StriveCDN = Weniger Videokosten “Wir integrieren Zuschauer in den Verteilprozess”

"Aktuell befinden wir uns in der Markteintrittsphase und sind fleißig auf Kundensuche. So wie es schon immer war, ist der Mensch allerdings ein Gewohnheitstier. Der größte Teil der Arbeit geht in den Aufbau von Vertrauen für unsere neue Technologie", sagt Alexander Schäfer, Gründer von StriveCDN.
“Wir integrieren Zuschauer in den Verteilprozess”

“Heute hört ihr zum ersten Mal von StriveCDN. Warum ist das besonders? Neben all den vermeintlich modernen Plattformen, Apps und veganen Smoothie-Verkäufern über die ihr jeden Tag berichtet, ist StriveCDN endlich mal wieder ein Start-Up, welches diesen Titel tatsächlich verdient hat!”, schreibt Alexander Schäfer, Gründer von Strive Media, in einer launigen Mail. Bei so einer gelungenen ersten Kontaktaufnahme berichten wir doch gerne über das Start-up, das sich als “Software zur Optimierung und Verteilung von Live-Streams” positioniert.

“StriveCDN bietet eine echte Verbesserung”

Im Mini-Interview mit deutsche-startps.de spricht Alexander Schäfer, Gründer von StriveCDN, über Flatrates, Qualität und Nutzungspreise.

Welches Problem wollt Ihr mit StriveCDN lösen?
Bisher benötigte jeder, der Videodaten live über das Internet verbreiten wollte, ein sogenanntes Content Delivery Network – CDN. Diese Netzwerke bilden im Internet das Rückgrat für die Übertragung großer Datenmengen. Wer also Live-Streams an große Zuschauergruppen versenden will, kommt nicht um die Nutzung eines CDNs umhin. Man kann sich vorstellen, dass die Nutzungspreise für CDNs extrem hoch sind, denn in diesem Markt existieren keine Flatrates: Es wird pro übertragenem Gigabyte gezahlt! Das heißt: Je mehr Nutzer, desto teurer wird es. Dasselbe gilt für bessere Bildqualität, da die Datenrate höher ist, als bei einer niedrigen Auflösung! Das ist sowohl für Zuschauer als auch für den Content Provider – etwa einen Live-Streamer – schlecht, da Zuschauer eine gute Bildqualität wünschen. Dies ist für den Provider häufig mit enormen Kosten verbunden. Durch StriveCDN kann der Content-Provider nun durch die neuartige webRTC-Technologie seine Zuschauer selbst in den Verteilungsprozess integrieren. Dies erspart dem Content Provider bis zu 90 % seiner CDN-Kosten, während Zuschauer eine extreme Steigerung der Qualität und Stabilität des Streams erhalten.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet StriveCDN ein Erfolg?
Der Unterschied zu den meisten Start-ups beginnt schon dort, dass der Begriff an sich schon nicht mehr passend ist. Ein Start-up im herkömmlichen Sinne sollte durch innovative Technologien, die es vorher noch nicht gab, eine echte Innovation bieten. StriveCDN hat ein neuartiges Geschäftsmodell für einen schon existierenden Markt entwickelt und hat damit eine nie dagewesene Art der Content Delivery eingeführt. StriveCDN bietet durch webRTC eine echte Verbesserung, die keine Nachteile bietet. Unsere Technologie geht einen großen Schritt hin zur Netzneutralität: Wir integrieren Zuschauer von Live-Streams in den Verteilungsprozess. So helfen sich alle Nutzer untereinander, ohne das Kosten für Zuschauer entstehen. Wir garantieren damit eine echte Verbesserung der globalen Infrastruktur, da wir es als erste geschafft haben, bisher brachliegende Ressourcen – Bandbreite – sinnvoll zu nutzen!

Wer sind Eure Konkurrenten?
Der CDN-Markt ist sehr hart umkämpft. Neben großen CDN Anbietern wie Akamai, Fastly oder Level3 ist unser Team natürlich sehr klein. Allerdings benötigen wir weder gigantische Rechenzentren, noch viel Personal. Wir machen uns durch webRTC eine bisher völlig ungenutzte Ressource zum Vorteil. Den Zuschauer selbst. Ähnliche Ansätze wie den unseren gibt es zwar schon. Allerdings ist der Markt relativ dünn besetzt. Insgesamt können wir unsere direkten Konkurrenten an einer Hand abzählen, da die zugrundeliegende Technologie komplex und neu ist. Was uns im direkten Vergleich immer noch besser macht ist vor allem der Sicherheitsaspekt. Bisher öffnete die webRTC-Technologie immer Türen für Angreifer und Hacker, Streaming-Inhalte zu verändern und zum Beispiel Werbung einzublenden. Diesen Angriff nennt man in Fachkreisen auch “Stream-Hijacking”. StriveCDN unterbindet Hijacking vollständig durch die erstmalige Einführung von digitalen Videosignaturen.

Wo steht StriveCDN in einem Jahr?
Aktuell befinden wir uns in der Markteintrittsphase und sind fleißig auf Kundensuche. So wie es schon immer war, ist der Mensch allerdings ein Gewohnheitstier. Der größte Teil der Arbeit geht darum häufig in den Aufbau von Vertrauen für unsere neue Technologie. In einem Jahr ist diese Angst ganz sicher stark zurückgegangen und die Menschen haben erkannt, dass StriveCDN – so wie wir es stets nach außen getragen haben – mindestens besser und niemals schlechter ist. Wir wollen Veränderung durch Verbesserung!

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.