Fotos sortieren und verkaufen So befeuert The Roll das Geschäftsmodell von EyeEm

Kurz und knapp geht es bei The Roll um die Organisation und Bewertung von Fotos. Mit dem sogenannten Aesthetic Score, mit denen The Roll bzw. EyeEm alle Fotos bewertet, lässt sich auch das kommerzielle Potential eines Bildes erkennen.
So befeuert The Roll das Geschäftsmodell von EyeEm

Mitte Mai stellte das Berliner Start-up EyeEm mit The Roll eine zweite App vor, die von diversen Testern extrem bejubelt wurde. “The Roll sollte auf keinem iPhone von Fotoenthusiasten fehlen”, schreibt Gründerzeit. Bei t3n gibt es einen Artikel mit dem Titel: “Warum EyeEms neueste Entwicklung ein großer Wurf sein könnte”. Bei Gründerszene heißt es: “Der Test von The Roll zeigt, dass die App ziemlich treffsicher Landschafts-, Essens- und Gegenstandsbilder kategorisiert”.

The Roll ist aber nicht nur eine coole App, sondern – wenn das Konzept aufgeht – auch eine gelungene Erweiterung des Geschäftsmodells von EyeEm. Kurz und knapp geht es bei The Roll um die Organisation und Bewertung von Fotos. Die Anwendung sortiert Aufnahmen dabei thematisch und stattet diese mit Keywords aus. Für die Nutzer ist The Roll kostenlos und wird es auch bleiben. Mit dem sogenannten Aesthetic Score, mit denen The Roll bzw. EyeEm alle Fotos bewertet, lässt sich auch das kommerzielle Potential eines Bildes erkennen.

Mit Hilfe dieser Bewertung kann jeder The Roll-Nutzer dann direkt sehen, ob sich seine Bild über EyeEm gut an Agenturen und Marken verkaufen lässt. EyeEm entwickelte sich in den vergangenen Jahren vom profanen Instagram-Wettbewerber zur Verkaufsplattform für Smartphone-Bilder. 17 Millionen Nutzer tummeln sich derzeit bei EyeEm, das im Frühjahr des vergangenen Jahres 18 Millionen US-Dollar eingesammelt hat. An den Umsätzen, die EyeEm mit dem Verkauf der Nutzerbilder erzielt, sind die jeweiligen Fotografen immer zu 50 % beteiligt.

The Roll ist somit nicht nur für Nutzer, die ihre Fotos sortieren wollen ein Gewinn, sondern auch für das Unternehmen EyeEm. Das Start-up wird mit The Roll die Zahl seiner Nutzer steigern können und so auch seinen Zugriff auf gute Fotos. The Roll hat somit das Zeug, das Geschäftsmodell von EyeEm massiv zu befeuern. Für den großen Durchbruch fehlt dann nur noch die Android-Version von The Roll.

Hausbesuch bei EyeEm

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ds-Haus- und Hoffotograf Andreas Lukoschek durfte sich 2013 bei EyeEm einmal ganz genau umsehen – er fand unter anderem ganz viele T-Shirts. Einige Eindrücke gibt es in unserer kleinen, aber feinen Fotogalerie.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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