Wie geht es mit studiVZ & Co. weiter? 25 Mitarbeiter müssen VZ-Netzwerke verlassen

Der imaginäre Internet-Ringrichter hat die VZ-Netzwerke – bestehend aus studiVZ (www.studivz.net), schülerVZ (www.schuelervz.net) und meinVZ (www.meinvz.net) schon lange angezählt. Gefühlt ist der einstige deutsche Social Network-Star schon längst K.o. gegangen. Noch aber hält […]
Wie geht es mit studiVZ & Co. weiter? 25 Mitarbeiter müssen VZ-Netzwerke verlassen

Der imaginäre Internet-Ringrichter hat die VZ-Netzwerke – bestehend aus studiVZ (www.studivz.net), schülerVZ (www.schuelervz.net) und meinVZ (www.meinvz.net) schon lange angezählt. Gefühlt ist der einstige deutsche Social Network-Star schon längst K.o. gegangen. Noch aber hält sich das Berliner Unternehmen tapfer im Ring. Noch! Als letztes Aufbäumen kündigte VZ-Chefin Stefanie Waehlert noch im März einen großen Relaunch an. Jetzt folgt aber erst einmal der nächste Tiefschlag: Das Unternehmen entlässt 25 seiner rund 70 Mitarbeiter, dies bestätigte das Social-Network gegenüber Meedia. Gründerszene hatte zuvor berichtet, dass “bis zu 20″ der verbliebenen Mitarbeiter gehen müssten.

Zum Mai dieses Jahres lagerte der VZ-Netzwerke-Eigentümer, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, zudem das Entwickler-Team des sozialen Netzwerkes in eine Tochtergesellschaft mit dem Namen HIM Holtzbrinck 34 GmbH aus. Für diese Holtzbrinck-Tochter, die inzwischen unter dem Namen devbliss (www.devbliss.de) im Markt auftritt, wirkt inzwischen offenbar bereits eine stattliche Anzahl an Mitarbeitern (rund 50), weitere werden aktuell über Stellenanzeigen gesucht. Auf der Firmenwebsite heißt es: “We are a newly founded core software unit for the Holtzbrinck publishing group. As you may know the group covers publishers and content providers all over the world. Education and science are at the very core of the company and we will be part of revolutions in both of them”.

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Bei dieser Selbstbeschreibung wird klar, dass die VZ-Netzwerke künftig nur ein kleines Projekt von devbliss sind. Holtzbrinck Digital, die Internet-Beteiligungsholding der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, spricht zumindest von der “primären Aufgabe, die Neupositionierung von VZ technisch umzusetzen”. Offenbar will sich das Medienhaus mit der Ausgliederung aber vor allem das Wissen der Programmierer langfristig sichern. “Medienhäuser wandeln sich immer mehr zu Softwareunternehmen. Deshalb wollen wir die technische Expertise im Bereich agiler Softwareentwicklung zukünftig für die Entwicklung anspruchsvoller digitaler Produkte in der Gruppe, also vor allem im Bereich unserer strategischen Wachstumssäulen nutzen, um auch in dieser Hinsicht bestmögliche Qualität zu gewährleisten”, sagt Johann Kempe, CIO der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und devbliss-Geschäftsführer.

Wie es mit den VZ-Netzwerken genau weitergeht, ist unterdessen völlig offen. Gegenüber Meedia sagte VZ-Chefin Waehlert: “Das Unternehmen VZ-Netzwerke befindet sich zurzeit in der Phase einer tiefgreifenden Neuordnung. Die endgültige Aufstellung und alle neuen Planungen für VZ geben wir in Kürze bekannt”. Offiziell ließ sie zudem verkünden: “Mit der Unternehmensgründung werden uns die Ressourcen gegeben, die Neuausrichtung von VZ umzusetzen”. Interessanterweise sicherte sich die VZ Netzwerke, die den Kampf gegen das Übernetzwerk Facebook längst verloren haben, bereits im April dieses Jahres die Domain www.lifepool.de, auf der es bisher aber noch nichts zu sehen gibt. Ist dies etwa die Zukunft der VZ-Netzwerke? Dann geht der einstige deutsche Social Network-Star tatsächlich bald K.o.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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