Wäscheservice jonny fresh wäscht immer mehr schmutzige Wäsche

Rund drei Jahre nach dem Start ist jonny fresh gut unterwegs. Angst vor der mächtigen Konkurrenz durch ZipJet und Rocket Internet hat Digital-Wäscherei-Gründer Stefan Michaelis weiter nicht. ZipJet nehme genau wie jonny fresh eine Educator-Funktion ein, von der man gegenseitig profitiert".
jonny fresh wäscht immer mehr schmutzige Wäsche

Seit dem Start im Jahre 2013 ist der Wäscheservice jonny fresh ordentlich gewachsen. Im Gründungsjahr reinigte das Unternehmen insgesamt rund 30.000 Teile. Diese Anzahl wäscht jonny fresh nun pro Monat. Alles in allem, also inklusive Fahrern, wirken derzeit 26 Mitarbeiter für die Jungfirma, die von Kay Kagelmann, Stefan Michaelis und Sebastian Schmidt gegründet wurde und mit finanziellen Dickschiffen wie ZipJet von Rocket Internet konkurriert.

Wobei finanzielle Unterstützung haben die jonny fresh-Macher inzwischen auch. Anfang Mai stieg der Finanzinvestor Dr. Engelhardt, Kaupp, Kiefer Beteiligungsberatung beim Unternehmen ein. Eine siebenstellige Summe floss dabei in den Wäscheservice, der in Berlin, München und Wien unterwegs ist und gerade den Mitbewerber WashNow übernommen hat. Durch die Übernahme sei es dem Unternehmen gelungen, “eine marktdominierende Position in München zu erreichen”. Die Mitarbeiter von WashNow seien außerdem eine perfekte Ergänzung zum bisherigen Team, sagt Mitgründer Michaelis.

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Rund drei Jahre nach dem Start ist jonny fresh somit gut unterwegs. Die Herausforderungen in den einzelnen Städten sind aber alle anders. “Berlin zeichnet sich durch eine enorme Fläche aus, die zu langen Strecken zwischen den Kundenterminen führt und deshalb logistische Herausforderungen mit sich bringt. In München ist die Loyalität der Kunden sehr groß, dafür wird penibler auf Details geachtet. In Wien bekommen wir viel positive Resonanz, da es in der Online-Sphäre derzeit noch wenige vergleichbare Alltagsservices gibt”, berichtet Michaelis.

Angst vor der mächtigen Konkurrenz hat der Digital-Wäscherei-Gründer weiter nicht. “Der Markt ist riesig und die größte Herausforderung für alle Player besteht darin, die Kunden darüber zu informieren, dass es einen Abhol- und Lieferservice für Textilreinigung überhaupt gibt. Hierbei nimmt ZipJet, genau wie wir, eine Educator-Funktion ein, von der man gegenseitig profitiert”. Das alte Sprichwort gilt somit: Konkurrenz belebt das Geschäft. Erst recht in einem Segment, das die Unternehmen erst noch erschaffen müssen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.