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Arculus, Y42, Vay und Co. – auf diese deutschen Startups steht Atomico

Der Londoner Geldgeber Atomico investierte bereits 2011 in das Berliner Startup 6Wunderkinder. Seitdem sind in Deutschland etliche weitere spannende Investments hinzugekommen - etwa Arculus, Omio, Scoutbee, Y42 und Vay.
Arculus, Y42, Vay und Co. – auf diese deutschen Startups steht Atomico
Mittwoch, 3. November 2021VonAlexander Hüsing

Der englische Geldgeber Atomico, hinter dem insbesondere Skype-Gründer Niklas Zennström steckt, verwaltet ein Gesamtvermögen von 4,7 Milliarden US-Dollar. In Deutschland ist Atomico, das in der Vergangenheit in Firmen wie Stripe, Supercell und Klarna investierte, schon längere Zeit auf der Suche nach spannenden Investments. Bereits 2011 investierte Atomico in 6Wunderkinder. Seitdem sind etliche weitere Investments hinzugekommen – zuletzt etwa Y42, Arculus und VayHier das gesamte Portfolio von Atomico in Deutschland.

Die Investments von Atomico in Deutschland

Arculus
Das Unternehmen Arculus aus Ingolstadt, das 2016 von Fabian Rusitschka gegründet wurde, ist im Segment modulare Produktion unterwegs. Im Grunde geht es darum, die Fließbandfertigung zu verbessern – etwa durch Software, aber auch Hardware. Atomico investierte im Sommer 2020 gemeinsam mit dem Visionaries Club und La Famiglia 16 Millionen Euro in Arculus.

Automation Hero
Das von Stefan Groschupf gegründete deutsch-amerikanische Startup Automation Hero, früher als SalesHero bekannt, wird von Atomico, dem chinesischen Tech-Konzern Baidu und dem Berliner Geldgeber Cherry Ventures unterstützt. Automation Hero bietet etwa eine Plattform zur Automatisierung von Geschäftsprozessen an.

Infarm
Das Unternehmen Infarm, das 2013 in Berlin von Osnat Michaeli und den Brüdern Erez und Guy Galonska gegründet wurde, entwickelt ein “intelligentes modulares Farming-System”. Atomico, Hanaco Ventures, und Co. investierten zuletzt weitere 100 Millionen US-Dollar in in das junge Berliner Unternehmen.

Lilium
Der Lufttaxi-Hersteller Lilium wurde 2015 von Daniel Wiegand, Sebastian Born, Patrick Nathen und Matthias Meiner gegründet. Zu den Investoren der Jungfirma gehörten in der Vergangenheit Atomico, Tencent, die LGT Group und Freigeist Capital. Im Frühjahr 2021 ging Lilium via SPAC an die Börse.

Mondoo
Das deutsch-amerikanische Cyber-Security-Startup Mondoo, das 2020 von Dominik Richter, Soo Choi-Andrews und Christoph Hartmann gegründet wurde, möchte Unternehmen dabei helfen, Sicherheitslücken ausfindig machen soll – und zwar so früh und präzise wie möglich.

Omio
Über das Berliner Grownup Omio können Nutzer Bahn-, Bus- sowie Flugtickets vergleichen und auch buchen. Temasek, Kinnevik, Goldman Sachs, NEA und Kleiner Perkins investierten zuletzt 100 Millionen US-Dollar in das Travel-Startup. Zuvor pumpten Investoren fast 300 Millionen Dollar in Omio.

Scoutbee
Das Unternehmen Scoutbee, das 2015 von Gregor Stühler, Lee Galbraith, Christian Heinrich und Fabian Heinrich gegründet wurde, erleichtert mit seiner KI-basierten Technologie die Lieferantensuche im strategischen Einkauf. Atomico, Lakestar und Co. investierten zuletzt 60 Millionen US-Dollar in die Jungfirma.

Y42
Die Jungfirma Y42, die  2020 von Hung Dang gegründet wurde beschreibt sich so: “y42 is a no-code business intelligence platform for loading, cleaning, connecting, visualizing and sharing data”. Insight Partners und Atomico investieren zuletzt 31 Millionen US-Dollar in Y42.

Vay
Das junge Mobility-Startup Vay, zuvor unter dem Firmennamen Ree Technology bekannt, setzt auf das Trendthema autonomes Fahren. Die Berliner, die Atomico und Creandum an Bord haben, schreiben dazu: “Unique about Vay is its teledrive-first approach to autonomous driving”. 

Bonus: Über den Atomico Angel Fund ist der Geldgeber zudem bei Actio und Beelinguapp an Bord. In Österreich unterstützt Atomico das Startup Bitmovin. In der Schweiz ist der Kapitalgeber bei BeekeeperScandit und Teralytics an Bord.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.