirtschaftet, weiß z.B., wie ärgerlich es im Fall von Krditkartenbetrug ist, dass die Behörden aufgrund der nur wenige Tage oder überhaupt nicht gespeicherten IP-Adressen nichts unternehmen können – dank dem unsinnigen Vorratsdatenspeicherungsgesetz. Eines macht der Artikel deutlich: Der Autor selbst ist auf gar keinen Fall ein kommerzieller Gründer, vielleicht maximal Gründer eines Internetblogs.



  11. horst

    Sehr guter Beitrag! Erklärt doch mal was die CDU/FDP in den letzten Jahren geschafft hat? Na los, eine Sache die umgesetzt wurde. Und haben die CDU-Wähler mal ins Programm der CDU geschaut? Was gefunden außer blabla?

    Vielleicht sind die Leser des Blogs einfach zu jung oder waren ende der 90er noch nicht mit Zeitung lesen beschäftigt. Fest steht: Als rot-grün an die Macht kam , ging richtig etwas! Reformen ohne Ende wurden durchgepeitscht und zwar ohne Rücksicht auf die nächste Wahl! Sowas machen gute Politiker. Die StartUp-Szene denkt wohl uns gehe es wegen Merkel gut … uns geht es trotz Merkel und wegen rot-grün gut!

    Übrigens habe ich letztes Mal selbst FDP gewählt weil ich hoffte, dass schwarz-gelb reformiert wie zuletzt rot-grün. Immerhin war der Bundesrat damals auch schwarz-gelb dominiert. Ich werde diese Regierung diesmal aber nicht mehr wählen … ich habe nämlich genau beobachtet was die letzten 4 Jahre passiert ist … nix!



  12. Micha

    Es ist doch laut Einleitung ein “Gast- und Meinungsbeitrag” von Marcel Weiß. Sollte vielleicht besser kenntlich gemacht werden.
    Aber die Kommentare sind ja leider och traurigstes WeltOnline-Niveau (“Pädophilenpartei”, “Raubkopien-Unterstützer”,”AfD”…etc).



  13. Christian

    Der mit Abstand schlechteste Beitrag den ich bislang gelesen habe hier.

    Ea fehlen Argumente, es wird nur einseitig betrachtet.

    Echt ne Frechheit sowas zu veröffentlichen.

    Qualitätsstandards werden in der Nach-Ferienzeit wohl komplett ausgeblendet. Sowas lässt DS in einem sehr schlechten Licht erscheinen….



  14. unglaublich

    Unglaublich, dass hier so etwas veröffentlicht wird. Auch ich werde die FDP dieses Mal nicht mehr wählen, aber so einen einseitigen Artikel, auf einem eigentlich neutralen Blog zu veröffentlich, wirft ein sehr schlechtes Bild auf die Redaktion.
    Ich glaube solch einen Artikel könnte man zu jeder Partei verfassen. Macht DS jetzt Wahlkampf, um die Piraten über 5% zu bringen und die FDP darunter?
    Ich hoffe das hat ein Praktikant verfasst, der ab jetzt keine Beiträge mehr veröffentlichen darf.



  15. Karl

    Meine Güte..! Die Kommentare bestätigen, was der Artikel im Fazit zusammenfast. Sind das gekaufte Kommentare? Oder von des eigenständigen Denkens unfähigen Populismus-Praktikanten? Von weltfremden BWL-Bachelor-Bengeln..? Die Grünen Nachfolgepartei der SED? Pädophilenpartei? Leute, ihr solltet weniger BILD lesen.. *kotz*



  16. Petra

    Für Gründer oder Selbständige die Grünen zu empfehlen soll wohl ein Witz sein.
    Oder hattet Ihr die gescheiterten Gründer im Sinn? Als erfolgreicher Unternehmer wird man eher nicht von grünen Umverteilungsphantasien profitieren.

    Von den Pädoauswüchsen und den zahlreichen K-Gruppen-Karrieren (KBW, KB, KPD/AO etc.) der grünen Führung will ich gar nicht erst anfangen.



  17. Zufriedener_Leser

    Getroffene Hunde bellen am lautesten! :)
    Und das soll eine liberale Partei sein. *haha*

    Keine Macht den da oben, sage ich nur.

    Kein Grün-Wähler



  18. Christoph

    Sofern man eine Analyse anstellt, sollte man alle Parteien mit einschließen. Die Punkte bezüglich der “Internetfeindlichkeit” seitens Schwarz-Gelb sind in gewissem Sinne sicherlich bedauerlich. Eine Stigmatisierung aufgrund dieser Themen, ist allerdings nicht sonderlich objektiv. Beim Betreiben eines Gewerbes sind auch andere Themen bedeutend, wie z.B. die Steuer- und Arbeitsmarktpolitik ;-) Und wer ansonsten noch daran glaubt mit Wimdu, Airbnb und 9flats konkurrieren zu wollen – gut der sollte dann wirklich nicht Gelb wählen :-D



  19. kalle

    wer hat eigentlich bock einen 6-seitigen artikel über politik bei ds zu lesen? ich bin raus.



  20. steve

    dass ihr echt politik artikel schreibt.. kann man nur mit dem kopf schütteln. schreibt lieber was über elementares. rechtsform, finanzierung, Hr, orginastion.

    das brauchen die gründer – nicht sonen quatsch. bisschen mehr qualität kann hier ruhig rein!

  21. Interessante Kommentare.

    Steuererleichterungen und Bürokratieabbau (was konkret wurde denn von Schwarz-Gelb diesbezüglich für Startups in den letzten 4 Jahren umgesetzt?) nützen Euch leider nichts, wenn die Parteien, die ihr unterstützt, kein Interesse daran haben, die Basis Euere Geschäfte auszubauen (Breitbandausbau, siehe Artikel) und im Zweifel Gesetze erlassen, die euch im Verhältnis zu etablierten Unternehmen schlechter stellen. (Leistungschutzrecht, fragt mal Linguee, Rivva, Filtr oder Commentarist, wie die dazu stehen. Also alle außer Commentarist, das hat schon wieder aufgegeben.)

    Es interessiert mich, wie man angesichts der sehr eindeutichen schwarz-gelben Bilanz als Vertreter einer Digitalbranche diese Parteien noch wählen kann.

    Meint Ihr, Steuerentlastungen, die euch versprochen werden, werden euch weiter bringen als zum Beispiel stattfindender Breitbandausbau oder die Festschreibung der Netzneutralität? Ich bin offensichtlich anderer Meinung, aber mich würden Argumente -statt Beleidigungen- diesbezüglich interessieren.



  22. unsere_zukunft

    Es ist langsam echt anstrengend zu lesen, dass ein Kernteil der scheinbar intelligenten Bevölkerungsgruppe, immer mehr auf Bild-Niveau abrutscht und scheinbar keine vernünftige Kausalkette mehr hinbekommt (dazu zählt zweifelsohne auch dieser Arikel).

    Wenn hier schon die Grünen wegen Pädophilie niedergetrampelt werden, dann doch bitte auch die FDP. Haben es schon alle vergessen, dass vor kurzem die FDP-Abgeordnete Dagmar Döring ihre Bundestagskandidatur in Hessen wg. Pädophilie zurückgezogen hat. Bekommt keiner mit, dass die FDP-Jugend zu genau jener Zeit wie die Grünen ähnliche Empfehlungen in Richtung Pädophilie herumposaunt hat. Komisch ist nur, weder im Springer-Wahlkampfblatt Bild, noch irgendwo anders wird davon berichtet. Es bekommt derzeit nur die Partei auf den “Sack”, die ihre eigene Vergangenheit vor über 30 Jahren aufarbeiten will.

    Wahlkampf ist heute nur noch schmutzig, derjenige der am meisten diskreditieren kann, gewinnt. Inhalte interessieren keinen mehr, sondern nur noch Gesten (Stinkefinger) und Vergangenheit.

    Nur zum Verständnis: Ich wähle keine Grünen, weil ich mich schlichtweg mit dem Wahlprogramm nicht identifzieren kann.



  23. Florian

    Da wundert man sich nicht wieso 90% der Startups hops gehen, wenn die Gründer FDP wählen…



  24. kosmar

    who needs enemies, wenn man solche leser hat?



  25. Christoph

    Es wird ja gerne kolportiert, dass die USt-Senkung für Beherbungen von der FDP stammt – es stimmt aber nicht. In der Koalition fand sich das im Wahlprogramm der CSU – und im Programm der Linken (Frau Kipping ist Hotelierserbin).

    Die Piraten halte ich ebenfalls aus den bereits hier kommentierten Gründen für nicht wählbar, über Grün braucht man eigentlich nicht sprechen, außer man hat ein Startup, das irgendwie von Öko/Integrations-Subventionen profitieren könnte (kein nachhaltiges Geschäftsmodell). Ansonsten steht man bei denen immer auf der Verliererseite.

    Die Kritik an der FDP, eine Klientelpartei zu sein ist lächerlich. Alle Parteien haben ihr Klientel. Die SPD hat den klassischen Werksarbeiter und den ÖD/Beamte, die Grünen haben ÖD/Beamte, Junge und Journalisten, die CDU/CSU haben Bauern, Rentner, Katholiken und Unternehmer, usw. Die FDP hat Freie Berufe, Apotheker und Ärzte. Muss man sich halt selbst irgendwie verorten.

    Ich würde als Unternehmer trotzdem keine FDP wählen. Die sind in Summe nämlich auch nicht liberaler als CDU, SPD oder so. Es gibt aber noch mehr kleine Parteien, die interessant sind, PdV z.B. (trotz des Homöopathie-Schmonzes). AfD halte ich für weniger interessant, auch wenn der Euro-Ausstieg sicher nicht unwichtig ist. Ansonsten sind die aber nur eine Anti-Euro-CDU.



  26. horst

    Und noch immer keine Antwort von den Empörten. Ich bin BWL-Student in BW und kenne das verhalten von meinen Kommilitonen. Als hier grün-rot die CDU abgelöst hat war die Hölle los. Und entgegen der Meinung meiner klugen Kommilitonen, ist BW noch nicht herunter gewirtschaftet. Daimler wurde nicht mal gewzungen Fahrräder zu produzieren … merkwürdig.



  27. wahlhelfer

    Anmerkung der ds-Redaktion: Danke für diesen Gast- und Meinungsbeitrag! Nur zur Klarstellung: Dieser Meinungsbeitrag spiegelt nicht die Meinung der ds-Redaktion wider – es ist die persönliche Meinung des Autors. Wir bleiben weiter neutral! Wir freuen uns aber auf eine lebhafte Diskussion – und darum geht es doch beim Thema Politik! Wer liefert nun die passende Replik mit den Worten Warum Gründer FDP wählen sollten?

    Wo bei anderen Beiträgen der Autor mit Namen genannt wird, steht hier:

    von ds-Team Fr., 20. Sep. 2013

    Ein Team besteht aber doch meist aus mehr als einer Person.

    Anmerkung der ds-Redaktion: Steht doch im Einleitungstext: “Marcel Weiß, der auf neunetz.com seit 2007 die Internetwirtschaft analysiert, will und kann dies nicht so stehen lassen, sein Gast- und Meinungsbeitrag lautet deswegen: Warum Gründer nicht FDP wählen sollten”.



  28. Daniel

    Ich dachte, dass die AfD über zehn Prozent bekommen hat?

    Wieso wird sie dann im Artikel totgeschwiegen?



  29. Christian

    Der Artikel ist einfach falsch und zu kurz gedacht.Jeder Internetgründer ist Unternehmer und wenn man alle Parteiprogramme genau vergleicht und analysiert, dann ist die CDU und FDP mit Abstand die unternehmerfreundlichste Partei. Zudem hat die Auswirkung der genannten Punkte nur auf wenige Internetunternehmen einen konkreten Einfluss. Der Artikel hätte mit dieser Headline so kurz vor der Wahl nicht von einem neutralen Blogg wie DS veröffentlicht werden.
    FDP punktet in den Bereichen:
    1)
    Lohnzusatzkosten
    2)Kündigungsschutz
    3)Steuerpolitik wie Gewerbesteuer
    4)Unternehmersteuer: Forderung der Partei z.B: Wachstumsfreundliche
    Modernisierung: rechtsform- &
    finanzierungsneutral (S.15)
    Begründung:Abbau Bürokratie,
    Vereinfachung,Wachstumsfreundlichkeit

    5)Vermögensbesteuerung: Strikte Ablehnung jeglicher Besteuerung von Vermögen. Die Vermögenssteuer wird inhabergeführten Unternehmen teuer zu stehen bekommen, siehe als Erklärung ein paar Beispiel Videos hier http://www.familienunternehmer.eu/aktionen/vermoegensteuer/video/kampagne.html

    6) atypische Beschäftigung soll beibehalten werden für unternehmerische Flexibiltät.

    ..und so weiter.



  30. Jonas

    @Christoph: Wahlprogramm 2009 der FDP, S. 23:
    “Zur Herstellung von fairem Wettbewerb müssen auch in Deutschland reduzierte Mehrwertsteuersätze für Hotellerie und Gastronomie eingeführt werden. (…) Eine Entlastung der Hotellerie bei den Rundfunkgebühren und der Kabelweiterleitung ist überfällig” Kompliment für den Hinweis auf die Linke, da steht’s überraschenderweise auch drin.

    Und meine Güte, was sind das für Kommentare hier?



  31. Dr. Kade

    Liebes Kommentariat: Niveau ist keine Creme und für’s Gründen braucht man mehr Gründe als ein FH BA in BWL.



  32. Peter Müller

    Die Grünen als pädophilen-partei zu bezeichnen ist genauso absurd, wie als wenn man die CDU als größte Partei so bezeichnet, weil vermutlich schon statistisch betrachtet die meisten Pädophilen CDU wählen. Und die pädophilen Priester wählen ja wahrscheinlich auch alle christlich.



  33. Markus

    Wer sich etwas mit netzpolitik beschäftigt weiß, dass der Autor recht hat. Die Piraten und die Grünen sind hier einfach deutlich weiter. Sie kennen sich mit dem Meidum aus und berücksichtigen es in ihrer Politik.

    Ich wähle als Gründer GRÜN!



  34. Hans

    Eine ernst zu nehmende Replik auf den Artikel und seine – sicherlich diskussionswürdigen und stellenweise simplifizierenden – Thesen steht bisher (insbesondere von den Apologeten der sogenannten Freien Demokraten) noch aus. In Anbetracht der bisherigen Kommentare muß man davon ausgehen, daß aus dieser Richtung weiterhin nichts von Substanz kommen wird. Gott sei dank scheitern 4 von 5 Gründungen..



  35. Thomas

    Ich zitiere aus dem Artikel:

    “Es ist erschreckend wie schlecht politisch informiert deutsche Gründer und ihre Mitarbeiter zu sein scheinen.”

    “(…)keine Wirtschaftswachstumsbeschleunigung. (siehe auch Wikipedia für eine ausführliche Kritik)”

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel, habe selten so viel gelacht. Ihr lieben politisch schlecht informierten Gründer und Mitarbeiter, bitte bildet Euch doch mal mit Wikipedia, ist ja unerhört!



  36. Christian

    Liebes deutsche-startups.de-Team: Wenn ihr weiterhin solche “Meinungen” publiziert werde ich von dieser Plattform, die ich bisher täglich lese, leider Abstand nehmen müssen.
    Offenheit für andere Meinungen in allen Ehren, aber politisch und wirtschaftlich ungebildet ist in erster Linie der Autor. Das dann auch noch zu veröffentlichen spricht leider nicht wirklich für euch!



  37. Jörg Zimmer

    Das Zitat von Jimmy Schulz ist nicht korrekt wiedergegeben. Bitte besser recherchieren!
    Es hat bei einer Diskussion, bei der auch über Netzneutralität gesprochen wurde, gesagt, dass man darauf achten müsse, dass das Internet kein Sozialismus-Netz nach chinesischem Vorbild würde. Er hat nicht gesagt Netzneutralität sei Sozialismus.



  38. Max

    Es wurde genug über den Autor und die Qualität des Beitrags geschrieben. Da will ich nicht nachtreten.

    Aber eine Frage steht noch im Raum:

    Warum wählen Gründer (nicht) die FDP und sind die Grünen wirklich die bessere Gründerpartei?

    Was hat Schwarz-Gelb gemacht?
    z.B:
    - Investitionszuschusses Wagniskapital eingeführt. Hierfür sind für vier Jahre insgesamt 150 Millionen Euro vorgesehen. Bereits in den ersten drei Monaten haben mehr als 450 Unternehmen und knapp 200 Investoren einen Antrag gestellt.
    - High-Tech Gründerfonds II aufgelegt
    - Reform des Insolvenzrechts umgesetzt, mit Verkürzung der Restschuldbefreiung von 6 auf 3 Jahren
    - ERP-Startfonds auf mehr als 700 Mio. € aufgestockt.
    - Der „German Silicon Valley Accelerator“ (GSVA) gegründet und die Plätze zwischenzeitlich verdoppelt.
    - Gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds den „European Angels Fund“ (EAF) aufgelegt
    - Die BlueCard eingeführt und damit die Gewinnung von Fachkräften erleichtert.

    Insgesamt hat Philipp Rösler das Thema Startups zur Chefsache gemacht und auch die Kanzlerin hat mehrfach gezeigt, dass ihr das Thema wichtig ist.

    Zur Netzpolitik:
    Die Netzpolitik ist für Gründer sicher ein wichtiges Themenfeld, aber nicht das Entscheidende. Hier lohnt es sich, einmal anzugucken, wer Netzpolitik eigentlich macht? Es gibt eine Handvoll Parlamentarier, die das Thema im Bundestag treiben, die Mehrzahl übrigens in bei Union und FDP. Ihnen stehen „hunderte“ Abgeordnete gegenüber, die mit einem konservativeren Wertekompass agieren, für manche ist das Internet oft noch „Neuland“.

    Die FDP ist es, die sich seit Jahren gegen die Vorratsdatenspeicherung stellt. Rösler hat sich in Sachen Netzneutralität mit der Telekomindustrie anlegt. Das Leistungsschutzrecht war keine Glanzleistung der deutschen Politik, auch wenn das nun existierende Gesetz faktisch wirkungslos ist. Aber wo waren SPD und Grüne, als es darum ging, das Leistungsschutzrecht im Bundestag einzukassieren? Sie hätten es gekonnt. Aber bei ihnen haben die Netzpolitiker noch weniger Einfluss.

    Sind die Grünen dennoch besser?

    Was die Grünen von Startups halten, haben sie in letzter Zeit mehrmals gezeigt.
    Im Winter wollten sie gemeinsam mit der SPD Veräußerungsgewinne aus Streubesitzbeteiligungen besteuern. Die Business Angel Finanzierung wäre am Ende gewesen. Es war vor allem Rösler, der sich dagegen stellte und sowohl die Kanzlerin als auch Schäuble hinter sich brachte.

    Die Grünen Steuerpläne sind Gift für den Mittelstand – und dazu gehören auch Startups: Wir brauchen ein investitionsfreundliches und handlungsfähiges Ökosystem und keine Steuern, die die Substanz der Unternehmen angreifen, somit den Unternehmen ihre finanzielle Leistungsfähigkeit entziehen, aber auch die Mittel für Investitionen von z.B. Business Angels verringern. Wer glaubt, dass ihn das als Gründer nicht betrifft, der soll sich einfach einmal die Frage stellen, wie seine Unternehmensanteile aktuell bewertet sind und was es bedeutet, wenn er diesen Wert mit 1.5% versteuern muss und, das ist wichtig, wie viel zusätzlichen Formularkrieg er mit seinem Finanzamt zu Ermittlung dieser Steuerlast führen darf.

    Der Grüne Spitzenkandidat Jürgen Trittin brachte die Haltung der Grünen zu Startups vor wenigen Wochen in der Süddeutschen auf den Punkt: „Heute seien kapitalkräftige Unternehmen wie Google oder Microsoft beherrschend, die teils eine monopolähnliche Stellung hätten. Ein nostalgisches Zurück zur “Garagenmentalität und Aufbruchmentalität” sei zweifelhaft.”

    Es soll jeder selbst entscheiden, ob Trittin für Startups der bessere Wirtschaftsminister wäre.

  39. Nun quasi der zweite Teil unseres Wahlmarathons: Warum Gründer FDP wählen sollten! Wir freuen uns weiter über viele Kommentare und fundierte Meinungen. PS: Ursprünglich war ein längerer Artikel als Replik auf diesen Beitrag geplant, der/die Autoren haben dann aber leider davon Abstand genommen. Wir verweisen deswegen auf einige Aussagen der Initiative “Deutschland unter­neh­men. Es ist Grün­derzeit!”.

  40. vielleicht weil sie so lustig an der realität vorbei politisieren?

    schöner (amüsanter) artikel heute im manager magazin

    http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/a-923562.html



  41. Till

    Der Autor ist Grüner offensichtlich durch und durch.

    Über drei Seiten erklärt er, warum er GEGEN die FDP ist. Dagegen sein ist einfach, aber typisch für diese Partei.

    Leider bleibt er uns schuldig zu erlären, warum er für die Grünen ist. Aber auch das ist typisch!



  42. paula

    unser Büro wählt die AfD, weil wir einfach mehr Abwechslung in der Politik brauchen, die FDP hat soooo viel versprochen und nichts gehalten, damit einfach unwählbar. Gründer sollten Blau wählen!

  43. Pingback: Gründer wählen Rösler – oder? | Gründerraum



  44. Manfred Buchholz

    Selten so einen dummen und an den Haaren herbeigezogenen Artikel gelesen. Besonders abstoßend die Hybris, mit der der “Autor” glaubt, alle, die nicht seiner Meinung sind, als dumm und uninformiert hinzustellen. Gerade Startups profitieren von der gründerfreundlichen Politik des derzeitigen Wirtschaftsministers. Ganz im Gegensatz zu dem, was die grüne Bevormundungs- und Umerziehungspartei plant.

  45. Hier noch ein Link zu einem Artikel im Gründerraum: Gründer wählen Rösler – oder? http://blog.wiwo.de/gruenderraum/2013/09/20/roesler/

    Zitat: Welche Partei wählen Gründer und Selbständige? Im Wahlkampf zeigt sich, wie zwiegespalten die Gründerszene ist – auch, weil Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler mit seiner Politik längst nicht alle Unternehmer im Visier hat



  46. Christian Vollmann

    @Max: hervorragend zusammengefasst!

  47. Die entscheidende Frage ist doch eine ganz andere:

    Sind für mich als Gründer meine Partikularinteressen, also “was tut welche Partei für mich?” denn wirklich so wichtig?

    Sind es nicht ganz andere Fragen welche wirklich wichtig sind? Umwelt? Vereintes Europa? Sinnvolle Sozialpolitik?

    Was auch immer es für jeden einzelnen persönlich ist, lasst uns doch bitte bei einer allgemeinen Wahl nicht das aus den Augen verlieren!



  48. snowb4ll

    Die FDP – ein einziger, jämmerlicher, hoffnungsloser Trümmerhaufen.

    Ihr Grundsatz “alles den Markt alleine regeln lassen” – gescheitert, wie an der Schulden- & Finanzkrise und dem baldigen Verlust der Netzneutralität zu sehen ist.Dazulernen? Fehlanzeige – dazu sind die ideologischen Neoliberalen nicht fähig.

    Ihre Kernforderung “Mehr Netto vom Brutto” – zum gebrochenen Wahlversprechen verkommen.

    Die Bürgerrechtler – rübergelaufen zur Piratenpartei.

    Die Mövenpick-Steuer – eingebrannt im kollektiven Gedächtnis.

    Politische Unabhängigkeit – aufgegeben als Preis für die Leihstimmenkampagne; wer glaubt denn, dass eine FDP, die sich derartig verkauft, irgendwas bei einer Koalitionsverhandlung reißen kann? Mit der Leihstimmen-Kampagne macht sich die FDP zur Handpuppe der CDU.

    Die FDP ist am Ende. Ohne Leistimmen-Kampagne würde sie vermutlich niemand mehr wählen. Und das wär’ eigentlich auch gut so. Was die FDP dringend braucht, ist eine Legislaturperiode außerhalb des Bundestags, um sich neu zu sortieren. Die jetzige Führungsriege gehört achtkantig rausgeworfen, denn sie hat die FDP ruiniert.

  49. zur Bilanz der FDP im Bereich der Gründungen sei dieser Artikel von heute aus der Berliner Zeitung empfohlen:

    http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/gruendungen-warum-es-immer-weniger-tun,10808230,24375570.html



  50. daniel

    Ich bin kein Stammwähler einer Partei und teilweise unentschlossen, wen ich bei dieser Bundestagswahl wählen möchte.

    Hat dieser Artikel einen Nutzen für mich?

    Unter der Annahme, dass ich deine Argumentation kontra FDP als schlüssig und objektiv betrachte lieferst du mir keinerlei Argumente (bis auf die weder belegte noch in irgend einer Weise schlüssige Aussage, dass die Breitbandverbindung unter einer Rot/Grünen-Regierung besser ausgebaut werden würde) für die Wahl einer anderen Partei.

    Unter dieser Annahme hält der zwar Artikel was die Headline verspricht, aber eine Alternative für meine Wahl liefert er mir nicht.



  51. Michael Sahlmann

    Es ist doch bezeichnend für die o.g. Kampagne, dass mit einer doch sehr analogen Glühbirne geworben wird…

  52. Ich wähle die AfD und weiß auch nicht warum sie in diesem Artikel keine Erwähnung findet.

  53. Pingback: Gründer wählen! #gehtwählen :: deutsche-startups.de

  54. Pingback: Irgendwas mit Monarchie? (#btw13) | Internet und Politik



  55. Peter

    Leider genau das Hotel-Geschenk kostet meine kleine Firma seit der Einführung einige Tausend Euro im Jahr mehr, da wir oft übernachten müssen bei unserer Aussendiensttätigkeit im Kundendienst. Für keinen unserer Kunden war es nachvollziehbar, warum wir plötzlich von einem Monat auf den Anderen die weiterberechneten Netto-Übernachtungskosten so stark anheben mussten und sind meistens auf der Differenz selbst hängen geblieben. Danke, FDP, das du uns als kleinem Unternehmen so sehr in die Tasche gegriffen hast, nur hat kein einziges Hotel, in denen wir schon immer regelmäßig waren, den Preis gesenkt, ganz im Gegenteil, sogar manche haben nach der MwSt.-Senkung sogar zeitgleich noch den Brutto-Preis erhöht! Haben wir das verdient, dafür, das wir keine Leiharbeiter beschäftigen? Das wir schon immer faire Löhne zahlen? Dafür, das bei uns kein Lieferant lange auf die Bezahlung seiner Rechnung warten muß? Anscheinend JA!!! Somit haben Döring, Brüderle, Niebel, Rösler und Co. endlich die passende Antwort erhalten! Hoffentlich gehen sie endlich unter, UND ZWAR GANZ!!!

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