Kleiner App-Hit aus Goch Mit SKRWT haben Verzerrungen keine Chance mehr

SKRWT ging im vergangenen Jahr in den App-Store. 100.000 Downloads will SKRWT-Macher Jagielski demnächst knacken. Was ein ordentliches Ergebnis für eine kleine Fotografie-App wäre, immerhin stemmte Jagielski dies alles ohne BWL-Masterplan und ohne Marketing-Budget.
Mit SKRWT haben Verzerrungen keine Chance mehr

Abseits der großen deutschen Start-up-Hotspots ist es manchmal nicht leicht wahrgenommen zu werden. Mathäus Jagielski kennt dieses Problem ganz genau – immerhin wohnt, lebt und arbeitet er im kleinen Ort Goch im Kreis Kleve. In seinem Wohnzimmer werkelt der junge Fotograf seit etlichen Monaten an seiner App SKRWT. Mit der äußerst praktischen Anwendung, die für iOS vorliegt, können Bildermacher horizontale und vertikale Verzerrungen in ihren Fotos ausgleichen bzw. den Horizont justieren. Hardcore-Kenntnisse in Sachen Bildbearbeitung sind dafür nicht nötig: SKRWT funktioniert über handliche Schieberegler. Und die App liefert erstaunliche gute Ergebnisse.

“Die App ist eine lohnenswerte Ergänzung zu gängigen Bildbearbeitungs-Apps für iPhone-Fotografen”, schrieb “Mac & i” kürzlich über die handliche App. Eine große Ehrung für das kleine Programm, immerhin gibt es zahlreiche Apps, die Nutzer bei der Fotobearbeitung unterstützen. Zumal SKRWT auch noch Kohle kostet – 1,99 US-Dollar muss man für das nützliche Begradigungswerkzeug auf den Apple-Tisch legen.

100.000 Downloads will SKRWT-Macher Jagielski demnächst knacken. Was dann schon ein ordentliches Ergebnis für eine kleine Fotografie-App wäre, immerhin stemmte Jagielski dies alles ohne BWL-Masterplan, ohne Marketing-Budget und ohne Programmierkenntisse. Dafür aber investierte er viel Geld, schraubte sein Leben deutlich runter und steckte seine ganze Existenz in die App. SKRWT ist eine klassische Gründnung aus Leidenschaft, eine Gründung aus eigener Veranlagung, aus eigenem Interesse. Im Mai des vergangenen Jahres ging SKRWT in den App-Store. Zuvor hatte Jagielski als Fotograf immer wieder nach eine Möglichkeit gesucht, horizontale und vertikale Verzerrungen in seinen Bildern mit wenigen Griffen zu beseitigen. Der Nordrhein-Westfale wälzte sich diverse Tutorials und bald darauf war SKRWT geboren.

ds-SKRWT-app

Bei der Bekanntmachung setzte Jagielski gezielt auf Influencer Marketing bei Instagram. Gefühlt 100.000 Mails setze er ab, um Testnutzer für seine App zu finden. Offenbar war diese Strategie fruchtbar, wie auch rund 38.000 Follower auf Instagram zeigen. Derzeit arbeitet Jagielski am längst fälligen Update seiner App. Er hoffe auf einen “User- und Umsatzboost”. Sein großes Ziel sind eine Million Downloads. Noch wichtiger als der schöne Schein dieser schönen und großen Zahl ist Jagielski aber etwas anderes, er möchte es schaffen, mit der App “tatsächlich seinen eigenen Job erfunden zu haben”. Wenn dies alles klappt, gibt es dann bald auch eine Android-Version. Schön wär es, dann hätten noch mehr Verzerrungen ein Ende.

Passend zum Thema: “Wie die Nitsche-Brüder mit Math 42 den App-Store erobert haben