Change Management mbrace ist gescheitert – jetzt kommt Roundhere

mbrace wollte fremde Menschen zusammenbringen. Das Konzept ging nicht auf. Nun versuchen die mbrace-Macher es mit Roundhere, einer App rund um Kommunikation mit Leuten, die an einem Ort - etwa einer Bar - versammelt sind. 20.000 aktive User nutzen Roundhere momentan.
mbrace ist gescheitert – jetzt kommt Roundhere

“Ende 2013 haben wir mit mbrace unsere erste App zum Vernetzen mit Personen in der Nähe gestartet. Der damalige Fokus auf Dating konnte jedoch viele der Anwendungen und Anliegen der User nicht abbilden, daher haben wir als Weiterentwicklung der mit mbrace gesammelten Erfahrungen den Pivot zu Roundhere vollzogen”, teilen die mbrace-Macher Ruben Haas, Jan Tillmann und Lukas Krauter mit. Bei der App Roundhere geht es um “Kommunikation mit allen Leuten die gerade an einem Ort sind”. Dies funktioniert über sogenannte “interaktive Livefeeds” etwa für Parks, Bars oder Events.

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Seit Oktober des vergangenen Jahres testete das Roundhere-Team seine Idee in Berlin, Barcelona und Groningen. Aktuell nutzen circa 20.000 aktive Nutzer die App. “Im Durchschnitt mehrmals pro Woche”, teilen die Berliner mit. “Roundhere erschafft eine Hyperlokale-Kommunikation und daher einen völlig neuen Markt den es so noch nicht etabliert gibt, gleiches gilt daher für nennenswerte Wettbewerber”, meinen die Roundhere-Macher, die früher bei Hitfox gearbeitet haben und Paua Ventures, Astutia Ventures und die IBB Beteiligungsgesellschaft als Investoren an Bord haben.

Wobei es das Segment People Discovery durchaus gibt. Auf Events mag es auch noch spannend sein, zu sehen, wer sich so in der Nähe rumtreibt bzw. mit den Leuten in der Nähe zu kommunizieren. Im Park um die Ecke ist es dann eher entweder auch wieder nur knallhartes Dating oder nur pure Neugier, wer sich da so rumtreibt. Zumal es so richtig spannend erst ist, wenn Roundhere ein Massenphänomen wird.

Passend zum Thema: “Wie sich die Berliner App mbrace von Tinder unterscheidet

Foto: pio3 / Shutterstock.com

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.