Plattform für Wochenendtrips travelcircus – ein aufstrebender Star im Reisemarkt

travelcircus kennt bisher kaum jemand, wenn er nicht gerade schon eine Reise über die noch junge Plattform gebucht hat. Das Konzept von travelcircus ist simpel: Über die Plattform können reiselustige Onliner Wochenendtrip buchen - und zwar zu besonderen, rabbatierten Preisen.
travelcircus – ein aufstrebender Star im Reisemarkt

Bisher wirkten Bastian Böckenhüser und Mathias Zeitler, die Gründer von travelcircus, eher im Verborgenen. Dabei ging das Duo mit seiner “Full-Service-Buchungsplattform für exklusive Wochenend-Getaways” bereits im vergangenen Jahr an den Start. Inzwischen wirken 24 Mitarbeiter für travelcircus, das in Berlin-Wedding beheimatet ist. Auch beim Umsatz lassen sich Böckenhüser und Co. nun in die Zahlen gucken. 2014 erwirtschaftete das sehr junge Unternehmen, das bisher komplett eigenfinanziert ist, direkt einmal 4 Millionen Euro Umsatz.

ds-Travelcircus-team

Das Konzept von travelcircus ist simpel: Über die Plattform können reiselustige Onliner Wochenendtrip buchen – und zwar zu besonderen, rabbatierten Preisen. “Alle Hotels auf travelcircus sind mindestens Vier- oder Fünfsternehotels, die bei TripAdvisor eine Weiterempfehlungsrate von 80 % oder mehr aufweisen”, verspricht das junge Team dabei. travelcircus reichert diese Angebote immer mit besonderen Specials wie einem Dinner, einem Ausflug oder einen Spa-Besuch an. So soll die Plattform für Hotels attraktiv sein und bleiben, denn es entsteht dann nicht der Eindruck, dass es nur darum geht, die Kapazitäten der Hotels mit günstigen Preisen zu erhöhen. Nicht jedes Hotel steht schließlich darauf, dass es als Billigheimer wahrgenommen werden könnte.

ds-travelcircus

Wichtig ist der travelcircus-Mannschaft zudem die Unterscheidung von limitierten Deals, die immer und überall im Netz angeboten werden. Die Hotelpakete bei travelcircus seien keine limitierten ‘Flash Sale’-Deals, sondern würden ganzjährig angeboten. travelcircus ist somit kein Groupon für Wochenendtrips, sondern eher eine Art exklusiver Discounter für Wochenendreisen nach München, Amsterdam oder Paris. Die Buchung läuft dabei komplett über travelcircus. Ihr Geschäft haben die Berliner bisher viel über Gutscheine und Verkaufsaktionen befeuert.

travelcircus-Mitgründer Böckenhüser testete das Konzept der Plattform im vergangenen Jahr intensiv auf Herz und Nieren, bevor er komplett auf das Thema setzt. Zuvor arbeitete er bei Groupon als Sales Director und später als Geschäftsführer beim Limousinenservice myDriver, einem Ableger von sixt. Dort lernte er auch Mitgründer Zeitler kennen. Zum Führungsteam gehören ansonsten noch Nils Brosch und Robert Anders, die Böckenhüser bereits bei Groupon kennenlernte. Gemeinsam wollten die Haupststädter travelcircus nun zur “One-stop-shop solution for premium short trips” aufbauen. Der Grundstein dafür ist bereits gelegt. Und dass man im scheinbar überfrachteten Reisesegment noch ganz viel reißen kann, zeigen Urlaubsguru und Urlaubspiraten – siehe auch “Urlaubsguru: Ein Schwergewicht mit Millionenstatus“.

Foto: The metallic hotel sign on the wall from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Start Uper

    Da muss man mal gespannt sein. Bei Groupon und mydriver ist Herr Böckenhüser nur durch viel blablabla aufgefallen und man hat sich dann in beidseitigem Einvernehmen getrennt…



  2. Rainer Löwenberg

    Nun sind die Margen in der Reisebranche hinsichtich ihrer Höhe deutlich niedriger als in anderen Bereichen. Ich frage mich wie das Geschäftsmodell bei 4 Mio € Umsatz und 24 Mitarbeitern funktionieren soll? Also entweder sind die Margen so exorbitant hoch, dass anzunehmen ist, dass die beteiligten Hotels am Ende des Tages sehr wenig für ihre Leistungen erhalten oder es wird vorrangig mit Praktikanten gearbeitet?



  3. Rainer Löwenberg

    Ich versuche jetzt nochmals einen Kommentar abzugeben ohne das er gelöscht wird: Wie kann Travelcircus 24 Leute beschäftigen bei einem Umsatz von 4 Mio €? Die Margen in der Reisebranche sind sehr gering, selbst wenn man Sondervereinbarungen mit den Hotels trifft ist das sehr schwer zu meistern. Die Hotels werden auch nicht dermaßen niedrige Preise ansetzen, weil es sich ansonsten für sie auch nicht lohnt.
    Und die Kosten für Marketing und Werbung müssen auch eingespielt werden…



  4. Gaby Schweinsteiger

    Wie kann man bei einem Umsatz von 4 Mio. Euro Umsatz und 24 Mitarbeitern wirtschaftlich arbeiten? Selbst wenn die Provisionen höher als im normalen Reisebüro sind, ist dies nicht möglich. Oder sind das nur 450-Euro-Kräfte?



    • meike

      Gabi: Ja, das habe ich mich auch gefragt. Solche Zahlen passen absolut nicht zum Tourismus… Bei einem guten Vermittler machen dieseb Umsatz 2-3 Mitarbeiter



  5. Gaby Schweinsteiger

    Leider wurde mein Kommentar nicht genehmigt! Veröffentlichen Sie nur positive Kommentare? Kritische Fragen sind offensichtlich nicht erwünscht!



  6. wamu

    ich bin über diese Form der Vorstellung von Start-Ups schon länger verwundert. Das ist einfach nur Werbung, ohne viel Hintergrundinformation. In diesem Fall muss ich leider sagen, dass der Text “aufstrebender Star” einfach nur lächerlich ist. Wochenenden im Hotel mit Extras im Clubformat? Was ist daran denn neu? Um das zu skalieren ist eine enorme Marketing und Vertriebsleistung notwendig. Viel Spaß allen Praktikanten, sicherlich müsst ihr hier richtig viel “Passion” mitbringen:-) Ich kann den anderen Kommentaren nur beipflichten.
    Interessant wäre es zu wissen, wie denn die Verfügbarkeiten zustande kommen, wieviel Automatisierungsgrad dahintersteckt usw. Gibt es Schnittstellen zu den Reservierungssystemen, Extranets etc? Wie soll das Hotel überzeugt werden, einen weiteren Player zu bedienen? Wo ist der USP im Vergleich zu Secret Escapes und den vielen Anderen.. Nee Leute, das ist langweilig und ganz und gar kein Sternchen. Viel Fleißarbeit mit ungewissem Ausgang. EOM

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