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Über 50 Gründer:innen, die es noch einmal wissen wollen

Nach dem Exit ist vor der nächsten Gründung! Immer mehr Gründer:innen werden zu Wiederholungstäter:innen und gründen erneut. Die Investorinnen und Investoren im Lande stehen auf die Seriengründer:innen und investieren gerne in die neuen Projekte der Zweit- oder Drittgründer.
Über 50 Gründer:innen, die es noch einmal wissen wollen
Mittwoch, 8. September 2021VonAlexander Hüsing

Immer mehr Gründerinnen und Gründer wagen es noch einmal und gründen nach dem Ausstieg aus ihrem vorherigen Startup erneut ein Unternehmen. Bodychange-Gründer Fredrik Harkort etwa startet derzeit mit Cleverly wieder durch. Die Soundcloud-Macher Alexander Ljung und Eric Quidenus sind bereits seit einigen Monaten mit Dance unterwegs. Getnow-Gründer Marc Funk setzt nun auf FrontNow und Seriengründer Heiko Hubertz (Bigpoint und Co.) gründete gerade Oxolo. 

Die Investorinnen und Investoren im Lande stehen auf Seriengründer:innen und investieren gerne in die Projekte der Wiederholungstäter. Die Dance-Gründer etwa konnten schon ganz früh den den Berliner Kapitalgeber BlueYard überzeugen. Kurz drauf investierte dann HV Capital 15 Millionen Euro in das Mobility-Startup. Der Berliner Geldgeber Cherry Ventures und der June Fund investierten zudem bereits sehr früh rund 4 Millionen Euro in das Startup Aware, das von den beiden EyeEm-Gründern Florian Meissner und Ramzi Rizk gegründet wurde.

Hier nun über 45 Gründer:innen, die es noch einmal wissen wollen und erneut ein Startup gegründet haben.

Acapela
Das Berliner Unternehmen Acapela, das vom Dubsmash-Gründer Roland Grenke und Heiki Riesenkampf, zuletzt Google, gegründet wurde, entwickelt eine asynchrone Meeting-Plattform. Über die Plattform sollen Unternehmen flexibler als per Videobotschaft und persönlicher als per Slack kommunizieren können.

Actio
Hinter Actio stecken Lieferheld-Macher Nikita Fahrenholz und Daniel Stahlkopf, früher Director Product Management bei Delivery Hero. Bei Actio geht es um eine “Plattform zur Unterstützung der körperlichen und geistigen Gesundheit”.

Aware
Das Berliner Startup Aware. das von den beiden EyeEm-Gründern Florian Meissner und Ramzi Rizk gegründet wurde, kümmert sich um die “Entwicklung einer mobilen App zur Auswertung von Gesundheitsdaten (einschließlich aber nicht beschränkt auf Blutwerte) und zur Erforschung chronischer Krankheiten”. Konkret geht es zunächst aber um Blutests im Abo-Modell

BetterTogether
Das Berliner Startup BetterTogether das vom EyeEm-Gründer Lorenz Aschoff und Keatz-Gründer Dimitrio Ploutarchos gegründet wurde, entwickelt derzeit eine Software im Segment “Gesundheit sowie der Persönlichkeitsentwicklung”. Konkret geht es um Paartherapien.

Charles
Hinter Charles verbirgt sich eine Conversational-Commerce-as-a-Service-Software für Händler und Konsumgütermarken. Das Unternehmen aus Berlin, das von Artjem Weissbeck (Kapten & Son) und Andreas Tussing (McKinsey) gegründet wurde, ermöglicht es Marken ihre Produkte über WhatsApp und andere Chat-Apps anzubieten.

Cleverly 
Das junge Berliner Startup Cleverly kümmert sich um Online-Nachhilfe. Bei Cleverly werden Schüler:innen dabei “nicht nur von den besten Tutoren, sondern auch von Cleverly-Mentoren ganzheitlich unterstützt”. Hinter der Jungfirma stecken unter anderem Investor Björn Jopen und Bodychange-Gründer Fredrik Harkort.

Dance
Hinter Dance stecken die bekannten Startupper Alexander Ljung und Eric Quidenus-Wahlforss (beide Soundcloud) sowie Jimdo-Macher Christian Springub. Hinter Dance verbirgt sich ein Subscription-Service für E-Bikes. Die Berliner versprechen ein “All-inclusive Servicepaket ohne jegliche Vorabkosten”. 

delisch food
Das junge Unternehmen delisch food aus Berlin liefert “100% biozertifizierte Gerichte direkt an die Haustür”. Hinter dem Startup, das auf das Ghost Kitchen-Prinzip setzt, stecken insbesondere Greentech Festival-Initiator Marco Voigt und PIN-Gründer Bernhard Klapproth.

Dixxer
Hinter Dixxer verbirgt sich ein “virales Netzwerk für Meinungen”. Das Startup wurde von Seriengründer Coskun Tuna und Nurhan Tuna gegründet. “User können auf Dixxer Umfragen erstellen und in andere Netzwerke und/oder mit ihren Kontakten teilen”, teilen die Macher zum Konzept mit.

Fanzone
Das Berliner Startup Fanzone setzt auf digitale Sammelkarten. Das Schlagwort lautet dabei Non-Fungible Tokens (NFT). Die Nutzer:innen können ihre Karten sammeln und handeln, sowie an Fantasy Sports Challenges teilnehmen. Hinter der Jungfirma steckt unter anderem Seriengründer Dirk Weyel.

FlowFox
Das Hamburger Startup FlowFox, hinter der unter anderem Seriengründer Patrick Pehmöller steckt, positioniert sich als “All-in-one Import Automation Platform”. Die Jungfirma möchte vor allem Reedereien helfen, “manuelle Arbeitszeit und unnötige Kosten zu sparen” und damit zusätzliche Umsatzkanäle ermöglichen.

Frequenz 
Die Sociomantic-Gründer Thomas Nicolai, Lars Kirchhoff und Thomas Brandhoff, die ihr Unternehmen 2014 für rund 200 Millionen an Tesco verkauft haben, meldeten sich im vergangenen Jahr mit Frequenz zurück. Das Startup positioniert sich als “Energy-as-a-Service Platform”.

FrontNow
Das Berliner Startup FrontNow, das von Getnow-Gründer Marc Funk, FMCG-Unternehmer Bernhard Lihotzky und Cedric May, ehemals CTO von DailyDeal, gegründet wurde, positioniert sich als B2B-Plattform, “die nahtlos Lieferanten mit Einzelhändlern verbindet”. 

Future Stories
Das Hamburger Startup Future Stories möchte “Plastikmüll aus allen Badezimmern verbannen”. Dafür setzen die Hanseaten auf Duschgel und Handseife aus Pulver, das jeder Zuhause anrühren kann. Gegründet wurde die Jungfirma von etepetete-Gründer Carsten Wille, Mark Lübcke und Martina Ponath.

Grid
Hinter Grid verbirgt sich eine “App für den Ticketverkauf, digitale Bestellungen und Payment”. Auf der Website des Düsseldorfer Startups heißt es: “Unser Ziel ist es, das Nachtleben und die Eventbranche zu digitalisieren und aufzuwerten”. Hinter dem Startup steckt insbesondere trivago-Gründer Rolf Schrömgens. Zum Team gehören zudem Valentin Yeo und Max Gansow.

Industrial Technology and Witchcraft
eWings- und Mister Spex-Gründer Thilo Hardt setzt mit Industrial Technology and Witchcraft nun auf das Thema Games. “Not any games, but games kids will remember their entire life”, schreibt der Berliner Seriengründer zum Konzept seiner neuen Unternehmung.

Mayd
Das Berliner Mayd positioniert sich als eine Art Gorillas-Konzept für Arzneimittel und Drogerieartikel. Hinter dem Unternehmen stecken die beiden McMakler-Gründer Hanno Heintzenberg und Lukas Pieczonka. 468 Capital investierte bereits vor dem Start in die Jungfirma.

mercanis
Mit mercanis möchten scoutbee-Gründer Fabian Heinrich und Moritz Weiermann (zuletzt Director Of Operations, scoutbee) eine “neue Art Dienstleistungen zu kaufen” zu etablieren. Our cutting-edge tool enables customers to source services in a smart, efficient, and compliant manner”, teilt das Berliner Startup mit.

Numi
Die beiden Dafiti-Gründer Philipp Povel und Malte Huffmann arbeiten derzeit in Berlin an Numi, einem neuen FinTech. “Es könnte sich um ein sogenanntes ‘Buy now Pay later’-Modell handeln, heißt es aus informierten Kreisen”, schrieb FinanceFWD kürzlich zum Konzept.

Oxolo
Das Hamburger Startup Oxolo, das insbesondere vom Seriengründer Heiko Hubertz vorangetrieben wird, positioniert sich als “Entertainment AI Plattform”. Dazu schreibt die Jungfirma: “We are virtualizing specific people by creating AI-powered chatbot avatars indistinguishable from reality and ready to engage and communicate”.

P4 Markets
Hinter P4 Markets steckt insbesondere Kolibrishop-Gründer Sascha Coldewey. Das Startup “bringt Marken oder Produkte auf die besten Marktplätze der Welt”. P4 Markets kümmert sich dabei um das Erstellen von Inhalten und Bildern, die Logistik- und Versandabwicklung sowie das Produktmanagement.

Priceloop
Priceloop, das vom Contorion-Gründer Richard Schwenke und Dat Tran gegründet wurde, positioniert sich als Software zur Optimierung von Verkaufspreisen. “Priceloop helps e-commerce and retail companies to be more successful by using data-driven pricing decisions”, heißt es in der Selbstbeschreibung der Jungfirma.

Qubit5
Die Goodgame-Gründer Christian und Kai Wawrzinek, die 2017 einen Millionenexit hingelegt haben, starten mit Qubit5 noch einmal durch. In der Selbstbeschreibung heißt es: “At Qubit5 we want to shape the new era of the Internet – a decentralized web with portable AI, machine-to-machine communication and decentralized transactions that will revolutionize our lives. Initially we will constantly create new ideas and build MVPs. In the second phase we will further evolve these products into relevant, high-impact businesses”.

re:cap
Das Berliner Startup re:cap, das von Paul Becker und Jonas Tebbe, die zuvor den Vermögensverwalter Liqid aufgebaut haben, positioniert sich ähnlich wie das Vorbild Pipe als “digitale Marktplatzlösung zur Finanzierung von Unternehmen mit regelmäßigen, wiederkehrenden Einnahmeströmen (Recurring Revenues)”.

Ritzi
Ritzi aus Bad Honnef positioniert sich als “Live-Shopping-Marketplace für Jeden”. Mit dem jungen Startup, das vom Seriengründer Kai Stubbe gegründet wurde, können Händler und Marken ihren “ganz eigenen und professionellen Verkaufskanal kreieren”.

Roatel
Das junge Düsseldorfer Unternehmen Roatel setzt auf Containerhotels entlang von Autobahnen. Ins Leben gerufen wurde das Hotel-Startup von Ralf-Peter Kals und Christian Theisen, die zuvor den Briefdienstleister First Mail gegründet und verkauft haben.

Sastrify
Die Kölner Jungfirma Sastrify, die 2020 von Maximilian Messing und Sven Lackinger, beide früher evopark, gegründet wurde, unterstützt Unternehmen beim Kauf und der Verwaltung von Softwarelösungen. Investoren wie HV Capital, TS Ventures, also Tim Schumacher, Discovery Ventures und Christian Gaiser investierten bereits in das Unternehmen.

Soulside
Soulside positioniert sich als “weltweit erste 3D-Social-Media-App”. Zum Konzept heißt es weiter: “Das bedeutet, dass unsere Nutzer ihre eigenen 3D-Räume erschaffen, in denen sie sich selbst entdecken und ausdrücken können”. Hinter dem Startup steckt vor allem DefShop-Gründer Alexander Büchler.

talentbay
nfon-Gründer Marcus Otto, Investor Michael Wenglein und Ex-Monster-Europachef Marc-Irmisch-Petit setzen mit talentbay auf eine Recruiting-Plattform, die Studierende und Unternehmen zusammenbringen soll. “talentbay findet den passenden Match zwischen Fachabteilung und High-Potential”, teilt das Startup mit.

Truckerdata.io
Die Jungfirma Truckerdata.io bündelt die für Berufskraftfahrer:innen wichtigen und relevanten Daten – etwa Daten zu Tank- und Rastplätzen, Reinigungsanlagen, Werkstätten sowie Informationen zu Verladern in einer App. Hinter dem Startup steckt insbesondere Sixtyone Minutes-Gründer Michael Gnamm.

Unosecur
Bei unosecur aus Berlin dreht sich alles um Cloud Security und Cloud-Berechtigungslücken. “Eliminate cloud permissions gap and maintain continuous security across multi-cloud environments and SaaS platforms”, schreiben die Gründer Santhosh Jayaprakash (Ankercloud-Gründer) und Wesam Iwas.

Vation 
Das junge Kölner Startup Vation positioniert sich als “persönlicher digitaler Gesundheitscoach”. Das Startup, das von Marik Hermann, Tobias Weiper, die schon evopark ins Leben gerufen haben, und Marius Klages gegründet wurde, liegt mit diesem Konzept irgendwo zwischen Personal Training und Fitness-App.

Valyria
Das Berliner PropTech Valyria, das insbesondere von Robin Behlau, Gründer von Käuferportal (inzwischen als Aroundhome bekannt) vorangetrieben wird, kümmert sich um den Kauf und Verkauf von Mehrfamilienhäusern. Valyria kombiniert dabei “die neueste Technologie mit Expertise”.

wajve
Mit wajve setzen Bastian Krautwald und David Meyer, die beiden Gründer des erfolgreichen Unternehmens DeineStudienfinanzierung, nun auf eine Finanzapp, die sich an die Generation Z richtet. Das neue Smartphone-Bank soll dabei “Banking, Beratung und Bildung in einer App bündeln”.

weflow
Hinter dem Berliner Startup weflow stecken Janis Zech (unter anderem Fyber) und Henrik Basten, in der Vergangenheit CTO bei Exactag und Fyber. Die Jungfirma, bisher als Supercam bekannt, positioniert sich als “smart meeting assistant that helps sales professionals save time, improve performance and close more deals”.

Wellfair
Mit Wellfair baut Kreditech- und Finiata-Gründer Sebastian Diemer derzeit eine Wett-Firma für alle denkbaren Themen (Wetter, Kurse bzw. Wahlergebnisse) auf. Auf der Website heißt es zum Projekt: “A market place for the future. Like sports betting meeting wikipedia meeting bitcoin”.

wisemarkt
Der bekannte und erfolgreiche momox-Gründer Christian Wegner arbeitet gemeinsam mit den beiden Mitstreitern Gordon Eckert und Nadja Kahlert an Wisemarkt, einem neuen Re-Commerce-Startup. Der Slogan der Berliner lautet dabei: “Ankauf per App Zum Festpreis. Ohne warten”.

Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.