Gastbeitrag: Florian Huber über “Gute Namen, schlechte Namen”
Nein, “Gute Namen, schlechte Namen” ist keine eine neue TV-Soap und auch keine neue, pastellfarbige Namens-Community, sondern ein Beitrag, der sich mit der Frage beschäftigt, wie man als Startup-Unternehmer einen “guten” (Domain-)Namen für sein neues Projekt findet.
Am Anfang steht die Suche nach einem (noch) verfügbaren Domain-Namen. Vor dem Hintergrund, dass weltweit mittlerweile mehr als 153 Millionen Domains registriert sind, nicht gerade ein einfaches Unterfangen. Alleine unter der deutschen Domain-Endung .de sind bereits rund 12 Million Adressen vergeben. Soweit die schlechte Nachricht – die gute Nachricht ist, dass nach einer aktuellen Studie der Domain-Handelsbörse sedo mehr als 50 % aller Domain-Namen gar nicht wirklich genutzt werden. Die Inhaber dieser Domains versuchen, durch Domain-Parking und den Verkauf der Domains, Geld zu verdienen. Führer wurden diese Leute als “Grabber” beschimpft, heute nennt man sie “Domain Investors” oder noch schicker “Domain Asset Managers”. Für den Startup-Unternehmer ist das zumindest die Chance, doch noch an die Wunsch-Domain zu gelangen. Meiner Erfahrung nach lassen sich hierbei schon im Preissegment zwischen 1.000 und 3.000 Euro recht brauchbare Namen finden – siehe aktueller Domain-Preisspiegel.
Doch zurück zur eigentlichen Wahl des Namens. Am Anfang steht eine Grundsatzentscheidung: Soll es eher ein beschreibender Name sein (z.B. hotel.de, lastminute.com, myspace.com), ein neues Kunstwort (z.B. abacho.de, eBay, Google) oder irgendwie eine Mischung aus beidem (z.B. DocMorris, immobilienscout24.de)? Die Marketing-Theorie streitet über die Frage, was für den Online-Bereich besser ist (vgl. hierzu nur Ries/Ries: Die 11 unumstößlichen Gesetze des Internet-Branding).
Beides hat seine Vor- und Nachteile und die Praxis zeigt: Grundsätzlich man kann mit jeder Kategorie von Namen erfolgreich sein. Dennoch sollte man bei der Wahl eines Domain-Namens ein paar Grundregeln beachten, um nicht von vornherein Schiffbruch zu erleiden.
Regel 1: Kürze, Kürze, Kürze
Bei Immobilien kennt jeder die drei L: Lage, Lage, Lage. Auf Domains übertragen, ergeben sich die drei K, nämlich: Kürze, Kürze, Kürze. Im Regelfall gilt: Je kürzer ein Domain-Name, desto besser. muesli.de ist besser als muesli-online.de, muesli-online.de wiederum besser als muesli-online-selbermixen.de.
Regel 2: Machen Sie den Anrufbeantworter-Test
Sprechen Sie Ihren Wunschnamen auf den Anrufbeantworter Ihrer Bekannten. Sagen Sie den Domain-Namen nur einmal, ohne Wiederholungen und ohne ihn zu buchstabieren. Wenn Ihre Bekannten Ihre Website damit im ersten Anlauf finden, ist das schon mal ein guter Anfang, also ein Domain-Name, den Sie in die engere Wahl ziehen sollten. Abschreckende Beispiele in diesem Zusammenhang sind Domains wie kijiji.de (Kleinanzeigen-Marktplatz). Da hilft meistens nur, etwas ähnliches bei Google einzutippen und auf das Meinten-Sie-Feature zu vertrauen. Eine Website, die nur über diesen Umweg via Google gefunden werden kann – nicht gerade eine gute Idee.
Regel 3: Nur Top-Level-Domains mit gutem Image
Sie planen, die Welt mit einer neuen Dating-Community zu beglücken und Ihre Wunschdomain dating.de ist schon vergeben? Sie kommen deshalb auf die Idee, auf eine andere Domain-Endung (TLD) auszuweichen, also zum Beispiel dating.ws oder dating.cx? Hier sollten Sie vorsichtig sein, denn auch in der virtuellen Welt gibt es die Top-City-Lagen und die Hinterhöfe in der Provinz. Und unter exotischen Domain-Endungen wie .ws, .cx oder .vu finden sich eher die Briefkastenfirmen der Online-Welt. Also: konzentrieren Sie sich bei Ihrer Suche nach einer Domain ausschließlich auf Domain-Endungen mit gutem, seriösem Image wie zum Beispiel .de, .com, .info oder auch .eu.
Regel 4: Registrieren Sie verschiedene Varianten
Stellen Sie sich vor, Sie sind Gründer der Reise-Community tripsbytips.de. Typisch wären hier folgende Tippfehler: tripsbytipps.de, tripbytipps.de, tripbytips.de tripsbytricks.de, tipsbytrips.de, tripsbytrips.de, tricksbuytrips.de, trips-by-tips.de, usw. Also: in vielen Fällen ist es sinnvoll, auch gleich die verschiedenen Schreibweisen und typischen Tippfehler des Domain-Namens zu registrieren.
Regel 5: Juristische Fallstricke beachten
Bei juristischen Konflikten in Zusammenhang mit Domains sind Streitwerte um 50.000 Euro keine Seltenheit. Selbst eine einfache wettbewerbsrechtliche Abmahnung durch einen Anwalt kann schnell mit über 500 Euro zu Buche schlagen. Gerade im Spannungsfeld zwischen Unternehmensnamen, Marken, Werktiteln und Domains kann man schnell in raue See geraten. Auch hier gibt es paar Faustregeln, um zumindest die schlimmsten Fehler zu vermeiden. Mehr dazu auf domain-recht.de.
Nach diesen einfachen Grundregeln noch mal ein Blick auf ein paar konkrete Domain-Namen. Meine Einschätzungen beziehen sich dabei ausschließlich auf den (Domain-)Namen an sich und nicht auf die Frage, was von der Idee, dem Unternehmen ansonsten zu halten ist.
Kategorie Reise-Community
* gut: cosmotourist.de (Funktioniert international, klingt nach weiter Welt)
* weniger gut: globalzoo.de (Klingt englisch ausgesprochen noch ganz nett, auf deutsch wird es unfreiwillig komisch, die .com-Adresse leitet auf sedo Parking Page)
Kategorie Business-Community
* gut: xing.com (Gesprochen cross-ing, kurz, prägnant, funktioniert weltweit)
* weniger gut: businesslive.de (Zu beschreibend, kaum Unterscheidungskraft, Kombination aus zwei Allerwelts-Wörtern, Domain businesslife.de anderweitig vergeben)
Kategorie TV/Video
* gut: mytv.de (Kurz und prägnant)
* weniger gut: gogooroo.com (Einfach zu viele Os, die naheliegende Vertipper-Domain goGuru.com ist anderweitig vergeben, goGuru.de ist noch nicht registriert)
Kategorie Shopping
* gut: billiger.de (Schlicht und einfach, der Name ist Programm, keine weiteren Fragen, funktioniert natürlich nur im deutschsprachigen Raum)
* weniger gut: iliketotallyloveit.com (Ich hab die Idee hinter diesem Namen noch nicht durchschaut, Domain itotallyloveit.com führt zu anderem Anbieter)
Kategorie Jobs
* gut: monster.de (Kraftvoll, kurz und prägnant, ungewöhnlich, bleibt hängen, erregt Aufmerksamkeit, funktioniert international)
* weniger gut: weejobs.de (Tippfehleranfällig: wejobs, wiejobs, wirjobs, v-jobs, w-jobs)
Kategorie Nachfrage-Portale
* gut: askerus.de (Deutsch-ausgesprochene Endung –us im Internet-Umfeld eher ungewöhnlich, deshalb auffällig und unterscheidungskräftig, Vorsilbe ask deutet zumindest das Thema an)
* weniger gut: demandr.de (Für englisch-affine Nutzer noch ganz nettes Wortspiel, für alle anderen eher schwer verständlich, demander.de und demander.com leiten auf Parking Pages)
Kategorie Immobilien
* gut: mynesto.de (Klingt interessant, weckt Assoziationen zu Nest und Nestbau, Namen ist merk-würdig, also würdig, gemerkt zu werden, meinesto.de leitet aber auf Parking Page)
* weniger gut: nuroa.de (Schwierig auszusprechen, zu viele harte Vokale, keine Assoziationen mit den positiv besetzen Begriffen wie Eigentum, Wohnen, Immobilie. Klingt eher nach einer Südsee-Insel, auf der Atomwaffen getestet werden)
Diese Einschätzungen sind natürlich subjektiv und manch einer mag gänzlich anderer Meinung sein. Dennoch glaube ich, dass man durch die Beispiele zumindest ein gewisses Gefühl bekommt, welcher Name in welcher Branche bei einer bestimmten Zielgruppe funktionieren könnte und welcher nicht.
Und wie vieles, ist auch das “Naming” gewissen Trends und Moden unterworfen: Hatten zu Beginn der New Economy noch viele Startups ein vorangestelltes e- oder ein hinten angehängtes -24, so muss seit dem Erfolg von Google und Yahoo möglichst oft der Buchstabe O vorkommen. Und neuerdings lässt man einfach wieder ein paar Buchstaben weg (z.B. Flickr statt Flicker). Letztlich kann man mit jedem Namen erfolgreich sein: Die Wahl des richtigen Namens ist nur ein Baustein von vielen für den unternehmerischen Erfolg.
Zum Schluss noch dies: Muss man wirklichen jeden (schönen) Namen mit dem Zusatz Beta verunstalten? Das mag vielleicht in den Ohren von web-zwei-null-affinen Usern recht cool klingen, für den durchschnittlichen Internet-Nutzer (auch die soll es da draußen noch geben), klingt es einfach nach unausgereift und fehlerhaft. Etwas, das nur Beta ist sollte man seinen Kunden erst gar nicht zumuten. Man stelle sich vor, Volkswagen würde ein neues Auto Golf Beta nennen und ohne funktionierende Bremsen ausliefern.
Zur Person
Florian Huber, 34 Jahre, ist Wirtschaftsjurist und Gründer sowie Vorstandschef des Domain-Registrars united-domains AG (www.united-domains.de). Huber gründete das Unternehmen 2000 mit drei Studienkollegen. Zuvor studierte er Jura an der Universität Bayreuth. Huber lebt mit seiner Familie in Leutstetten (Starnberg) bei München.
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Es ist widersprüchlich, was Florian Huber von United Domains in einem Gastbeitrag über gute und schlechte Domainnamen schreibt: »* gut: xing.com (Gesprochen cross-ing, kurz, prägnant, funktioniert weltweit)«. Mal davon abge…
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sehr schöner Beitrag
weitere hilfreiche Informationen gibts in auf http://www.consultdomain.de
Kommentar von Bernd — 26. März 2008 @ 08:23
xing = chross-ing. wow, habe ich noch nie gehört. wie kann man den namen dann als gut bezeichnen? ist es nicht eher das gegenteil: gut gedacht aber schlecht gemacht/kommuniziert?
für mich ist xing [ksing] und ich wäre nur verwundert wenn mich jemand auf [chross-ing] ansprechen würde…
Kommentar von danielsson — 26. März 2008 @ 09:19
… immerhin werden wir wahrgenommen, vielen Dank ;o) ansonsten sehr interessanter Beitrag!
Kommentar von Stephan Brinkmann — 26. März 2008 @ 09:34
Prima, ausser die Werbung für die unmoralischen Strassendealer von Sedo- obwohl ich “Domain Asser Managers” durchaus als Ironie gelesen habe
Kommentar von Johnny D — 26. März 2008 @ 09:49
Schöner Beitrag!
Wir haben diesen Vertipper/Verschreiber bereits bei zwei Menschen “live” beobachten können…
Übrigens: meinesto.de gehört uns auch – muss nur noch weitergeleitet werden
Kommentar von Iskender — 26. März 2008 @ 10:00
Sehr guter und verständlicher Beitrag. Interessante Aspekte und einfache Regeln, die man sich schnell merken und beachten kann!
Kommentar von Natalya — 26. März 2008 @ 10:18
Befindet sich gerade im Umbau, aber auch ganz interessant in diesem Zusammenhang:
http://startupnames.de/individual.html
Kommentar von mambodance — 26. März 2008 @ 10:20
Ich hab mal eine kurze Zwischenfrage zu Regel 3:
Leidet Herr Huber hier unter “Branchenblindheit”? Ich vermute mal (vielleicht kann das ja jemand be- oder widerlegen), dass der Otto-08/15 User nicht zwischen .de Domains und .cx .ws oder was auch immer differenziert.
Und ich persönlich sehe .eu oder .info kein Stück besser an als .de oder .com – 2 cents anyone?
Kommentar von Detlef Veipert — 26. März 2008 @ 10:30
Natürlich ist de und com besser! Der User gibt im Zweifelsfall erst de ein, dann com. Erst danach folgen net, info, eu und Konsorten.
Kommentar von mambodance — 26. März 2008 @ 10:36
Hmm, habe ich ein Deja-Vu? Mir ist so, als hätte ich das alles schonmal gelesen?!
Kommentar von Steffen — 26. März 2008 @ 11:00
de und com sind Otto-Normal-Nutzer bekannt und geläufig. .vu, .ws, aber auch .eu oder .info sind nicht im allgemeinen Bewußtsein. Und die Erfahrung zeigt, dass gerade die .vu u.ä. Adressen selten professionell und gar nicht so selten wenig seriös sind.
Um im Immobilienbild zu bleiben: Das sind halt die Schmuddelbezirke, da kann auch mal nen guter Laden sein aber eigentlich würde man doch eher in die Innenstadtlagen ziehen.
My 2 cents
Kommentar von Sharif T. — 26. März 2008 @ 11:20
Mein Favorit ist die TLD .name Noch nie (n-i-e) habe ich so eine bei einer Privatperson in Verwendung gesehen. Ansonsten gebe ich dem Herrn Huber meistenteils Recht, wenngleich ich das ganze Domain-Parking-Geschäft unsauber, ja unseriös finde.
Ich warte übrigens auf das Startup, das sich tatsächlich noch/wieder traut mit einem “cyber-” anzutreten. (Das wär doch was für mycornflakes.com. Die hatten ja auch so ein herzerweichendes 95er Design.)
Kommentar von Pass — 26. März 2008 @ 11:23
Gutes Interview. Wobei ich keinen kenne der zu “Xing” “Crossing” sagt. Sprechen doch alle aus, sowie es geschrieben wird.
Kommentar von Maik — 26. März 2008 @ 11:45
“gut: xing.com (Gesprochen cross-ing, kurz, prägnant, funktioniert weltweit)”
Das wusste ich (und glaub ich sonst auch fast niemand) nicht.
Ob das dann wirklich so gut funktioniert?
Kommentar von egghat — 26. März 2008 @ 12:17
Gute Tipps, sollte jeder berücksichtigen…
Kommentar von Julian — 26. März 2008 @ 12:22
sag ich doch! Crossing, darauf muss man ersteinmal kommen. Das war sicherlich kein Grund warum Xing so erfolgreich wurde.
Ich finde Xing auch viel schöner als Crossing
Kommentar von Maik — 26. März 2008 @ 12:33
Ich hab noch nie was von Crossing gehört, gelesen oder sonst was. Das muß aber nix heissen…
In meinem Umkreis sind sehr sehr viele bei Xing. Keiner davon hat je was anderes dazu gesagt als Xing.
Wenn Lars und seine Frau tatsächlich wollten, dass Xing Cross-ing heisst, dann hat da was nicht geklappt.
Xing als “Ksing” ist jedoch ein gut gelungener Kunstname. Bei mir vorher keine Assoziationen mit sonstwas. Also gut neu zu besetzen.
Lasst das mit dem Cross-Dingsbums. Was sagt der Franzose oder Spanier dazu? Cross-ing? Doch nicht wirklich. Oder will da jemand gucken, wie man im Web über Blogs Gerüchte streut?
Ansonsten fasst der Artikel die Punkte, die man irgendwie im Hinterkopf eh schon wusste, gut zusammen. Für so manchen Web-Profi aber doch noch eine kleine Herausforderung (kijijijij-was?)
Kommentar von Satya Singh — 26. März 2008 @ 12:33
Der Name xing ist wirklich nicht schlecht. Im englischsprachigen Raum wird man wohl Crossing sagen, in Deutschland wohl eher Xing (zumindest meine Erfahrung).
Aber man kommt trotzdem direkt auf die Seite und weiß wie es geschrieben wird – es wird wohl “niemand” ksing schreiben
Kommentar von Peter R. — 26. März 2008 @ 12:42
Ich sag nur: quipe äh ne, kipe, ne quype, oder doch kyppe ???
Kommentar von John — 26. März 2008 @ 12:48
Cross-ing wird so ausschließlich im (us)-englischspracigen Raum gesprochen. Im deutschen kenne ich auch keinen, der das so sprechen würde
Aber Crossing will ja international sein…
Kommentar von Chris — 26. März 2008 @ 12:50
Das Problem bei Xing ist doch mehr, dass wenn man tatsächlich Crossing sagt der Anrufbeantwortertest, den Florian Huber vorschlägt ganz schief läuft, denn crossing.de und crossing.com haben mit Xing nicht viel zu tun. Also spreche ich doch auf den AB “Ksing mit X vorne”
Kommentar von Sharif T. — 26. März 2008 @ 12:51
Wird Xing denn wirklich ‘cross-ing’ ausgesprochen? Bin mir da nicht so sicher… lerne aber gern dazu. Vielleicht kann ein Xinger aushelfen?
Kommentar von F. Scott Woods — 26. März 2008 @ 13:05
also ich habe es nie so genannt. aber ein kollege von mir nennt es gern mal so.
Kommentar von Sharif T. — 26. März 2008 @ 13:10
Sehr guter Beitrag, mit plausiblen Erklärungen und Beispielen. Ich will gerne die Gelegenheit nutzen, um folgende Domains anzubieten, die zum Verkauf stehen. Hatte Sie vor einer ganzen Weile registriert, aber nichts draus gemacht:
Tier-handlung.de
Tierhandlung.de
Tiere-handel.de
Tierehandel.de
Tierhandel.de
Kommentar von Coskun Tuna — 26. März 2008 @ 13:13
Lieber Herr Huber,
ihr Vergleich mit dem Volkswagen und dem Beta hinkt gewaltig… ich hoffe, dass Sie das auch selber so sehen. Wenn Webseiten erst online gestellt würden, wenn Sie komplett fehlerfrei wären, inbesondere wenn es kein transaktionsbasiertes Geschäft ist, gäbe es wahrscheinlich viele Startups gar nicht. Wichtiger ist eine kurze Zeit bis zum Launch und die komplette Werbestrategie. Und wenn man mit dem Beta, alpha, Teta oder Ginger zeigen will, dass man im Aufbau ist, dann find ich das vollkommen legitim..
Kommentar von Peter — 26. März 2008 @ 13:17
Ich kenne auch nur wenige Menschen, die in Deutschland Crossing sagen. Meist macht es bei mir dann auch erst nach wenigen Sekunden Klick und ich weiß wovon die Rede ist. Ich sage auch immer Xing.
Kommentar von Alexander Hüsing — 26. März 2008 @ 13:18
@Steffen
mir kam es auch total bekannt vor. Ich glaube auf forderland oder iwb wurde das schon mal in einer ähnlichen version released
Kommentar von Vincent Nicolai — 26. März 2008 @ 14:13
@ Steffen & Vincent Nicolai
Florian Huber hat über das Thema in der Tat auch schon an anderer Stelle geschrieben. Wir fanden das Thema aber so interessant, dass wir es unseren Lesern nicht vorenthalten wollten. Überschneidungen lassen sich dabei leider nicht vermeiden.
Kommentar von Alexander Hüsing — 26. März 2008 @ 14:26
Gute Domainnamen sind in unserem Business Gold wert! Punkt 2 – nur nach Hörensagen eintippen können und am besten einen Nutzen damit verbinden finde ich auch am wichtigsten und ich teste das auch immer wieder mal mit fremden Leuten und so haben wir schon so manchen Namen wieder verworfen
.
In Sachen Reisecommunities muss ich aber einbringen, dass das Feld abgegrast und wirklich jede nur einigermaßen annehmbare Domain lange weg ist. Travello haben wir auch schon seit 1999 registriert und auch da wars auch ein Gluecksgriff. Der Name merkt sich gut und meistens wird auch sofort das Thema Reisen assoziiert.
Kommentar von Doreen — 26. März 2008 @ 14:52
@peter
ich empfinde das anders.
Alpha, beta oder theta (bitte mit h) sind doch total albern. Entweder Du hast ein funktionierendes Produkt und stellst Dich damit dem Markt oder halt nicht.
Jedes Unternehmen entwickelt ständig Produkte weiter, aber wer will schon eine Schokolade “Milka epsilon 3.5″ kaufen?
Das ist doch nur noch was für möchtegern web2nuller oder Leute, die ein unreifes Produkt auf den Markt werden und sich hinter beta verstecken, die Zeit als das lustig war ist vorbei..
studivz gamma 2.0 – muss man dazu noch was sagen..?
Kommentar von rudi — 26. März 2008 @ 14:57
Warum so viele Spekulationen über die Aussprache von Xing? In einem Interview im Manager Magazin hat der liebe Lars Hinrichs doch erzählt, dass es keine Regel für die Aussprache gibt:
http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,441067,00.html
Kommentar von gesus — 26. März 2008 @ 15:03
@Detlef: Domains mit .de, .eu oder .com Endung erzielen bessere Ergebnisse bei Suchmaschinen als .ws, .cx oder .vu. Schon aus diesem Grund sind sie vorzuziehen.
Kommentar von Torsten — 26. März 2008 @ 15:25
Guter Artikel. Ich bevorzuge eigentlich auch immer die .com variante vor allen anderen tlds.
Kommentar von Ford — 26. März 2008 @ 15:52
@Alexander
natürlich – war auch keineswegs negativ gemeint. ist super-interessant …
beste grüße
Kommentar von Vincent Nicolai — 26. März 2008 @ 16:07
Sehr interessanter Beitrag. Gerne mehr von sowas, Alex.
Kommentar von Philipp — 26. März 2008 @ 16:52
@ Philipp
Wir wollen künftig immer mal wieder Gastautoren die Chance geben, ihre Sicht der Dinge zu veröffentlichen. Wer sich dazu berufen fühlt, kann sich gerne mal bei uns melden.
Kommentar von Alexander Hüsing — 26. März 2008 @ 17:53
Interessant der Verweis auf Ries/Ries. Deren Buch zum “Internet” wird zwar gerne verrissen aber ich halte sie denncoh für lesens- und hörenswert.
Eines der Ries-Bücher hat mich bewogen, meinen “nom de guerre” nicht nur auszusuchen, sondern auch marken-, d.h. patentrechtlich sichern zu lassen. Ist vllt. auch eine Empfehung für Andere: nicht nur “schönen Namen” ausdenken und die Domain sichern, sondern auch schauen, ob man markenrechtlichern Schutz bekommen kann.
Kommentar von derherold — 26. März 2008 @ 19:16
Noch ein kleine Anmerkung zum Thema “Alpha, Beta, Gamma,…”:
Die ganze Diskussion ob das nun “schick” ist seine Webseite mit diesen Zusätzen zu versehen ist m.E. nach sowieso hinfällig.
Warum?
Fragt doch einfach mal den durchschnittlichen Internetbenutzer, was das “Beta” bedeuten soll.
Mit etwas Glück bekommt man noch die Antwort: “Ein griechischer Buchstabe” aber die Antwort: “Das bedeutet, dass die Software sich noch im Entwicklungsstadium befindet” bekommt man mit ziemlicher Sicherheit nicht.
Genauso gut kann man unter sein Logo auf “Frabbelwabbelhubbeldubbel” Schreiben, sagt dem Bescher genauso viel: nämlich nix.
Grüße
Bastian
Kommentar von Bastian Nutzinger — 28. März 2008 @ 17:10
Crossing? Nie gehört…
).
Der letzte Satz ist zwar ganz amüsant, meiner Meinung nach aber etwas an der Realität vorbei. Es geht ja nicht darum eine halbfertige Version zu präsentieren, sondern dem User nur zu signalisieren, dass er noch mehr zu erwarten hat und dies noch nicht das fertige Produkt ist. Großer Fan bin ich davon aber auch nicht, es gibt auch noch andere Wege das zu kommunizieren (abgesehen von teilweise erscheinenden Quelltexten
Und zudem kann es etwas dezenter ausfallen, da kann ich jedenfalls zustimmen.
Lg,
Stefan
Kommentar von Stefan — 28. April 2008 @ 22:32
Zur Xing-Diskussion:
Es scheint kaum Leute zu geben, die es “Shing” aussprechen. Obwohl ich es für plausibel halte, dass der Name der auch in China aktiv genutzte Community chinesisch ist. Xing (gesprochen: Shing) heißt entweder “es ist möglich” oder “mit Nachnamen heißen”.
Kommentar von Adrian Lauben — 29. April 2008 @ 10:19
Hallo.
Ich weiß nun nicht wer wie lange bei Xing dabei ist. Ich für meinen Teil bin schon zu “openBC” Zeiten dabei gewesen und damals gab es ein Videotrailer in dem der neue Name angekündigt wurde. In diesem Video war nur von crossing die Rede, gleichwohl ich es auch als [ksing] ausspreche. Der Hinweis auf die Chinesische Sprache ist unsinn, da das Unternehmen nicht aus China kommt. Dennoch ist es wohl ein Glücksgriff gewesen, dass die chinesische Aussprache auch gleich eine so passende Bedeutung hat. Oder haben damals die Berater gute Recherchearbeit geleistet und dies bewusst einkalkuliert??!!?? Wer weiss
Kommentar von Tobias — 30. April 2008 @ 21:56
Also in Amerika wird jede Kreuzung mit xing also crossing angekündigt und ist deshalb auch nichts spektakuläres. Für unseren Sprachgebrauch finde ich die Domain aber genial!
Kommentar von blogstone — 19. Mai 2008 @ 23:05
Danke für den Beitrag … um der KKK-Regel aber einmal zu widersprechen: ich habe mich bei meinem Projekt http://www.fussballgucken.info bewusst darauf eingelassen, einen Dienst anzubieten, der in der URL bereits das Versprechen enthält – von der Suchmaschinenrelvanz ganz abgesehen. Es ist ein Programmführer für Live-Fußball in den deutschsprachigen Medien (TV, Internet und Radio). Ein weiterführendes Feature ist ein Location-Finder für Fußballkneipen, Stadien und Public Viewing. Ich habe den Dienst bewusst nicht SOCCR.NET genannt, um nicht in die 0815-Web-X.0-Ecke gestellt zu werden. War das nun ein strategischer Fehler?
Kommentar von Andreas Haderlein — 27. Juli 2008 @ 12:55
XING findet man zumindest in den USA ständig auf Verkehrsschildern.
“PED XING” zum Beispiel für “Pedestrians Crossing” = Fußgänger queren die Straße = Zebrastreifen
Kommentar von Markus — 19. November 2008 @ 17:12
Askerus ist nicht so gut – auf Spanisch hört sich wie “asqueroso” an (Eckelhaft)
Kommentar von Matias — 03. Februar 2009 @ 12:20
Ich will mal auch, wie viele hier, auf dem Domainnamen xing rumreiten.
Egal wie der nun ausgesprochen wird: Bei Regel 2 würde der doch durchfallen wenn man den Namen absolut nicht kennt oder? (crossing.de?, ksing.de? ixing?)
Was sind denn dann Ihre Regeln wert? Einmal hü einmal hott, ja was denn nun?
Kommentar von Joern Krueger — 09. Februar 2009 @ 14:49
Die Xing Crossing Geschichte war schon bekannt. Bei mir im Bekanntenkreis wird das auch öfter verwendet. Ist also kein Gerücht.
Kommentar von Alex — 10. März 2009 @ 16:33
Also wer heute noch was reißen will braucht einen guten Kunstnamen… ansonsten Google makes it.
Nach ca. 2 – 3 Monaten ist mein rel. hoher Suchabfragehäufigkeit “Online Brand”!
… bedeutet dass das meinten Sie “xyz Name/Begriff” kommt wegkommt.
Kommentar von weblike — 03. Juni 2009 @ 05:10