deals.de verabschiedet sich

Die Schnäppchen-Community deals.de (www.deals.de) sollte die neue Attraktion aus Freiburg werden. Aus diesem Vorhaben wurde nichts. Die Social-Commerce-Plattform auf der die Mitglieder “aktuelle Schnäppchen und Kuriositäten, egal ob aus dem Internetshop oder einem […]

Die Schnäppchen-Community deals.de (www.deals.de) sollte die neue Attraktion aus Freiburg werden. Aus diesem Vorhaben wurde nichts. Die Social-Commerce-Plattform auf der die Mitglieder “aktuelle Schnäppchen und Kuriositäten, egal ob aus dem Internetshop oder einem Tante-Emma Laden um die Ecke” finden konnten, ist schon wieder Geschichte. Das Insolvenzverfahren wurde bereits eröffnet. Betrieben wurde deals.de von der nml – new media labs GmbH. Hinter dem Unternehmen steckten Ruben Welsch, Gründer des Online-Vermarkters mediasquares, rapidsoft und ein ungenannter “namhafter Investor aus der europäischen Internetbranche”.

Im Sommer des vergangenen Jahres stiegen zudem Beuschel-Menze und Frohmut Menze, die Gründer des AOL-Verlages (Bücher, Hefte und Selbstlernkarteien für den Schulunterricht), bei deals.de ein. Einige Zeit war die Website komplett offline, nun prangt wenigstens ein Verkaufsschild auf der Seite. Besitzer der Domain ist Marco Pe, Geschäftsführer der Agentur Artikel 8. Neben der Schnäppchen-Community wollten die nml-Partner die Plattform tipps.de, einen Dienst über den Lehrer ihre “Erfahrungen aus der eigenen Unterrichtspraxis weitergegeben” sollen, aufbauen. Über die Hintergründe der Insolvenz wollen die Beteiligten nicht sprechen. Welsch teilte lediglich mit, dass er aus diversen Gründen ausgeschieden sei.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. biernot

    Gibt es eurer Meinung nach zur Zeit vermehrt Insolvenzverfahren welche die Gründungsstimmung drücken könnten?



  2. Mark

    ….ich glaube, es gibt nicht mehr oder weniger Insolvenzen als sonst auch aber manche Geschäftsmodelle generieren einfach nicht genügen Umsatz bzw. Gewinn – trotz namhaften Investoren oder “Finanzspritzen”. Und dann ist eben schnell die Lust raus….

    Gruß
    Mark

  3. Hi, ich habe schon den Eindruck, dass sich in der Summe die Meldungen in Richtung Insolvenz, Verkauf usw. von Web 2.0-Plattformen häufen. Würde mich auch nicht wundern, wenn bald einige Liveshopping-Dienste aufgeben müssten.
    Allerdings denke ich, dass es durchaus ein normaler Prozess ist. Denn im “realen” Leben gibt es ja auch ständige Wechsel bei Ladengeschäften usw. Wieso sollten die Gesetze der Marktwirtschaft im Internet nicht gelten?

    Bin gespannt, wie es weiter geht
    LG Martin

  4. Da werden sicherlich noch einige folgen, sind ja wirklich die allerwenigsten die gewinnbringend laufen und wenn dann irgendwann keiner mehr Lust hat Geld reinzupumpen ist der Ofen halt aus.
    Aber das Geld ist ja nicht weg, hat halt jetzt nur jemand anders ;)

  5. Diesen Spruch verwende ich auch gerne! Natürlich wird es auch künftig Insolvenzen geben, einfach weil einige Konzepte (doch) nicht funktionieren. Für mich aber ein ganz normaler Prozess.

  6. Es wird sicher noch mehr Insolvenz-Meldungen geben. Der einfache Grund: Vor zwei, drei Jahren hat der Gründungs-Boom begonnen, jetzt erwischt es die ersten (finanzierten) Firmen aus den frühen Tagen, sowie schlecht bzw. nicht finanzierte Firmen aus der nahen Vergangenheit.

    Das ist nicht unbedingt ein Zeichen des Platzens einer zweiten Dotcom-Blase, sondern der realistische Ablauf von Start-Ups. (Die meisten werden kein Erfolg – so läuft das in recht vielen Branchen.)

  7. Eine Top-Quelle für (negative) Insider, Insolvenzen etc. ist die altbekannte Dotcomtod-Seite die jetzt unter. Ist manchmal ein schöner Kontrast zu deutsche-startups :-)

  8. Eigentlich arbeite ich ja genau in diesem Bereich und doch war mir deals.de gar nicht bekannt. Wo haben die denn groß investiert, dass die schon Insolvenz gegangen sein können? :D

  9. vielleicht in das gehalt des geschäftsführers? :-)



  10. Michael

    Zum Glück kann setzt sich nicht jede blöde Idee durch.
    Sowas muss man doch schon vor dem Start wissen.

  11. Vielleicht hat auch einer der Gesellschafter einfach zu viel Geld aus der Gmbh rausgezogen… ;-)

    lg Bernd

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