NBC Universal übernimmt Bigpoint

Deutschland hat einen weiteren spektakulären Exit: Die Samwer-Brüder mit ihrem European Founders Fund (EFF), Aurelia Private Equity, United Internet und Gründer Heiko Hubertz verkaufen ihre Anteile an der Browserspielschmiede Bigpoint (www.bigpoint.de) an GMT […]
NBC Universal übernimmt Bigpoint

Deutschland hat einen weiteren spektakulären Exit: Die Samwer-Brüder mit ihrem European Founders Fund (EFF), Aurelia Private Equity, United Internet und Gründer Heiko Hubertz verkaufen ihre Anteile an der Browserspielschmiede Bigpoint (www.bigpoint.de) an GMT Communications Partners (GMT) und Peacock Equity Fund, den Investment-Arm der TV-Sendergruppe NBC Universal. Satte 70 Millionen Euro legt das Konsortium für Bigpoint auf den Tisch. Wobei Gründer und Geschäftsführer Hubertz nur einen Teil seiner Anteile verkauft – er wird die Gesellschaft auch weiterhin führen. “Der Verkauf von Bigpoint an eine hochkarätige Investorengruppe zeigt uns, dass wir bei Bigpoint auf das richtige Pferd gesetzt haben. Der Markt für browserbasierte Onlinespiele boomt seit geraumer Zeit. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dem neuen Eigentümer eine hervorragende Wahl für eine langfristig erfolgreiche Entwicklung von Bigpoint getroffen haben“, sagt Oliver Samwer vom EFF (auch an deutsche-startups.de beteiligt). Mit dem Verkauf von Bigpoint verbuchen die Samwer-Brüder, die führenden Frühphaseninvestoren im deutschen Internet, einen weiteren erfolgreichen Exit. Zuvor verkaufte das Trio das Social Network Lokalisten und die Video-Plattform myVideo an die Sendergruppe ProSiebenSat.1 sowie die Studenten-Community studiVZ an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Dark Orbit – ein Spiele-Klassiker aus dem Hause Bigpoint
Die Browserspielschmiede Bigpoint ging 2002 an den Start – zunächst hieß das Unternehmen m.wire, dann e-sport und ab 2007 schließlich Bigpoint. Von Anfang an setzte Gründer Hubertz auf browserbasierte Online-Spiele. Im Gegensatz zu klassischen Online-Kassenschlagern kommen diese sogenanten Browsergames ohne gekaufte oder heruntergeladene Software aus. Sie sind rein webbasierte Spiele, die ausschließlich über den Internet-Browser gespielt werden. Im Portfolio von Bigpoint sind aktuell über 20 verschiedene Spiele, diese bündelt das 150-köpfige Unternehmen auf einer Website, die in 14 Sprachversionen vorliegt. Insgesamt haben sich bei Bigpoint nach eigenen Angaben bisher über 23 Millionen Nutzer registriert. Die Anzahl der aktiven Spieler wird zwar deutlich kleiner sein, dennoch zeigt die Zahl, dass sich viele Onliner gerne mit Games die Zeit vertreiben wollen. Bei der Verbreitung seiner Spiele setzt Hubertz stark auf Kooperationen mit TV-Sendern wie ProSieben, RTL oder MTV.

Finanzierung über den Verkauf von Spiele-Items

Die Finanzierung ist bei allen Spielen gleich. “Wir generieren unsere Umsätze primär über den Verkauf von Spiele-Items sowie Online-Werbung und Product Placement”, erklärt Hubertz das Bigpoint-Konzept. Für die Nutzer sind alle Spiele kostenlos. Ungeduldige Nutzer können sich aber mit Geld einen kleinen Vorteil erkaufen und so schneller vorankommen. Die preisliche Bandbreite dieser Premium-Elemente reicht von wenigen Cent bis hin zu 10 Euro für hochwertige Waren. Der Branchenschnitt der zahlungsbereiten Spieler liegt bei über 10 %, bei einigen Spielchen greifen aber auch deutlich mehr Nutzer in ihre Geldbörse. Umsatzzahlen gibt Bigpoint nicht bekannt. Die Millionengrenze düfte das Unternehmen aber schon vor Jahren erstmals geknackt haben. Die Übernahme durch GMT und Peacock Equity Fund zeigt, dass Deutschland im speziellen Segment Browsergames eine weltweit führende Rolle einnimmt. Einige Browserspiele können locker mit frühen Konsolenspielen mithalten.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Weiß nicht

    Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten.

  2. Und wieder ein grosser Coup der BigPoint Macher. Auch wenn die Qualität und Spieltiefe der BigPoint Browsergames umstritten ist, an den Manager Qualitäten gibt es nichts auszusetzen.

    beste Grüsse

  3. Meine Kinder spielen auch eine Menge bei Bigpoint und sind wirklich begeistert davon.
    Glückwunsch an alle Beteiligten!

  4. Congrats! Gruss aus Minga! TS

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  6. Jan

    Alexander Hüsing, ich finde es nicht schlecht, wenn Du immer auf erfolgreiche Exits des Investors von Deutsche-Startups “Samwer Brüder” deutlich hinweist.

    Ein ausgeggliches Bild wäre aber journalistisch empefehlenwertst für die Leser.

    Komm mir bitte jetzt nicht bloß mit der “Neid-Keule” vor!!

    Wo bleiben die Artikel über die gescheiterten Startups/Fehlinvestments der Samwer Brüder. Möchte nicht ins Detail gehen und alle Namen hier erwähnennen, nur ein Bsp. , die vor kurzem von der Rocket Internet GmbH aus Berlin gekauft wurde, die wiederum den Samwern Brüdern gehört.

    Es wirft ein schlechtes Bild auf DS, wenn DS nur für die Veherrlichung von den Samwern Brüdern verwendet wird.

  7. @ Jan

    Um über etwas zu berichten, muss ich erst einmal davon erfahren. Ich kann alle unsere Leser immer wieder nur dazu auffordern uns mit guten und schlechten Nachrichten aus der Webszene zu versorgen.



  8. Weiß nicht

    Die Samwers machen einfach sehr gute Arbeit und das ist es vollkommen legitim das auch zu sagen. Selbst wenn sie auch Fehler machen, sind sie wohl einer der besten.
    Es ist journalistisch ganz normal, dass man bestimmte Personen hochlobt.
    Wenn anderen Investoren mit gewissen Charakter auch so erfolgreich wären, würde Alexander sicherlich genau so über sie schreiben.
    Lies doch mal die WiWo oder Manager-Magazin, es gibt eben manchmal gewisse “Lieblinge” und über diese schreibt man positiv.
    Warren Buffet wird auch in den Himmel gelobt, auch wenn er viele Fehlinvestitionen gemacht hat.

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  16. Roodi

    Mich wundert es das Heiko Hubertz es wirklich schafft
    BP an den Mann zu bringen,
    Ich spiele BP Games schon seit E-Sports Zeiten,
    der Service wird immer schlechter,
    in den Games die BP nicht mehr genug Geld bringen
    werden Supporter abgezogen und Bugs nicht behoben.
    Die Kulanz bei Problemen ist 0 und man braucht rund um die Uhr mehrere Stunden um an den Telefonsupport zu kommen, der auch noch keine Ahnung der Games hat.
    Über 4 Wochen Wartezeit für die Beantwortung der E-Mails
    muss man auch locker in Kauf nehmen.
    Ich hoffe das wird sich in Zukunft ändern

    Greetz Roodi

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  18. spieler bei seaifight

    herzlichen glückwunsch hr hubertz zu einem geschätzen privatvermögen von etwa 2 mio euro.

    und das browser game SEAFIGHT bleibt das ziehpferd bigpoints, gerade weil es eine so starke community hat, die jedoch nicht jeden entwicklungsschritt ihres spiels als postiv sieht…

  19. Das ist mal ne Hausmarke! Browserspiel-Publisher Bigpoint hat den Besitzer gewechselt: Für 70 Millionen Euro übernimmt NBC Universal sämtliche

  20. 70 Millionen für die Seite? Wow, Respekt und ich dachte Studivz sei schon überteuert gewesen o.O

  21. Respekt ! Alles gute für die Zukunft 1



  22. Thomasa

    Wow echt klasse!

  23. Bigpoint ist schon eine große Hausnummer wundert mich immer wieder wie die so übernommen werden konnten… :)

  24. Mich wundert das nicht , Kohle regiert . Ist auch hier so

  25. Also ein gelungenes Projekt muss man dazu sagen. Und den Preis finde ich angemessen.

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  27. Seotech

    Geld regiert die Welt und Google das Internet :-)

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