Bayanoo steht zum Verkauf

Mit der Handyvertragstauschbörse Bayanoo (www.bayanoo.de) steht ein weiteres Webprojekt zum Verkauf. “Das Unternehmen wird vollständig, schuldenfrei und mit allen Rechten verkauft und kann auf Wunsch im laufenden Geschäftsbetrieb übernommen werden”, sagt Gründer Jonas […]

Mit der Handyvertragstauschbörse Bayanoo (www.bayanoo.de) steht ein weiteres Webprojekt zum Verkauf. “Das Unternehmen wird vollständig, schuldenfrei und mit allen Rechten verkauft und kann auf Wunsch im laufenden Geschäftsbetrieb übernommen werden”, sagt Gründer Jonas Schmieder. Seit einigen Monaten wirkt Schmieder als Head of Digital Business bei der Verlagsgruppe Klambt. Dies ist auch der Hauptgrund für den Verkauf von Bayanoo. Beim neuen Job bleibt keine Zeit mehr für die Handyvertragstauschbörse.

Bayanoo ging im Mai des vergangenen Jahres an den Start. Über die Website können Mobilfunker ihren Vertrag zum Kauf anbieten. Interessiert sich ein anderer Nutzer für dieses Angebot, kann er mit dem Verkäufer in Kontakt treten und den Vertrag übernehmen. Der Vertrag wird anschließend ganz legal umgeschrieben. Derzeit sind rund 250 Verträge bei Bayanoo hinterlegt. Der Tauschpartnersuchende muss für das Einstellen seines Handys 5,90 Euro an Bayanoo zahlen. Das Suchen von Verträgen ist kostenlos. Schmieder hofft auf einen Käufer, der an das Bayanoo-Konzept glaubt und seine ganze Zeit in den Dienst stecken kann.

Exitkanal eBay – meist ist der Verkaufspreis überschaubar

Vor Bayanoo setzten bereits eine Reihe Start-ups auf den Exitkanal eBay – nicht immer mit Erfolg. Der Cornflakes-Shop MyCornflakes (www.mycornflakes.com) fand über das Auktionshaus keinen Käufer. Der unbekannte Mindestpreis der Auktion wurde nicht erreicht – das Höchstgebot lag bei gerade einmal bei 2.130 Euro. Die Social-Commerce- und Gewinnspiel-Plattform Yieeha (www.yieeha.de) wechselte dagegen für 24.550 Euro den Besitzer. Auch keine Riesensumme, aber scheinbar eine gute Größenordnung für einen Verkauf über eine Auktion. Nur selten schaukelten sich die Bieter im vergangenen Jahr in einen Rausch.

Exits über eBay (Auswahl)

Yieeha (www.yieeha.de)
Verkaufspreis: 24.550 Euro

MyCornflakes (www.mycornflakes.com)
Höchstgebot: Mindestpreis nicht erreicht; letztes Gebot: 2.130 Euro

youop
Verkaufspreis: 16.050 Euro

Videotomie (www.videotomie.de)
Verkaufspreis: Mindestpreis nicht erreicht; letztes Gebot: 122.050 Euro

Streamr (www.streamr.de)
Verkaufspreis: 151 Euro

Brokr (www.brokr.de)
Verkaufspreis: 75.000 Euro

dukudu (www.dukudu.de)
Verkaufspreis: 43.208 Euro

Topblogs.de (www.topblogs.de)
Verkaufspreis: 3.510 Euro

texteln.de (www.texteln.de)
Verkaufspreis: 11.161 Euro

Artikel zum Thema
* Bayanoo baut um
* Bayanoo verkauft Handyverträge

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Ich finde es schade, dass in letzter Zeit soviele Projekte bei ebay verscherbelt werden! Warum nicht etwas mehr Zeit lassen und das ganze über andere Wege versuchen? Ich denke, der Exitpreis könnte oft deutlich höher sein!



  2. Der Kickboxer

    Was für eine dilettantische Art sich von seinem Unternehmen zu trennen. Da muss das gute ebay jetzt auch noch auf seine alten Tage sich als alternative Müllhalde mißbrauchen lassen. Mich würde ja mal die tatsächliche Motivation die hinter dem Verkauf steht interessieren. Bilanzen, misserable Bücher?? Wenn es wirklich nur wegen dem neuen Job ist……gut. Ich hab da so ne Ahnung, hatte heute bei meinem nächtlichen Spaziergang so eine kosmische Eingebung die mir einen gewissen Einblick verschafft, vlt. möchte sich der Gründer ja noch selbst dazu äußern, ist aber nicht zwingend, wär aber sicherlich für die Leserschaft sehr interessant mehr über den Hintergrund dieser Trennung zu erfahren. Ce la vi



  3. Heuschrecke

    Ja, mich wundert das auch alles ein wenig. Wenn es gut läuft, warum dann verkaufen. Zwar ist die Firma schuldenfrei, aber gibt es ev. hohe Verbindlichkeiten ? Wie hoch sind die Umsätze, gibt es wirklich Kunden für Marktanalysen, etc. . Wirkt für mich auch ein wenig unüberlegt, mehr Informationen wären sicherlich vorteilhaft.

  4. @Heuschrecke: Einfach aufmerksam lesen oder recherchien, dann beantworten sich all deine Fragen. Nicht immer werden einem die Antworten auf dem Teller serviert.

  5. Pingback: Bayanoo setzt auf Exit via eBay » MountainGrafix :: Der Webwork und Technik Podcast – Aktuelle Themenbereiche wie Webdesign, Webstandards oder auch Web2.0.

  6. Pingback: Bayanoo wird bei eBay verkauft | BlogWave.de

  7. Nicht jeder ist zum Unternehmertum geboren.
    Bei einem guten Jobangbot ist es aber höchste Zeit das sinkende Schiff zu verlassen ;-)



  8. Heuschrecke

    @Markus: Wo stehen denn diese Informationen, im ebay Angebot jedenfalls nicht.

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  10. Traurige Darstellung des deutschen Unternehmertums, bei der nächst besten Möglichkeit aufhören und ebay als Exit mißbrauchen, mit nem Pseudo- IPO. Sobald ne bessere kommt verlässt er seine Familie. Ist der Gründer privat auch so? Kein Durchhaltevermögen, ist doch schon schlimm das wir deutsche so mieß und kurzatmig im Bett sein sollen, mich ausgeschlossen ;) Und jetzt müssen wir uns auch noch eingestehen das wir als Unternehmer eine eher geringe Lebenserwartung haben.
    Schade, schade das es soweit kommen musste, dabei hätte es so schön werden können………..



  11. Roland Moriz

    Da kein Umsatz angegeben wird, ist wohl mit einem monatlichen Umsatzerlös von EUR 0,00 zu rechnen – “Eine glatte Zahl die man sich gut merken kann.” (H. Broder)



  12. schade

    Hallo,

    ich finde es unerfreulich bis beschämend mit welcher Schadenfreude die Entscheidung des Teams kommentiert wird, das Projekt über ebay zu verkaufen.
    Zuerst einmal hatten sie eine Idee und haben sie in die Tat umgesetzt. Dazu sollte man Ihnen Anerkennung zollen. Das ist weit mehr als wahrscheinlich diejenigen, die hier am Lautesten schreien, im Leben leisten werden.
    Der Höhe des Erfolges blieb scheinbar hinter den Erwartungen zurück, da ist es legitim ein Projekt zu beenden, bzw es an jmd abzugeben der in der Idee weiteres Potential sieht.
    Also habt doch ein wenig Anstand und respektiert die Entscheidungen anderer…

  13. Naja, wenn ein Job einen “Exit” bedeutet, bei uns gibt es jede Menge “Exit Chancen” >> Nur zu :-)

  14. Schadenfreude hin oder her als Unternehmer versagt!
    Wenn du Anerkennug willst dann tritt in die Kirche ein !
    Was ist das den für ein Grund, ist wirklich der Job der wahrhaftige Grund?
    Es zählen wahrscheinlich mehrere Faktoren dazu warum das Projekt aufgegeben wird.
    Aber es sieht hier ganz so aus das jemand sein Team in Sticht lässt und das ist ein No Go !!!!

    Also brauchen wir hier das ganze nicht schön reden !

    Mit freundlichen Grüßen

  15. @Der Kickboxer: Was denn für eine kosmische Eingebung?? Das hier ist ein Weblog der über StartUps aus dem Web/mobile Bereich berichtet, deine astrologischen Ausflüchte haben hier weniger als nichts verloren, verschone uns bitte damit in Zukunft. Danke!! ;)

    @ schade: Ich finde es echt schade das so jemand wie Du einen wertvolen Comment Platz raubt und dann noch einen realtiv hoch gestellten (#9). Viel blödes ist es allerdings das Du diesen auch noch, anstatt ihn sinnvoll zu nutzen mit deinen Lindenstraßen Sprüchen füllst. Hab ja das Gefühl das da jemand hinter steckt der versucht Schadensbegrenzung zu betreiben, zu Gunsten des oben genannten Gründers ;)



  16. Yella

    Insbesondere die ersten Kommentare wieder purer Schwachsinn und Missgunst.



  17. Gandolf Hübinger

    Bitte nicht den Exit von fickenVZ.de über ebay vergessen! Das war, wenn ich mich recht erinnere, irgendwann im letzten Spätsommer.

  18. Ich glaube hier scheinen einige Leser nicht ganz die Marktwirtschaft verstanden zu haben und reagieren mit trolligen Kommentaren auf diesbezügliche Kritik.

    Natürlich scheitert ein Großteil der Startups/Ventures, genau wie auch ein Großteil meiner Projekte nicht erfolgreich war und sein wird, trifft es auch viele bei DS oder Gründerszene (oder wird es treffen).

    Nur sollte man dann als Betreiber schon klar sagen, dass man es abschreiben bzw beenden will und nicht weiterhin bis zum bitteren Ende von einer “super Idee” reden.

    Ich finde es in dem Zusammenhang auch zweifelhaft ein Projekt ohne konkrete Finanzzahlen zu verkaufen – in der “realen” Wirtschaft lässt sich kein Mensch darauf ein. Das klingt mir alles zu sehr nach naiver Planwirtschaft oder nach “bei Ebay findet sich immer in Dummer der kauft”.

    Das erinnert an den dokumentarischen Film “Weltmarktführer” den sich jeder einmal ansehen sollte.

    Mund abwischen, neues Konzept umsetzen, irgendwann wirds schon was…

  19. Naja 250 * 5,90 = 1.474. Davon sollte sich die Miete für den Server doch 1 Jahr lang finanzieren lassen.

    Roland, wenn man das Ding noch für ein paar Tausender an einen Dummen verkaufen kann, warum sollte man es dann selber schlecht machen?

  20. Pingback: Machen Shopverkäufe Sinn? « Kassenzone - Commerce, Mobile, Technologie



  21. Max

    @ Nr. 5 Supernanny
    Ob ein Unternehmen erfolgreich ist oder nicht hat nicht immer mit gutem Unternhementum zu tun.

    Unternehmensgründung ist ein Experiment, wenn die Prognosen nicht eintreffen ist es nicht schlimm das Experiment(Projekt) zu beenden (verwerfen).

    Dem Gründer dann Untauglichkeit vorzuwerfen ist pietätlos.

  22. Pingback: Startup-Barometer 8/2008 :: deutsche-startups.de

  23. Ich habe mir ein paar Gedanken zu Bayanoo gemacht, was verbessert werden könnte: http://doener.blogage.de/entries/2008/11/14/Bayanoo

  24. Prioritäten ändern sich. Jede Entscheidung muss nur der Entscheider mit sich aussmachen. Ob richtig oder falsch ist da zweitrangig.



  25. HiPPiE

    Bayanoo ist doch auch wahrlich überflüssig, kein Wunder dass das nix ist und nix wird. Wie kommt man eigentlich auf diese beknackten Domainnamen, yihi.de, baluuuh.de … das kann sich doch keiner merken.

  26. ich finde unglaublich, dass videotomie angeblich 120.000 euro erreicht hat und nicht verkauft wurde.

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