Verzockt Bei fotovio und Lingoschools blutet erneut die Crowd

Mit fotovio und Lingoschools gibt es zwei neue Einträge in die Liste der bisher größten deutschen Crowdinvesting-Pleiten. 148.640 Euro investierten zahlreiche Crowd-Investoren einst in fotovio. In Lingoschools flossen 155.744 Euro. Zuvor ging zudem fraisr baden.
Bei fotovio und Lingoschools blutet erneut die Crowd

Sehr leise ist fotovio abgetreten. Das Start-up trat vor einigen Jahren an, um Video-Grußkarten unters digitale Volk zu bringen – siehe “fotovio bietet Smartphone-Besitzern günstige Video-Grußkarten“. 2014 sammelte das Unternehmen via Companisto von 628 Investoren stattliche 148.640 Euro ein. Für die Crowdinvesting-Plattform ist es die fünfte Pleite (bei insgesamt rund 50 Finanzierungen). Passend zum Thema: “Die bisher größten deutschen Crowdinvesting-Pleiten“.

2013 investierten zudem Business Angels wie Mathias Gehle, Philipp Semmer, Denis Jung und Karsten Stein. Unternehmen wie Deutschen Post, Müller und Tesco nutzen fotovio in der Vergangenheit. “Dabei haben wir von November 2013 bis Januar 2014 einen Umsatz in Höhe von über 40.000 Euro generiert”, heißt es auf der Companisto-Website im Rahmen der Crowdfinanzierung. Neben fotovio scheiterte zuletzt auch Lingoschools. Der Bochumer Online-Buchungsdienst für Sprachreisen, der von Eric Salbert, Julian Mikulik, Alexander Terheggen und Thomas Tümp gegründet wurde, sammelte im vergangenen Jahr via Fundsters 155.744 Euro ein. Inzwischen wird Lingoschools liquidiert. Die Plattform wird inzwischen von der Offenbach Firma STAXITE Reisen betrieben. Das Unternehmen kümmert sich ansonsten um Junggesellenabschiede und Teambuilding-Events. Sprachreisen sind da wohl eine gute Ergänzung. Bei Lingoschools besteht somit zumindest die Chance, dass die Crowd-Investoren zumindest einen Teil ihres Geldes zurückbekommen.

Wie zudem bereits berichtet, scheiterte kürzlich auch fraisr, ein sogenanntes “Social Social Commerce-Projekt”. Das junge Unternehmen, das via Seedmatch im vergangenen Jahr 75.750 Euro einsammelte, wurde bereits abgewickelt – siehe “Berliner Start-up fraisr segnet nun doch das Zeitliche“.

Passend zum Thema: “Start-ups, die 2015 bereits gescheitert sind“.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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