Berger-de León wird studiVZ-Chef

Der neue Mann an der Spitze von studiVZ (www.studiVZ.de) ist gefunden – es ist Markus Berger-de León – derzeit Vorstandschef des Dienstleistungsauktionshaus MyHammer. Berger-de León, früher Chef von Jamba, wird Ende Februar aus […]

Der neue Mann an der Spitze von studiVZ (www.studiVZ.de) ist gefunden – es ist Markus Berger-de León – derzeit Vorstandschef des Dienstleistungsauktionshaus MyHammer. Berger-de León, früher Chef von Jamba, wird Ende Februar aus dem Vorstand der MyHammer AG ausscheiden. Ab März darf er dann das Studenten-Netzwerk führen. Daneben wird er weiter als Vorsitzender des Vorstands der MyHammer-Mutter Abacho tätig sein – wenn auch im begrenzten Umfang. Im Grunde hat studiVZ-Besitzer Holtzbrinck somit eine interne Lösung für den Problemfall studiVZ gefunden – denn auch bei Abacho hat die Verlagsgruppe das Sagen. Seit dem überraschenden Abgang von Marcus Riecke führt derzeit Clemens Riedl das Berliner Netzwerk. Nachfolger von Berger-de León bei MyHammer wird Gerrit Müller – zuletzt als Senior Director bei Yahoo in London im Bereich Produkt und Marketing tätig.

Auf Berger-de León warten bei studiVZ große Aufgaben: Konkurrenten wie die RTL-Beteiligung wer-kennt-wen haben dem Netzwerk in den vergangenen Monaten ordentlich zugesetzt. Auch US-Vorbild Facebook nimmt in Deutschland immer mehr Fahrt auf. Am letzten DLD-Tag in München verkündete Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, dass sein Social Network in Deutschland mittlerweile über zwei Millonen Mitglieder verfüge. Zu guter Letzt muss der neue Mann an der Spitze von studiVZ die Vermarktung des Netzwerkes ordentlich vorantreiben. Noch immer schreibt der Ableger der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (auch an deutsche-startups.de beteiligt) rote Zahlen. Von etlichen Millionen Euro ist die Rede. Der Umsatz von studiVZ soll bei rund 10 Millionen Euro liegen.

Update 28.1.2009, 8:52
Inzwischen gibt es eine offizielle Pressemitteilung von studiVZ: Demnach wird sich Clemens Riedl als Geschäftsführer verstärkt um die Monetarisierung von studiVZ konzentrieren. Darüber hinaus werde er Co-Geschäftsführer einer neuen Gesellschaft, in der die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck die Online-Vermarktungsaktivitäten von iq media marketing (früher gwp) und studiVZ bündeln werde. Zur Personalie Berger-de León sagt Jochen Gutbrod, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und dort für das Online-Geschäft verantwortlich: “Markus Berger-de León ist einer der erfahrensten und renommiertesten Führungspersönlichkeiten im Internetbereich, die wir in Deutschland haben. Er hat sein besonderes Gespür für das Thema Produktweiterentwicklung schon mehrfach bewiesen. Wir freuen uns daher sehr, dass wir ihn für diese spannende Aufgabe innerhalb der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gewinnen konnten.”

Artikel zum Thema
* Riecke weg bei studiVZ

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. wahnsinn! ich bin überrascht :-)

    dann mal viel Glück an Gerrit und an Markus!



  2. Countdown

    Viel Spass beim Nachlassverwalten. Facebook muss nichts anderes machen als warten. Oder glaubt jemand, dass da noch viel Bereitschaft vorhanden ist, eine schlechte Kopie mit lauter Fake-Profilen zu kaufen? Bei einer Due Dilligence müsste man zuerst einmal ermitteln wieviele der Profile wenigstens ansatzweise echt sind. Meine Schätzung: 10-20% Will Facebook einen Sack voller fauler Rüben? Ich hoffe nicht. Gibt es die Alternative Alleingang? Hahaha.



  3. Arno

    Hahaha. Ja.
    Mein Profil bei StudiVZ ist zwar echt, jedoch auch nix mehr wert weil ich da nichts mehr mache. Denke vielen geht es ähnlich.

  4. was macht der Riedl dann?

  5. Clemens Riedl hatte den Chefposten zusätzlich zu seinem Posten als Vice President Sales übernommen.

  6. Pingback: zweipunktnull » Blog Archive » Facebook: Der schlafende Riese erwacht

  7. spannend, wuenschen einen guten Start!

  8. Ich bleib dabei: Facebook ist zu laut, zu bunt, zu viele Funktionen, zu viel nervige Apps…
    Und als ich neulich Werbung für Studenten in Köln schalten wollte, bestand meine mögliche Zielgruppe aus 2000 Studenten in Köln – wer fakt jetzt hier?
    Wer im Studium mal im Ausland war, nutzt Facebook, der Rest StudiVZ!



  9. Tobias

    Na wenn sich Facebook noch nen bischen streckt haben sie ja bald meinvz überholt haha :)



  10. Tobis

    Offtopic: Das abgebildete studiVZ Logo “Beta 2.0″ ist ja top aktuell…

  11. Pingback: Berger-de León StudiVZ Chef - viel Spaß :) | BlogWave.de

  12. Habe den Artikel gerade um einen Absatz erweitert. Neu ist unter anderem ein Zitat von Jochen Gutbrod, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

    @Tobis
    Das Logo habe ich mir gestern schnell aus unserem Archiv geholt. Werde ich gleich mal austauschen.

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  15. Anonym

    Kein Wunder das der Herr Berger-de Léon, sich aus MyHammer zurück zieht. Es geht ja auch tief Berg ab.

  16. Pingback: StudiVZ Limited bekommt neuen Chef | xhype.de



  17. Josh

    Hiwe in München sehe ich seit 4 Wochen einen ganz regen Zulauf von StudiVZ und Lokalisten zu Facebook. Es kommen ganze Gruppen auf einmal rüber – das Henne/Ei Problem ist daher nicht mehr existent, wenn Nutzer auf einen Schlag 60 Freunde am Logintag bekommen.
    Von daher denke ich, daß Facebook in den nächsten Monaten noch schneller zulegt als erwartet.



  18. Cnoz

    @ Benjamin
    “Wer im Studium mal im Ausland war, nutzt Facebook”

    Und alle deren Freunde mal im Ausland waren und daher mit StudiVZ nichts mehr anfangen können. Damit wären wir dann schon bei 100% der Studentenschaft. Wette darauf, dass Facebook StudiVZ spätestens Ende 2009 überholt hat und 2010 zum insgesamt größten SN auch in Deutschland wird. Es haben einfach zu viele Menschen Kontakte ins Ausland (nicht nur durchs Studium), da werden Insellösungen wie WKW etc. einfach nicht mehr ausreichen, es sei denn, dass die Menschen bereit in mehreren SNs aktiv zu sein (Facebook fürs internationale, ein anderes für Deutschland). Letzteres erscheint mir wenig glaubhaft, ich habe darauf jedenfalls keine Lust.



  19. Alexej D.

    Ich denke, dass Benjamin es gut getroffen hat: wer mal im Ausland war, nutzt Facebook, alle anderen nutzen studiVZ. Und hier kommt dein Denkfehler, @cnoz: um mit den 10% “Auslandsdeutschen” in Kontakt zu bleiben, wechseln nämlich nicht die anderen 90% zu facebook. Sondern die 10% nutzen studIVZ parallel zu facebook. Macht 10% facebook und 100% studiVZ. Und wenn man dann noch berücksichtigt, dass von den 2 Mio facebook-Nutzern die Hälfte inaktiv ist, sieht es für studiVZ nicht unbedingt schlecht aus.

  20. Pingback: Demographische Nutzeranalyse - starkes Wachstum von Facebook in Deutschland | Seedfinance

  21. ok,
    Also meine peer group nutzt fb , etwas xing und manche noch asmallworld und linkedIn,
    Doch das meiste geht ueber Vereine :-) und Telefon, treffen..

  22. Isch bin mal gespannt ob der das Ruder rumreisst.
    Ist schon bitter so ein portal für 80 oder 100 Mio zu kaufen und dann wirft das Ding keine Kohle ab…Web 2.0 ich gratulieren den Jungs, die sich fett den Schmotter eingesagt haben!

  23. Pingback: Menschen 2.0 » t3n Magazin

  24. Pingback: Markus Berger-de León verlässt studiVZ – Clemens Riedl neuer Chef der VZ-Netzwerke :: deutsche-startups.de



  25. Dariani's Erben

    So geht unsere große Kopie zu Grunde.
    Auch dieser “Interimsmanager” war nicht mehr als heiße Luft.
    1 Jahr CEO bei dem größten dt. SN.
    Ob das wohl in 2-3 Jahren noch als Referenz taugt.

    Wir haben unseren Schnitt gemacht :-)
    Aber einen Versuch war’s wert….

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