#Interview Zwei Gründer wollen Löwen anlocken und Einbrecher vertreiben #DHDL

Hinter HomeShadows verbirgt sich ein Gerät, das vor Einbrechern schützen soll. Mittels einer speziellen Technologie werden Schatten-Bewegungen im Raum simuliert, die den Eindruck erwecken sollen, dass jemand zu Hause ist.
Zwei Gründer wollen Löwen anlocken und Einbrecher vertreiben #DHDL

Auch in der sechsten Staffel der VOX-Erfolgsshow “Die Höhle der Löwen” wittert die Jury wieder fette Beute. Vor die Löwenrunde treten in der zehnten Folge der sechsten Staffel unter anderem Gerd Wolfinger und Roland Huber, die Gründer von HomeShadows. Dahinter verbirgt sich ein Gerät, das vor Einbrechern schützen soll. Mittels einer speziellen Technologie werden Schatten-Bewegungen im Raum simuliert, die den Eindruck erwecken sollen, dass jemand zu Hause ist. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Mitgründer Huber HomeShadows einmal ganz genau vor

Welches Problem wollt ihr mit HomeShadows lösen?
Wir wollen das Problem lösen, dass Häuser und Wohnungen bei Dunkelheit unbewohnt aussehen, wenn die Bewohner und Bewohnerinnen außer Haus sind. Wenn man es schafft, Einbrecher schon vor dem Einbruch durch simulierte Anwesenheit von Personen zu verunsichern, dann könnten Einbrüche reduziert werden. Damit ersparen sich die Besitzer auch die psychischen Folgen, mit denen man nach einem Einbruch unweigerlich zu kämpfen hat.

Wie ist die Idee zu HomeShadows entstanden?
Wir sind seit etwa 25 Jahren eng befreundet und haben seit zehn Jahren immer wieder darüber gesprochen, gemeinsam ein neues Produkt zu erfinden und dann auf den Markt zu bringen. Vor circa vier Jahren hat Gerd erkannt, dass es noch kein Produkt am Markt gibt, das Anwesenheit direkt simulieren kann. Nach einem ersten HomeShadows-Prototypen und vielen positiven Reaktionen darauf haben wir dann über die Realisierung des Projekts gesprochen. 2018 haben wir schließlich unsere Firma gegründet, um HomeShadows auf den Markt zu bringen.

Wo steht HomeShadows in einem Jahr?
Wo es stehen wird, wissen wir nicht. Wo es stehen soll, dazu haben wir klare Vorstellungen. Unser unternehmerisches Ziel ist es, HomeShadows möglichst vielen Menschen verfügbar zu machen und damit eine globale Marke aufzubauen. In einem Jahr werden wir aufgrund des hoffentlich breiten Markteintritts im deutschsprachigen Raum bereits zahlreiche Marktresonanzen erhalten und Erfahrungen gewonnen haben. Bis dahin sollte uns auch aufgrund des dann bereits bestehenden Track-Records der Markteintritt in zahlreichen anderen Märkten gelungen sein. Großes Ziel ist neben den anderen europäischen Märkten auch der sicherheitstechnisch große US-Markt.

Warum habt ihr euch entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?
Es gibt viele Hürden am Weg bis zum erfolgreichen Verkauf. Die finanzielle Hürde ist wahrscheinlich immer die größte. Investiert man wenig, kann man nur geringe Stückzahlen produzieren und das Produkt wird zu teuer. Investiert man viel, dann hat man ein großes finanzielles Risiko. Wir haben HomeShadows aus eigener Kraft und ohne externe Finanzierungen zur Serienreife gebracht und auch bereits über unsere eigene Homepage verkaufen können. Jetzt war es an der Zeit einen Gang hochzuschalten und einen erfahrenen, gut vernetzten und finanzkräftigen Partner zu finden, um HomeShadows einem breiten Publikum zu einem wesentlich attraktiveren Preis anbieten zu können. Dafür bietet „Die Höhle der Löwen“ unserer Ansicht nach die besten Voraussetzungen. Wenn man es schafft, in die engere Auswahl von „Die Höhle der Löwen“ zu gelangen und dann auch noch einen guten Pitch durchführt, dann ist dies eine Riesenchance, seine Idee in aller Munde zu bringen. Mit „Die Höhle der Löwen“ kann man sein Produkt einem Millionenpublikum präsentieren und hat damit exzellente Chancen, dieses erfolgreich im Markt zu platzieren. Man sieht zuerst anhand des Pitches die Reaktionen der potentiellen Investoren und nach Ausstrahlung der Sendung in sehr kurzer Zeit wie die mediale Welt und der Markt die Idee bzw. das Produkt aufnimmt. Normalerweise ist dies nur mit hohem Kapitaleinsatz und Werbeaufwand über Jahre hinweg möglich. Mit „Die Höhle der Löwen“ kann dies unmittelbar gelingen.

Wie nervös wart ihr kurz vor eurem TV-Pitch?
Nervös ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Wir waren aufgeregt und voller Spannung, ob wir die Idee auch wirklich gut präsentieren können. Wir waren gut vorbereitet und trotzdem bleibt immer die spannende Frage: „Können wir die Löwen von der Idee überzeugen?“

Euer Tipp an andere Gründer, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Bereitet euch vor und lernt die „Löwen“ in den vielen bisherigen Folgen kennen. Die „Löwen“ sind auch nur Menschen. Versucht sie von eurem Produkt zu überzeugen und bleibt in jedem Fall „ihr selbst“. Wenn ihr versucht euch zu verstellen kommt das nicht gut rüber. Und hey: Habt Spaß daran – an den Auftritt erinnert ihr euch euer ganzes Leben lang zurück und werdet stolz darauf sein, euch in „Die Höhle der Löwen“ gewagt zu haben und nicht gefressen worden zu sein. Egal wie es ausgeht: Ihr habt es gewagt und das Leben geht danach weiter. Wisst ihr, was viel schlimmer ist als zu scheitern? Es nicht einmal probiert zu haben.

Lesetipp: “Die Höhle der Löwen” – Deals (2019), “Die Höhle der Löwen” – Deals (2018), “Die Höhle der Löwen – Deals (2017)“, Die Höhle der Löwen – Deals (2016)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2015)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2014)“. Für mehr Spaß vor der Glotze am besten unser “‘Die Höhle der Löwen’– Bullshit-Bingo” herunterladen.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik

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Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer