"Die richtigen Produkte zur richtigen Zeit" Betterspace – und plötzlich ist die Heizung im Hotel smart

"Im Marktsegment energieeffizienter Lösungen in Verbindung mit smarten Services gibt es neben uns einige kleinere Spieler, die unsere Konkurrenz darstellen: Controme, Contronics und 123SmartEnergy. Jedoch sind wir die einzigen, die sich ausschließlich auf die Hotelbranche fokussieren", sagt Betterspace-Mitgründer Müller.
Betterspace – und plötzlich ist die Heizung im Hotel smart

In Kassel residiert das junge Start-up Betterspace, eine Smart Home-Lösung für Hotels. Das Gründerteam des Start-ups besteht aus Gerhard Weiß, Siwanand Misara, Christopher Müller und Benjamin Köhler. Die Idee zu Betterspace entstand bereits im Jahre 2014, als sich Weiß und Misara am Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) mit dem Thema Energiemanagement in Nichtwohngebäuden beschäftigten.

“Mit better.hotel werden Zimmer vollautomatisch geheizt – und das nur, wenn sie tatsächlich belegt sind. Dadurch werden bis zu 30 % der Heizkosten eingespart. Außerdem wird das nachhaltige Image des Hotels gesteigert und der Gästekomfort wird erhöht” – versprechen die Gründer. Refinanzieren soll sich Betterspace, das vom Frühphaseninvestor KIC InnoEnergy und einen Business Angel unterstützt wird, über ein Lizenzmodell. Für die Verwendung von better.hotel werden pro ausgestattetem Raum Lizenzgebühren fällig.

“Heizkosten werden mit better.hotel drastisch reduziert”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Betterspace-Mitgründer Müller über Heizkosten, Hotelgäste und Heizkörper.

Welches Problem wollen Sie mit Betterspace lösen?
Hotelbetreiber fürchten sich ganz besonders vor einer Sache: Der Heizkostenabrechnung am Ende des Jahres. Zu hohe Heizkosten entstehen, weil Gäste und Hotelpersonal vergessen die Heizung der Zimmer herunterzudrehen, wenn sie es verlassen. Dieses Problem lösen wir mit der better.hotel Heizkörpersteuerung. Mit dieser werden alle Heizkörper im Gebäude vernetzt und Zimmer nur dann geheizt, wenn sie tatsächlich belegt sind. Die Heizkosten der Hotels werden mit better.hotel drastisch reduziert, der Komfort für die Hotelgäste gesteigert und der CO2-Ausstoß verringert.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet Betterspace ein Erfolg?
Hotelbetreiber erwarten Lösungen, die einfach zu handhaben und effizient für das Geschäft sind. Das haben wir früh erkannt, da wir den Hotelier von Anfang an in die Mitte unserer Entwicklung gestellt haben. So haben wir sichergestellt, dass unser Produkt genau auf die Bedürfnisse von Hotelbetreibern zugeschnitten ist und ein echtes Problem löst. Das gleiche Vorgehen werden wir auch bei der zukünftigen Produktentwicklung an den Tag legen, so die richtigen Produkte zur richtigen Zeit liefern und uns am Markt etablieren. Darüber hinaus sind wir davon überzeugt, dass den Geschäftsmodellen im Bereich Energieeffizienz nur in Verbindung mit smarten Services die Zukunft gehört.

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Wer sind Ihre Konkurrenten?
Im relativ neuen Marktsegment energieeffizienter Lösungen in Verbindung mit smarten Services für Hotels gibt es neben uns einige kleinere Spieler, die unsere direkte Konkurrenz darstellen: Controme, Contronics und 123SmartEnergy. Jedoch sind wir die einzigen, die sich ausschließlich auf die Hotelbranche fokussieren um für diese eine optimale Produktpalette zu liefern. Internationale Player wie Siemens und ABB sind mit ihren ganzheitlichen Gebäudeautomationslösungen nur indirekte Konkurrenten, weil diese sich auf multi-Millionen Projekte bei Neubauten fokussieren. Player mit Smart Home Lösungen wie tado, die Telekom oder RWE stellen auch keinen direkten Wettbewerb dar, da die Produkte ausschließlich auf den privaten Gebrauch ausgelegt sind und nicht in großen Gebäuden mit mehreren hundert Räumen anwendbar sind.

Wo steht Betterspace in einem Jahr?
In einem Jahr sind wir der führende Anbieter für intelligente Gebäudeautomationslösungen in der Hotelbranche. Als Partner für innovative und nachhaltige Hotels verfügen wir zu diesem Zeitpunkt über ein ganzheitliches Produktportfolio zur Gebäudeautomatisierung, speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Hotelbranche.

Foto: Green towel on a radiator in a bathroom from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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