Hunderte private Kapitalgeber beantragen Staatskohle – Nach 14 Tagen schon 35 Zusagen

Mit dem Investitionszuschuss Wagniskapital (IVZ) will die Bundesregierung private Investitionen in innovative deutsche Start-ups fördern. Bisher scheint das Förderkonzept, bei dem private Venture Capital-Geber pro Start-up 20 % ihrer Investitionssumme zurückbekommen, aufzugehen. Wie […]
Hunderte private Kapitalgeber beantragen Staatskohle – Nach 14 Tagen schon 35 Zusagen

Mit dem Investitionszuschuss Wagniskapital (IVZ) will die Bundesregierung private Investitionen in innovative deutsche Start-ups fördern. Bisher scheint das Förderkonzept, bei dem private Venture Capital-Geber pro Start-up 20 % ihrer Investitionssumme zurückbekommen, aufzugehen. Wie das Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (BAND) berichtet, wird der IVZ “intensiv nachgefragt”.

Wie der BAND unter Berufung auf das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) berichtet, “sind in den ersten zwei Wochen 143 Anträge von Kapital suchenden Unternehmen auf Förderfähigkeit im Rahmen des IVZ gestellt worden. Davon sind durch das BAFA – in einem schnellen und unkomplizierten Online Verfahren – bereits 35 Anträge positiv beschieden worden”. Damit seien – gerade einmal 14 Tage nach Maßnahmenbeginn – die ersten Unternehmen mit einer „IVZ Förderfähigkeitsbescheinigung“ im Markt unterwegs.

Einzelheiten zum IVZ, das mit 150 Millionen Euro dotiert ist, sind auf den Internetseiten der BAFA verfügbar. Das Programm in Kurzform: Mit dem „Investitionszuschuss Wagniskapital“ will die Bundesregierung private Investitionen in innovative deutsche Start-ups fördern. Venture Capital-Geber bekommen pro Start-up 20 % ihrer Investitionen – bis zu einer Maximalsumme von 250.000 Euro – erstattet – siehe dazu auch “Bundesregierung schenkt privaten Investoren 20 % ihrer Investitionssumme“. Für alle Fragen rund um den Investitionszuschuss bietet der BAND zudem unter “der Adresse ivz.band@business-angels.de eine Hotmail”, über die Interessierte nähere Auskünfte zum IVZ bekommen.

Passend dazu noch einmal ein Hinweis auf den Gastbeitrag mit dem Titel “Der Investitionszuschuss Wagniskapital ist gut gemeint – muss aber mit weiteren Maßnahmen ergänzt werden – meint unterdessen” von Alexander Stoeckel, Partner bei b-to-v Partners. Sein Fazit: “Zusammengefasst sagen wir als Akteur in der Start-up-Szene, dass wir die Initiative „Investitionszuschuss Wagniskapital“ ausdrücklich befürworten. Die Wirksamkeit bleibt abzuwarten und sollte nicht nur von Marktteilnehmern beurteilt werden. Und wir regen an, diese Initiative mit weiteren nicht-monetären Aktivitäten, die deutlich langfristiger angelegt sind zu flankieren”.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.