Zur Person
Matthias Brix studierte Jura an der Universität Hamburg. Seit seiner Jugend – den Zeiten des Commodore C64 – hat er sich intensiv mit Computern beschäftigt. 1991 gründete er ein Import- und Großhandelsgeschäft für Computerteile aus Taiwan und China. Nachdem er die Firma vier Jahre später erfolgreich verkaufen konnte, beauftragte ihn der Vorstand des Axel-Springer-Verlages, ein Computer-Magazin zu entwickeln. Das Magazin wurde unter dem Titel “ComputerBILD” mit über einer Million verkaufter Exemplare zur zweitgrößten Computer-Zeitschrift weltweit. Parallel arbeitete Matthias Brix ab 1996 als technischer Berater der DVCG, einer Venture Capital-Tochter der Deutschen Bank sowie der WGZ-Bank. Mitte 2000 wechselte er zu Neuhaus Partners. Dort begutachtet er als Investment Manager neue Projekte und betreut Beteiligungen.
Artikel zum Thema
* “Gründer sollten mit mindestens sechs VCs sprechen” – Investment-Manager Matthias Brix von Neuhaus Partners im Interview, Teil 2
* “Wir gehen Ehen auf Zeit ein” – Investment-Manager Matthias Brix von Neuhaus Partners im Interview, Teil 1

Fragen










Kommentare
Kann man nur unterschreiben was er sagt…
Kommentar von Daniel Thomaser 29. Oktober 2008 @ 19:42nettes interview, jetzt noch ein richtiges mikrofon und ab gehts.
Kommentar von sven 30. Oktober 2008 @ 10:09Sehr professionell. Aber jetzt mal ganz ehrlich. Die deutsche Mentalität ist eher konservativ. Man braucht sich nichts vormachen. Die deutschen Investoren laufen nur irgendwelchen Trends hinterher und genau das ist das Problem. Beispiel:
In der derzeitigen Stimmung wird kaum jemand in Werbe-Modelle investieren. Hebt jedoch ein Werbemodell so richtig ab, dann ändert sich die Stimmung und auch die Sichtweise der VCs und auf einmal sind Werbemodelle total angesagt. Im Grunde genommen ist es wie an der Börse. Es geht nur um Stimmungen und Impulse.
Wer da genau gegen den Strom läuft, der geht unter. Bestes Beispiel ist Google. In der Zeit als die Blase geplatzt ist, wollte niemand in Google investieren. Ich meine es ist schon witzig, dass sogar Yahoo nicht in Google investieren wollten. Der damalige Kaufpreis war 1 Mio. Dollar.
Wieso wollte keiner investieren? Weil Suchmaschinen überhaupt kein Geld erwirtschaftet haben und Yahoo meinte “Das ist eine tolle Technologie, aber wir sind glücklich wenn die User länger suchen müssen. Demnach bleiben sie doch länger auf unserer Seite”
Andere meinten “Mit Suchmaschinen kann man kein Geld verdienen”. Wären die Google-Gründer früher in Deutschland gewesen und hätten Sie nicht selbst am Anfang aus eigener Tasche investiert, dann hätte kein einziger deutscher VC in Google investiert”.
So ist das mit den VCs. Die können viel reden, aber wo sind die Innovationen? Oder zählt ihr die meist besuchtesten Webseiten in Deutschland wie StudiVZ, MyVideo, Clipfish usw. zu Innovationen.
So ist das nunmal. Wer nicht wagt, der kann nicht gewinnen. Schaut mal Fernsehen, die meisten TV-Konzepte kommen aus den USA. Wieso ist das so?
Das ist die deutsche Mentalität.
Ich meine gab es jeh in Deutschland jeh ein Investment in eine total verrückte Idee mit hohem Risiko. Nein sicherlich nicht. Denn erst einmal muss ein Businessplan erstellt werden, alles muss analysiert werden. Ich meine ich muss mich manchmal totlachen, wenn ich die die Fußball-Weltmeisterschaften im deutschen Fernsehen sehe. Alles wird analysiert, die Spieler, der Trainer, das Wetter usw. usw.
Man man man. Ein Armutszeugnis. Wacht auf und schaut nach Amerika. Ein Land der verrückten Ideen. Deutschland, ein Land der Sicherheit. Sozialstaat bla bla bla. Ha ha ha
Ein Albtraum für Unternehmer.
Kommentar von Meikel 30. Oktober 2008 @ 23:26Ich würde behaupten dass die meisten TV-Konzepte aus England stammen ;)
Außerdem wirfst du dem Land ein Klischee vor während du im Umkehrschluss das Klischee des deutschen Jammerlappens voll bestätigst.
Wenn es so scheiße hier ist mach dich auf den Weg zu neuen Ufern, ich wünsche dir eine gute Reise.
Wo wir wieder beim nächsten Klischee sind, Inkonsequenz.
Kommentar von Christoph 03. November 2008 @ 15:25