Daniel Krahn im Interview Urlaubsguru fliegt weg – Betriebsausflug im XXL-Format

"Früher, als sich im Ruhrgebiet alles um Kohle und Stahl drehte, waren es große Maschinen, die das Wirtschaftswunder möglich gemacht haben. Trotzdem haben die alten Ruhrbarone an ihre Belegschaft gedacht. Fairness gehört hier in Westfalen wohl einfach dazu", sagt Daniel Krahn von Urlaubsguru.
Urlaubsguru fliegt weg – Betriebsausflug im XXL-Format

Es klingt wie ein Aprilscherz, ist aber keiner! Das junge Unternehmen Urlaubsguru reist mit fast allen seiner 180 Mitarbeitern nach Las Vegas. In insgesamt drei Maschinen geht es an diesem Mittwoch am von Frankfurt über San Francisco, New York oder Washington in die Wüste Nevadas. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Mitgründer Daniel Krahn über diesen “Betriebsausflug im XXL-Format”.

Die Urlaubsguru-Crew reist für eine Woche quasi geschlossen nach Las Vegas. Warum spendiert ihr euren Mitarbeitern einen solchen Trip?
Weil wir sie glücklich machen wollen. Es ist doch kein Geheimnis, dass Menschen, die gerne zur Arbeit kommen, besser arbeiten.

Ihr seid also richtige Gutmenschen?
Früher, als sich im Ruhrgebiet alles um Kohle und Stahl drehte, waren es große Maschinen, die das Wirtschaftswunder möglich gemacht haben. Trotzdem haben die alten Ruhrbarone an ihre Belegschaft gedacht. Fairness gehört hier in Westfalen wohl einfach dazu. Weil der unglaubliche Erfolg, den Urlaubsguru und die weiteren Projekte der UNIQ GmbH in den vergangenen Monaten und Jahren hingelegt haben, aber vor allem auf der harten Arbeit unserer engagierten und motivierten Mitarbeiter basiert, wollten wir ihnen etwas zurückgeben.

Andere hätten einfach “Danke” gesagt oder eine Party geschmissen.
Wir wollten nicht nur Danke sagen, sondern Taten sprechen lassen. Mit diesem Betriebsausflug im XXL-Format bedanken wir uns also für das Erreichen von Zielen, die wir uns gesteckt haben.

Fliegt das komplette Unternehmen mit?
Jain, unsere Einladung richtete sich an die komplette Belegschaft, alle, vom Praktikanten bis zur Chefetage sollten und durften mit. Einzige Bedingung war, dass man zum Zeitpunkt der Fahrt – also vom 6. bis 13. September – Mitarbeiter unserer Firma sein musste. Von unseren über 180 Mitarbeitern fliegen mehr als 160 mit. Einige hatten Bedenken vor der langen Reise und es gab auch Leute, die privaten Verpflichtungen nachkommen mussten.

Und wer kümmert sich um die armen Seelen, die im Ruhrgebiet bleiben müssen?
Unser Feelgood Management läuft natürlich weiter. Es ist nicht so, dass dann hier die Steinzeit regiert. In der Vegas-Woche wird aber wohl ohnehin nicht so richtig viel Arbeit anfallen, weil beinahe die ganze Firma nicht da ist. Schon wegen der Zeitverschiebung sind da viele Dinge nur sehr eingeschränkt möglich.

Müssen die Mitarbeiter in Las Vegas zwischendurch auch arbeiten?
Von müssen kann keine Rede sein. Aber wir bloggen natürlich aus Vegas weiter. Wir wollen den treuen Leserinnen und Lesern erzählen, wie’s in der Wüste Nevadas so ist. Derzeit sind dort ja jeden Tag 40 Grad und Sonne satt.

Wie sieht euer Programm vor Ort aus?
Poolpartys, ein Ausflug zum Grand Canyon und der Besuch einer Vorstellung vom Cirque du Soleil stehen an – darüber wird natürlich geschrieben, klar.

Ein Ausflug nach Las Vegas ist auf jeden Fall eine große Nummer. Wie wollt ihr diese Aktion in der Zukunft toppen?
Das wird noch nicht verraten. Sicher wird sich auch in Zukunft nichts an unserer Einstellung ändern, dass wir unsere Mitarbeiter mit verrückten und überraschenden Aktionen glücklich machen wollen. Es wird wohl nicht wieder Vegas werden; aber beispielsweise haben wir in diesem Jahr auch einen Firmen-Feiertag eingeführt. Der Geburtstag von Urlaubsguru.de – unser erfolgreichstes Projekt – ist ab sofort immer arbeitsfrei. 2017 haben wir eine Schifffahrt auf dem Kanal mit Grillparty gemacht. Das ist natürlich nicht mit einer einwöchigen Reise nach Las Vegas für die ganze Firma zu vergleichen. Wie gesagt: Unser Team mit verrückten Aktionen glücklich zu machen, das lohnt sich in jedem Fall und es wird uns wieder gelingen, da bin ich mir sicher.

Hausbesuch bei Urlaubsguru

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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