Riecke weg bei studiVZ

Stühlerücken bei studiVZ (www.studivz.net): Völlig überraschend verlässt Geschäftsführer Marcus Riecke das Berliner Unternehmen. Seine Aufgaben übernimmt Clemens Riedl zusätzlich zu seinem Posten als Vice President Sales. In der knappen Pressemitteilung ist davon die […]

Stühlerücken bei studiVZ (www.studivz.net): Völlig überraschend verlässt Geschäftsführer Marcus Riecke das Berliner Unternehmen. Seine Aufgaben übernimmt Clemens Riedl zusätzlich zu seinem Posten als Vice President Sales. In der knappen Pressemitteilung ist davon die Rede, dass Riecke, der im Sommer des vergangenen Jahres seinen Dienst in der Hauptstadt antrat, das “Unternehmen auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung” verlässt. “Wir danken Marcus Riecke für seine sehr erfolgreiche Tätigkeit bei studiVZ Ltd. und seine Verdienste um die Weiterentwicklung des Unternehmens”, sagt Jochen Gutbrod, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, und dort für das Online-Geschäft verantwortlich.

Über die Gründe des rasanten Abgangs, der offenbar extrem kurzfristig entschieden wurde, kann bislag nur spekuliert werden. Stefan von Holtzbrinck habe studiVZ-CEO Marcus Riecke an die frische Luft gesetzt, weil der nicht mit der offenen Unternehmenskultur des Verlages zurecht gekommen sei, berichtet beispielsweise turi2. Und weiter: “Zwischen Riecke und der Verlagsführung in Stuttgart hat die Chemie offenbar schon länger nicht mehr gestimmt”. Netzökonom Holger Schmidt von der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” berichtet von einem “Streit um die strategische Ausrichtung” der Community: “Riecke hätte es wohl gerne gesehen, wenn sich studiVZ enger an den amerikanischen Konkurrenten Facebook angelehnt hätte.” Zudem hätte Riecke wohl gerne einen anderen Online-Vermarkter ausgesucht, der mehr Erfahrung und eine bessere Technik als der hauseigenen Vermarkter GWP habe.

Artikel zum Thema
* Klickschwund bei studiVZ

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.