Aupeo will Internetradio neu aufmischen

Mit nicht weniger als dem ambitionierten Ziel, das Internetradio zu revolutionieren, startet heute das Musik-Portal Aupeo (www.aupeo.com), das mit einer Kombination aus neuartiger Online-Plattform und Hardware-Integration dem Internetradio zum Durchbruch im Massenmarkt verhelfen […]

Mit nicht weniger als dem ambitionierten Ziel, das Internetradio zu revolutionieren, startet heute das Musik-Portal Aupeo (www.aupeo.com), das mit einer Kombination aus neuartiger Online-Plattform und Hardware-Integration dem Internetradio zum Durchbruch im Massenmarkt verhelfen wird. Hinter Aupeo stehen die Gründer Armin Schmidt und Dirk Pöschl, die mit zehn weiteren Mitarbeitern bereits im Sommer des vergangenen Jahres ihre Büros in Berlin bezogen haben. Aber weil “Aupeo nicht weniger sein soll als ein “Social-Internet-Radio in Vollendung”, haben sich die Gründer mit ihrer Online-Stellung der Seite ein wenig mehr Zeit gelassen. Schmidt hatte im Vorfeld jahrelang die Welt bereist und dabei eines gelernt: Das perfekte Internetradio gibt es noch nicht.

\'Aupeo_Screen\'

Dabei scheint der Bedarf an Internetradios hoch. Das viel beachtete Wall Street Journal bezeichnete Webradios in vergangenen Sommer als eine der am schnellsten wachsenden Internetkategorien. Daher lässt sich Schmidt auch nicht schocken, dass es mittlerweile Musikabspielstationen gibt wie Sand am Meer. So richtig durchgeschlagen hat, so die Gründer, bislang noch keine richtig. Einzig Last.Fm hat sich – auch oder gerade in Deutschland – etabliert. Eigenen Angaben zufolge zählt die vormals deutsche Gründung monatlich 4,3 Millionen Unique User, sieben Millionen Musikstücke stünden zur Verfügung. Damit ist Last-Fm das weltweit größte Internetradio-Portal. Auch andere, große Medienkonzerne, setzen auf das gleich Pferd.

Lernfähige Technik ermöglicht individuell zugeschnittene Musicplayer

Abschrecken lassen sich die beiden Gründer Schmidt und Pöschl von diesen Businessplänen jedoch nicht und verkünden großmundig ihre Ziele für 2009 – weniger als die Marktführerschaft in Deutschland soll es nicht sein. Mit dem heutigen Start dudelt gleichzeitig via Aupeo in Amerika, Großbritannien und Brasilien durch das Netz. Punkten will Aupeo vor allem durch eine breit angelegte Funktionalität. So bekommt beispielsweise jeder User nach seiner Registrierung Website, auf der aktuelle Empfehlungen und Neuigkeiten aus der Musikwelt sowie der Community übersichtlich dargestellt sind.

Besonders stolz sind die Gründer über den Musikplayer, über den Bands oder Musikstücke per Stichwortsuche gefunden, direkt angespielt, gemerkt oder kommentiert werden können. Die Technik ist zudem in der Lage, den Musikgeschmack des Users zu erlernen. Sie generiert aus allen individuellen User-Aktivitäten automatisch ein Geschmacksprofil. Zudem setzen Schmidt und Pöschl stark auf den Communitygedanken. Die Gründer wünschen sich, dass die User Kontakt zu anderen Mitgliedern aufnehmen und deren gehörte Songs oder Bands kommentieren oder weiterempfehlen. Um die User noch besser miteinander zu vernetzen, haben sich die Radio-Macher zudem eine Karte ausgedacht, mit Hilfe Nutzer aus der eigenen Nachbarschaft oder in anderen Städten und Ländern gefunden werden können. Finanzieren übrigens will sich Aupeo ausschließlich über Werbung.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

  1. @Christina: Der Link (2. Zeile) zur Webseite funktioniert nicht.

    Gruß,
    Sven



  2. sepp

    Auf den ersten Blick nicht viel anders als last.fm, wie ich finde. Der Player unterscheidet sich ein wenig. Aber die Suchergebnisse sind mau. Irgendwo auf der Seite stand etwas wie “Wusstest du, dass Tina Turner…”. Mal nach Tine Turner gesucht. Zwei Suchergebnisse. Zu beiden “No songs available”. Nun ja. Schade ;) . Zudem ließ sich der Player mit der Suche leicht aus dem Tritt bringen: Play, Pause etc. und Bewertungsbutton sind nun ausgegraut, obwohl noch Musik läuft.

    Mal sehen, was aus den “vollmundigen” Vorhaben wird. Drücke die Daumen. Sehe aber den Grund zum Wechseln nicht. Übrigens auch einen Blick wert ist Deezer.com . Das nur am Rande.

  3. Die Idee, Webradios mit entsprechender Hardware zu verknüpfen ist wirklich ganz nett. Das Problem ist, dass sich die meisten Webradios aber kaum lange genug halten und somit Frust bei den Usern eingebrannt hat. Dennoch wünsche ich den beiden Gründern viel Erfolg… last.fm hat es ja, wie im Artikel erwähnt, in der ein oder anderen Form auch geschafft.

  4. Mein Suchergebnis:

    “We’re sorry, but something went wrong.

    We’ve been notified about this issue and we’ll take a look at it shortly.”

    Scheint ein gutes Team zu sein, aber scheinen noch ein wenig Startschwierigkeiten zu haben.



  5. Matthias Uepping

    Hatte auch Probleme beim Testen des aupeo services. Ich sehe die Zukunft des Netzradios eher in Modellen wie Spotify (http://www.spotify.com). Spotify gibt dem user Zugang zu einer grossen musik library und erlaubt das Erstellen von indivduellen playlists die sehr einfach mit freunden/anderen usern geteilt werden können. Die social network features sind bei Spotify noch nicht ganz ausgereift, aber die Jungs sind ja auch noch im beta testing.



  6. duden

    TREFFE neue Leute UUAAHHRG, wieso schaut Ihr nicht im Duden nach wie der Imperativ gebildet wird. Da kräuseln sich ja die Fußnägel..

    triff bzw im Plural trefft und nix anderes geht.

    Grüße



  7. Göran

    Deezer gestestet: SEHR SEHR NICE!

    Ergebnisse zu John Mayer bei Aupeo:0
    Ergebnisse zu John Mayer bei Deezer:256

    Ich bin dann mal bei Deezer zu finden!



  8. Stefan

    Abgesehen davon, dass mich das Angebot nicht wirklich reizt, weil last.fm, roccatune und Deezer meinen Bedarf an kostenloser Musik komplett abdecken, frage ich mich, wie es mit der Rechtslage ausschaut. Vielleicht kann uns die Redaktion von DS da genauer aufklären. Die von mir benannten Dienste zahlen ja nicht gerade wenig für die Lizenzen, wie aber macht das Aupeo?

  9. Pingback: Aupeo - Internetradio Community | Wuensch-Media



  10. sepp

    Guckst du hier:

    http://www.heise.de/newsticker/Internetradio-Dienst-Aupeo-gestartet–/meldung/121751

    Zitat: “Die Titel werden nicht von den Labels angeliefert, sondern von Aupeo als CD erworben und gegrabbt…”

    Ist soetwas ^^ rechtlich einwandfrei?

    Zitat: “Nach einer Testphase von 30 Tagen kostet der Dienst dann einmalig 30 Euro für die nächsten zwei Jahre.”

    Hier steht allerdings geschrieben: “Finanzieren übrigens will sich Aupeo ausschließlich über Werbung.”

    Ja nun?!?



  11. Daniel

    @Sepp

    sowiet ich weiß, ist es legal die Musik zu kaufen, dann zu rippen und sie anschließend in einem webradio der Öffentlichkeit anzubieten, wenn man vorab mit der GVL einen Verwertungsvertrag abgeschlossen hat. Das gilt allerdings nur für NICHT on Demand.

    Sobald der User mit einem Mausklick sagen kann, genau Titel X möchte ich JETZT hören, muss ein Vertrag direkt mit den Labels her.

    Da Aupeo neben einem Künstlerradio auch diverse Buttons zum direkten Abspielen von Songs anbietet, dürfte das nicht mehr über die GVL abzurechnen sein.

    Ich finde es irgendwie lustig, wie die verschiedenen Firmen immer an solche Lizenzsachen herangehen. Die einen besorgen sich brav Lizenzen bevor sie starten, andere wiederum starten einfach mit dem Service und schauen dann mal was der Richter so sagt.

    Ich denke bei Aupeo wird die MI sicher auch an die Türe klopfen.



  12. Stefan

    Liebe DS-Redaktion,

    nun sind einige Fragen aufgetreten, die von den aupeo-Verantwortlichen erfolgreich ignoriert werden. Vielleicht könntet Ihr ja mal nachfragen.

    1. Rechtslage
    2. Einkünfte sollen ausschließlich über Werbeeinnahmen generiert werden, gleichzeitig sollen die Nutzer aber 30 Euro zahlen

  13. Pingback: Aupeo startet und will last.fm kicken | myoon

  14. Pingback: Frisches Kapital für Aupeo :: deutsche-startups.de



  15. Hans Meiling

    Zur Rechtslage: Egal ob illegal oder nicht, es ist einfach peinlich. Ich mache eine illegale Musikseite in Deutschland ( hahaha das ist das beste..) auf, ohne Impressum und einer Hand voll Songs. Gebt doch mal Eminem bei AUPEO ein und dann bei z.B. Deezer…
    Mir reicht Deezer völlig, ich brauche keine von Robotern erzeugten Empfehlungen, DANKE!
    Ich finde es sollte ein Gesetz geben, dass die Deutschen nur noch deutsche Seite kopieren dürfen!

  16. wer einmal last.fm getestet hat, möchte deren Service nicht mehr missen – meine Prämisse…



  17. Gerald

    Ich bleib erstmal bei Q-Tom, hat sich bis jetzt ganz gut bewehrt.

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