
Wer – trotz der zahlreichen inoffiziellen Hinweise – noch immer nicht glauben konnte, dass hinter der Investmentgesellschaft Vert Capital, die Anfang September die kürzlich gegründete Poolworks Ltd (ehemals VZnet Netzwerke Ltd) und somit die sozialen Netzwerke studiVZ (www.studivz.net), meinVZ und schuelerVZ übernommen hat, das soziale Netzwerk Bebo.com (www.bebo.com) steckt, sollte einmal einen Blick ins Impressum von studiVZ werfen! Das Berliner Unternehmen wird nun von Adam Levin, Joseph Nejman und Mike Pope” geführt. Levin ist bekanntlich der Chef und Geldgeber des Netzwerks Bebo.com, welches 2010 von Criterion Capital Partners vom vorherigen Besitzer AOL übernommen wurde.
Das skurrile Versteckspiel mit nicht existierenden Personen wie Jason Thonis, dem angeblichen Unternehmenssprecher von Vert Capital, den Google und das ganze Internet vor der Bekanntgabe der Übernahme nicht kannte, hat somit ein Ende. “Der Spiegel” berichtete im September über die angeblichen Hintergründe für das merkwürdige Verhalten des neuen Besitzers: “Grund für das Versteckspiel ist offenbar ein Patentstreit in den USA. Die Firma Walker Digital, die aus Internetpatenten Geld schlägt und Branchengrößen wie Amazon verklagt, hat auch den Bebo-Investor wegen Patentverletzung vor Gericht gebracht. Ein Zukauf könnte den Rechtsstreit anheizen”. Dies könnte dann jetzt vielleicht im Raum stehen.
Wie der neue Besitzer bei studiVZ agiert, hatten die Kollegen von Gründerszene Ende September bereits berichtet: “Der Großteil der Mitarbeiter der Poolworks Ltd., einschließlich CEO Stefanie Waehlert, muss gehen”. Zuvor hatte die damalige Geschäftsführerin Waehlert bereits einen Kahlschlag durchgeführt und im Sommer etliche Mitarbeiter entlassen. Was genau Bebo-Chef Levin mit studiVZ und Co. vor hat, bleibt weiter offen. Zumindest ist das alberne Versteckspiel nun zu Ende.
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Kommentare
Es ist leider ganz einfach:
Holtzbrinck hat den – bereits dem Tode geweihten – Laden “verkauft”. Sie haben das Konto noch mit einer guten Summe gefüllt und die Kosten bedingt durch die Entlassung von über 70 Prozent der Mitarbeiter gedrückt, zusätzlich haben Sie kleine Räume 2 Etagen tiefer bezogen. Nun überlebt die Firma noch einige Monate, so dass Holtzbrinck nicht direkt mit der Pleite und vor Allem dem Transfer der Daten Richtung USA (zum Teil bereits erfolgt! :-/) in Verbindung gebracht wird.
Was will man mehr? Holtzbrinck wird sich von den Aktionen distanzieren und die restlichen Gesellschaften werden aufgelöst. Dann bleibt niemand mehr, den man in Deutschland noch wirklich greifen könnte, wenn es um Ansprüche geht.
Comment by JD 12. Oktober 2012 @ 13:39soviel zu nachhaltigkeit in deutschland .. schön geld verbrennen .. durch gier kein vergleich MIT FB zu finden und nun nichts mehr wert – vola – grüße an “beste” :)
Comment by klaus haus 12. Oktober 2012 @ 13:48Irgendwann sind die auch wieder groß da – MySpace ist auch zurück ;)
Comment by Boris Schäfer 15. Oktober 2012 @ 02:02