
EXKLUSIV Im Sommer berichtete deutsche-startups.de, dass sich das Leipziger Start-up Lecturio (www.lecturio.de) “mitten in Investorengesprächen” befand. Ziel von Lecturio war es, Kapital für die geplante Auslandsexpansion einzusammeln. Nun kann die Bildungsplattform, bei der Dozenten, Experten oder Unternehmer ihre Vorträge und Vorlesungen in Videoform einstellen, Vollzug melden. Nach unseren Informationen ist Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt) bei Lecturio eingestiegen. Der umtriebige Kapitalgeber aus München sicherte sich stattliche 14 Prozent am ostdeutschen Start-up, das nach eigenen Angaben seit Anfang 2011 auf monatsbasis profitabel wirtschaftet.
Bisher investieren der Technologiefonds Sachsen und verschiedene Business Angels in Lecturio. Die Jungfirma wurde von Martin Schlichte und Tim Koschella ins Leben gerufen. Mitgründer Koschella hat das Unternehmen aber inzwischen verlassen und geht anderen Projekten nach. “Am Anfang waren wir vor allem im Hochschulbereich unterwegs und haben Vorlesungen aufgenommen. Inzwischen liegt die Haupteinnahmequelle in Premiuminhalten aus Wiwi, Jura und Medizin, die wir mit Partnern wie dem Gesundheits-Verlag Elsevier vermarkten, und Unternehmen, die Expertenvorträge oder Schulungen zur internen Nutzung einstellen – darunter Daimler, TÜV und die Deutsche Börse”, erklärt Mitgründer Schlichte.
E-Learning-Markt wächst und gedeiht
Über 3000 Vorträge sind bei Lecturio bereits abrufbar. Das Ziel des Start-ups steht bereits auf der übersichtlichen Website: “Lecturio wird 2012 die nutzerfreundlichste und umfangreichste Internetplattform für hochwertiges Wissen in Europa!” Um dieses Ziel schnell zu erreichen, kann die Lecturio-Crew das Kapital von Holtzbrinck, die zuletzt äußert aktiv in junge Start-ups investierten, sicherlich gut gebrauchen. Die Höhe der Finanzspritze ist nicht bekannt. Wie Lecturio zeigt, wächst und gedeiht das Thema E-Learning weiter und etabliert sich am Markt. Wer es jetzt schafft sich zu etablieren, kann mit dem boomenden Markt weiter wachsen und sich als Anlaufstelle für das Thema etablieren.
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Kommentare
Ach mal wieder: “Die höhe der Finanzspritze ist nicht bekannt”. Was interessiert dann der Beitrag? Das einzig wirklich interessante ist zum einen die Höhe der Summe und zum Anderen die Verteilung der Anteile. Beides ist ohne das Andere doch wertlos. Na ja…
Kommentar von Thorsten 18. Oktober 2011 @ 09:05Solche Informationen kann ich aus dem Unternehmen und dem Kapitalgeber nicht rausprügeln. Die haben ja schon kein Interesse daran, dass überhaupt geschrieben wird, dass es eine Finanzierungsrunde überhaupt gab. Wir werden auch weiterhin über Finanierungsrunden berichten, wenn wir diese entdeckt haben. Vielleicht, so mein Wunsch, ändert sich dadurch etwas – und langfristig stehen Kapitalgeber in Deutschland dann auch zu ihren Investments und nennen Zahlen.
Kommentar von Alexander Hüsing 18. Oktober 2011 @ 09:11“Die haben ja schon kein Interesse daran, dass überhaupt geschrieben wird, dass es eine Finanzierungsrunde überhaupt gab.” – Ernsthaft? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen!
Kommentar von Miguel C 18. Oktober 2011 @ 10:22Wenn es anders wäre, würden die Kapitalgeber des Landes bei uns Schlange stehen und stolz berichten, dass sie gerade in Start-up x oder y investiert haben. Kommt aber nicht vor. Natürlich verkünden etliche Start-ups ihre Finanzierungsrunden – noch vielmehr aber nicht.
Kommentar von Alexander Hüsing 18. Oktober 2011 @ 10:31Herzlichen Glückwunsch an das Lecturio-Team! Toll gemacht.
Kommentar von Stephan Stubner 18. Oktober 2011 @ 13:16Holtzbrink veröffentlicht das nie, weil es nicht mehr als €500.000 sind , weit weniger als man so denkt
Kommentar von D 19. Oktober 2011 @ 01:10