#Hintergrund Ein Startup, das Wurmkuren an Tierbesitzer verschickt

"Unsere Vision ist es, als digitaler Tierarzt erste Anlaufstelle für Tiergesundheit zu werden", sagt Felix Rölleck, Mitgründer von vetevo. Bundesweit bekannt wurde das junge Startup 2019 durch einen Autritt bei der Vox-Show "Die Höhle der Löwen".
Ein Startup, das Wurmkuren an Tierbesitzer verschickt

Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen vetevo. Das 2016 von Mareile Wölwer und Felix Rölleck gegründete Startup positioniert sich als Anlaufstelle zum Thema Gesundheit von Tieren. “Tierbesitzer dabei zu unterstützen, sich auch jenseits von Tierarztpraxis & Co um die Gesundheit ihrer Tiere zu kümmern, ist eines der wichtigsten Dinge, die wir tun können, um die Gesundheit von Haustieren zu verbessern”, erklärt Gründerin Wölwer das Konzept hinter dem Startup.

“Unsere Vision ist es, als digitaler Tierarzt erste Anlaufstelle für Tiergesundheit zu werden”, ergänzt Mitgründer Röllecke. Derzeit konzentriert sich die Jungfirma auf wiederkehrende Gesundheitsthemen wie etwa die Entwurmung von Hunden, Katzen und Pferden. Dazu entwickelte vetevo Testkits, die Nutzer bestellen können. Die Testkits werden anschließend im vetevo-Labor ausgewertet. “Das passende Entwurmungsmittel kann anschließend basierend auf Befund und Gesundheitsprofil des Tieres richtig dosiert über vetevo bezogen werden”, teilt das Startup mit.

Die Idee zu vetevo entstand aus persönlichen Gründen. Gründerin Wölwer ist auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern groß geworden. “Sie haben 350 Rinder, Hunde, Katzen und Pferde. Wie wichtig ein einfaches und verständliches Gesundheitsmanagement der Tiere ist, merkte sie 2014, als ihre Mutter an Leukämie erkrankt ist. Von heute auf morgen ist sie neben dem Studium eingesprungen, und hat dafür gesorgt, dass sie die Gesundheit der Tiere im Blick hat und diese auch gesund bleiben.”

Bundesweit bekannt wurde das Startup 2019 durch einen Auftritt bei der Vox-Show “Die Höhle der Löwen”. Einen Deal bekam das vetevo-Team, beide WHU-Abolsventen, damals allerdings nicht. Die HGDF Familienholding, ein weiteres nicht genanntes Family Office, die IBB Beteiligungsgesellschaft und einige Business Angel investierten dann aber eine siebenstellige Summe in das Berliner Unternehmen. Die IBB Beteiligungsgesellschaft und Co. investieren zuvor eine sechsstellige Summe in das Startup. Bis Ende 2018 flossen insgesamt 1,3 Millionen Euro in vetevo.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.