#Interview So wandelt sich Crowdfox zum B2B-Player

"Bereits heute erleben wir ein großes Interesse seitens der Konzerne und Großunternehmen für das geschlossene Vergleichsportal Crowdfox Professional. Diese positive Resonanz liegt auch daran, dass unser Produkt weltweit einzigartig ist", sagt Crowdfox-Macher Wolfgang Lang.
So wandelt sich Crowdfox zum B2B-Player

Das Kölner Startup Crowdfox setzt immer mehr auf das lukrative B2B-Segment. Nun startete das junge Unternehmen, das als Shoppingclub startete, Crowdfox Professional. “Mit Crowdfox Professional haben wir das erste Vergleichsportal für Großunternehmen geschaffen. Damit sparen diese im Einkauf – vor allem durch den Preis-Leistungs-Vergleich, Joint-Procurement und E-Tendering. Lieferanten geben wir die Möglichkeit, direkt bei Konzernen und den größten Unternehmen gelistet zu werden. Das ist einmalig und war vorher schlicht nicht möglich. Mit Crowdfox Professional gewinnen beide Seiten – Händler wie Konzerne”, sagt Crowdfox-Macher Wolfgang Lang zum neuen Ableger. Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de stellt er Crowdfox Professional einmal ganz genau vor.

Bei Crowdfox Professional geht es darum, den Einkauf von Großunternehmen digitalisieren. Wie passt das zum bisherigen Crowdfox-Konzept?
Alle drei Crowdfox-Systeme basieren auf dem gleichen Joint-Procurement-Konzept. Mit Crowdfox Professional haben wir eine individualisierbare Lösung geschaffen, die sich an Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 200 Millionen Euro richtet. Als erstes Echtzeit-Vergleichsportal für Großunternehmen bietet Crowdfox diesen Kunden bis zu 27 % Ersparnis im Einkauf an. Durch eine tiefe Procure-to-Pay-Integration können die Nutzer in Echtzeit mehr als 100 Millionen Artikelangebote miteinander vergleichen. Dabei wird das Angebot durch Product Matching auf die individuellen Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnitten. Von Crowdfox Professional profitieren auch Lieferanten, denn ohne zeitaufwendige Ausschreibungen erschließt sich ihnen ein riesiges Marktpotenzial bei DAX-Konzernen und anderen Großunternehmen. Unserer Portal ist somit eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Wie wichtig ist ein Realtime-Preisvergleich tatsächlich für die Szene. Die meisten DAX-Konzerne und Großunternehmen sind ja nicht gerade wegen ihrer Geschwindigkeit bekannt?
Was aber eine einfache Ursache hat: DAX-Konzernen und Großunternehmen fehlte bisher technisch, und aus Gründen von Prozesskosten, die Möglichkeit, Angebote von Lieferanten zu vergleichen und einem transparenten Preis-Leistungs-Vergleich zu unterziehen. Bisherige Kataloge nutzen bei ihrer Produktkennzeichnung unterschiedliche SKUs oder MPNs. Ein Vergleich ist somit kaum oder nur unter erheblichem Aufwand machbar. Hier setzen wir an und vereinheitlichen mit der Unique Trade Item Number – UTIN – die Identifikationsmerkmale. Damit können Einkaufsprozesse in großen Unternehmen deutlich beschleunigt werden. Ein weiterer Vorteil von Crowdfox Professional: der Kunde kann seine Bestellung direkt innerhalb des unternehmenseigenen Systems tätigen. Dank des effizienten Ein-Kreditor-Modells können unsere Kunden ihre Prozesskosten deutlich senken. Und schließlich sinkt mit unserer Produktlösung die Maverick Buying Quote, also die eigenmächtige Bestellung von Materialien und Dienstleistungen ohne Einbezug des Einkaufs.

Wo steht Crowdfox in einem Jahr?
Bereits heute erleben wir ein großes Interesse seitens der Konzerne und Großunternehmen für das geschlossene Vergleichsportal Crowdfox Professional. Diese positive Resonanz liegt auch daran, dass unser Produkt weltweit einzigartig ist. So konnte Crowdfox bereits 40 namhafte DAX-Konzerne und Großunternehmen als Kunden gewinnen. In den letzten Monaten haben zudem über 400 Großunternehmen Interesse an dem neuen Echtzeit-Vergleichsportal crowdfox.pro gezeigt. Das stimmt uns sehr positiv für das nächste Jahr.

Kölle is e jeföhl – #Köln


In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit über 650 Start-ups, 25 Gründerzentren, attraktiven Investoren und zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt vom Digital Hub Cologne und der Stadt Köln.

Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.