Neuer Vertriebsweg Spryker stellt den Quellcode seiner Software ins Netz

"Developer wollen keine bunten Charts, sondern selbst sehen, was das Produkt kann. Die Idee war, den besten Weg für die Zielgruppe zu nutzen und auf das Produkt und uns als Team zu vertrauen", sagt Mitgründer Alexander Graf zur Öffnung des Maschinenraum von Spryker.
Spryker stellt den Quellcode seiner Software ins Netz

Spryker, das E-Commerce-Framework aus dem Hause Project A, setzt auf den Open-Source-Ansatz und haut den Quellcode seiner Software raus. “Inspiriert vom Open Source-Gedanken erlaubt das Team nicht nur einen Blick in den Maschinenraum, sondern auch, den Code am eigenen Shop bzw. Commerce-Projekt auszuprobieren. Entscheiden sich Unternehmen zum Einbau von Spryker und der kommerziellen Verwendung, profitieren sie seit kurzem außerdem von einem differenzierten Lizenzmodell: Es stellt Kunden statt eines Festbetrags die individuelle Nutzung nach Anzahl der Entwickler in Rechnung”, teilt das Unternehmen dazu mit. Spryker setzt somit auch auf ein anderes, neues Vertriebsmodell.

“Developer wollen keine bunten Charts, sondern selbst sehen, was das Produkt kann. Die Idee war, den besten Weg für die Zielgruppe zu nutzen und auf das Produkt und uns als Team zu vertrauen. Wenn Spryker zu leicht zu kopieren ist, dann waren wir nicht gut genug”, sagt Spryker-Mitgründer Alexander Graf gegenüber deutsche-startups.de zum mutigen Schritt, sein Kernprodukt für alle öffentlich zugänglich zu machen. Er verweist aber auch auf “einige Diskussionen” im Team: “Unsere Entwickler haben natürlich die Risiken in der Community abgewogen. Im Business-Team und mit den Investoren haben wir darüber diskutiert, ob wir zu viel Macht abgeben und zu viel verschenken. Das sind sehr grundsätzliche, spannende Fragen. Gesiegt hat die Überzeugung, dass der Schritt Software über den Code zu verkaufen so gut zu unserem Produkt passt, und dass es ambitioniert genug ist, um diesen letzten Schritt zu gehen”.

Auch Investor Christian Meermann von Cherry Ventures ist “fest davon überzeugt”, dass die Richtung, die Spryker nun einschlägt stimmt: “Unternehmen haben schon jetzt massiven Bedarf, sich genauer mit von ihnen genutzter Software auseinanderzusetzen. Gerade agile Technologien und ihr Baukastenprinzip muss man erstmal testen, um ihre Vorzüge für das eigene Modell überhaupt zu verstehen. Mit lizensierter Software hat noch niemand diesen Schritt gewagt, deshalb finden wir Sprykers Ansatz so interessant. Das Team sucht neue Wege und will den Markt weiterentwickeln”

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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