#Hintergrund Ein Startup, das Musik spürbar macht

Das Potsdamer Startup Feelbelt will “die Wahrnehmung von Sound und Audiosignalen komplett revolutionieren”. Ab Mai wird der Feelbelt über Kickstarter - mit der Zielgruppe Gamer und Musikliebhaber - verkauft. Die Brandenburger setzen aber auch auf B2B.
Ein Startup, das Musik spürbar macht

Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen Feelbelt. Das Potsdamer Startup, das 2019 von Benjamin Heese und Felix Weiß gegründet wurde, will “die Wahrnehmung von Sound und Audiosignalen komplett revolutionieren”. Das Wearable des Startups kann jeder direkt auf der Kleidung tragen. Der Gürtel überträgt dann Impulse synchron zur Musik auf den Körper.

“Wir alle lieben Musik, Filme und Computerspiele und sind gleichzeitig überzeugt, dass die Weiterentwicklung von Audiosystemen wie Boxen oder Kopfhörern vom Zielpublikum kaum noch wahrgenommen wird. Mit der Einführung des MP3-Formats werden sogar hohe und tiefe Frequenzen aus Audiodateien ‘abgeschnitten’, um Speicherplatz zu sparen und die breite Masse merkt keinen Unterschied. Daher kamen wir zu dem Entschluss, dass wir der Audiowelt eine neue Dimension hinzufügen müssen, um die Wirkung dauerhaft und nachhaltig zu steigern – jederzeit und überall. Das war die Geburtsstunde von Feelbelt”, sagt Mitgründer Heese.

Der noch junge Kapitalgeber JJE Invest, hinter dem unter anderem Julian Sixtus steckt, glaubt bereits an das Konzept und investierte kürzlich in das junge MediaTech-Unternehmen, das derzeit im  Filmpark Babelsberg im MediaTechHub Lab residiert. Ab Mai wird der Feelbelt über Kickstarter – mit der Zielgruppe Gamer und Musikliebhaber – verkauft. Die Brandenburger setzen aber auch auf B2B. Hierbei will das Unternehmen seine “patentierte Technik der Automobilindustrie, der Filmindustrie sowie der VR-Industrie zur Verfügung” stellen. Zu guter Letzt sehen die Feelbelt-Macher noch Chancen im E-Health-Markt. “Dort fokussieren wir vor allem den Musiktherapie- und Meditationssektor. Hier wollen wir jedoch noch mehr wissenschaftlichen Kontext liefern und arbeiten derzeit das Thema neurowissenschaftlich auf”, sagt Heese.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.