Gastbeitrag von Venessa Tutzke SEO, SMM und Co. – Marketingmöglichkeiten für Start-ups

Marketing-Spielarten wie Suchmaschinenoptimierung , Suchmaschinenmarketing, Gutschein-Marketing, Affiliate-Programme, Social Media, Online Video-Marketing und E-Mail-Marketing sollten Gründer kennen. Jede dieser Spielarten besitzt ihre eigenen Stärken. Ein Leitfaden für Einsteiger.
SEO, SMM und Co. – Marketingmöglichkeiten für Start-ups

Online-Marketing ist ein sehr komplexes Thema und gerade für Einsteiger schwierig umzusetzen. Mit steigendem Grad der Digitalisierung gewinnt der Handel im Internet jedoch zunehmend an Bedeutung und damit auch die Möglichkeiten zu Werben.

Suchmaschinenoptimierung – Wer suchet, der findet

Google besitzt bei der Suchmaschinennutzung in Deutschland einen Marktanteil von etwa 95 %. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich vornehmlich mit einer Optimierung für die Suchmaschine Google zu befassen. Genau genommen handelt es sich bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) nicht um Werbung im klassischen Sinn. Allerdings stellt SEO den Grundpfeiler einer Marketingstrategie dar, wenn es um die Performanceoptimierung geht. Dabei geht es nicht darum, Google für die Werbung zu bezahlen, sondern Ihre Position im organischen Suchmaschinenindex zu verbessern.

Eine gut umgesetzte Suchmaschinenoptimierung ermöglicht die Etablierung einer dauerhaften Trafficquelle, die keine Transaktionskosten verursacht und damit sehr profitabel ist. SEO funktioniert dabei nach dem sogenannten „Pull-Prinzip. Das heißt, ein Nutzer ist bei Google beispielsweise aktiv auf der Suche nach einem Produkt, also bietet ein Shop in den Suchergebnissen genau das an, was er gerade sucht. Dagegen funktioniert Banner Werbung auf vielen Seiten nach dem „Push-Prinzip“, worauf ein Anbieter dem Nutzer zeigt, welche Produkte er kaufen könnte, für die er sich vielleicht aber gar nicht interessiert. SEO ist also eine sehr effektive Marketingmethode im E-Commerce.

Suchmaschinenmarketing – Werbeanzeigen online

Im Gegensatz zu SEO handelt es sich beim Suchmaschinenmarketing (SEA) um bezahlte Anzeigen bei Suchmaschinenbetreibern wie Google oder Bing. Dabei werden die Werbeanzeigen getrennt von den „organischen Suchergebnissen“ angezeigt. Ergebnisse zahlreicher Online-Studien belegen, dass bereits etwa 80 % aller Online-Käufe bei Google beginnen, Tendenz steigend.

Das bedeutet, selbst wenn Sie sich als potentieller Shop-Betreiber noch so sehr wünschen, dass Sie einmal eine Vielzahl an Stammkunden bilden, werden doch nur die wenigsten Kunden Ihren Shop direkt besuchen und stattdessen bei der Google-Suche beginnen. Für Shop-Betreiber sollte daher die Präsenz bei Suchmaschinen oberstes Gebot sein.

Gutschein-Marketing oder lieber Affiliate-Programm?

Ein Großteil des Gutscheingeschäftes wird mittlerweile über große Gutscheinplattformen abgewickelt. Nutzer suchen auf diesen Portalen nach Rabatten und Coupons, um bei einem Einkauf noch einmal ein paar Prozente zu sparen. Dabei werden jedoch weniger potenzielle Neukunden generiert, sondern eben Sparfüchse angesprochen, für die es meist unerheblich ist wo sie bestellen, solange sie Geld sparen. Dennoch kann ein Affiliate-Programm ein effektiver Teil eines Onlinemarketing-Mix sein, um auch diese Zielgruppe zu bedienen.

Ein anderer Ansatz ist die Paketbeilage von Gutscheinen. Kunden bestellen ein Produkt in Ihrem Shop und erhalten einen Coupon für den nächsten Einkauf oder gar ein Gratis-Produkt als Beilage. Der Vorteil: Sie können die Nutzer direkt ansprechen, die sehr wahrscheinlich regelmäßig und gern in Ihrem Shop einkaufen. Darüber hinaus steht es Ihnen frei, welche Werbebotschaften Sie senden wollen. Auch können Sie die Paketbeilagen für eine gezielte PR-Kampagne nutzen, um das  Vertrauen der Kunden in Ihre Produkte oder Dienstleistungen zu stärken.

Social Media-Marketing – Direkt am Nutzer

Social Media ist eine sehr weit verbreitete Form des Onlinemarketings, bei dem soziale Netzwerke für eigene Werbezwecke genutzt werden. Dabei kann Social Media-Marketing (SMM) sehr vielfältig eingesetzt werden.

  • Image-Pflege
  • Bekanntheit steigern
  • Informationsaustausch
  • Support anbieten
  • Meinungen einholen
  • Umfragen durchführen
  • Traffic für die eigene Webseite erhöhen

Der wohl größte Vorteil bei SMM liegt darin, dass Sie hierüber direkt mit Ihrer Zielgruppe kommunizieren können. Allerdings sollten Sie darauf achten, stets authentisch zu bleiben und dem Nutzer einen Mehrwert zu bieten als bloße Produktinformationen. Darüber hinaus ist SMM auch für die Suchmaschinenoptimierung von wachsender Bedeutung. So werden Informationen, die über Facebook, Twitter und Co. „geliked“ und „geshared“ werden, von Suchmaschinen wie Google als interessant bewertet. Die Soziale Aktivität hinzu einer Website stellt einen der vielen Rankingfaktoren bei Suchmaschinen dar und sollte bei der SEO mitberücksichtigt werden.

Mit Online Video-Marketing zu mehr Bekanntheit

Videomarketing muss zwangläufig nicht immer die beste Methode sein, um Botschaften oder Produkte zu bewerben. Allerdings konsumieren weit mehr als die Hälfte aller Internetnutzer regelmäßig Videos auf Onlineplattformen. Für ein effektives Videomarketing auf YouTube und Co. ist es wichtig, so kreativ, original und authentisch wie möglich zu sein. Denn wie für alle anderen Online-Marketingmöglichkeiten ist die Vertrauensbildung des Nutzers oberste Gebot.

Neben den klassischen Werbevideos sind vor allem sogenannte Corporate Videos oder auch Imagefilme eine gute Möglichkeit, potenzielle Kunden anzusprechen. Dabei gilt, je mehr Interaktionen in Form von Kommentaren stattfinden und umso mehr Likes Ihre Videos generieren, desto eher steigern Sie Ihren Bekanntheitsgrad. Wiederum verbessern Sie die Chance, eine stärkere „Suchmaschinen-Aufmerksamkeit“ zu erlangen.

E-Mail-Marketing noch immer erfolgreich?

E-Mail Werbekampagnen sind immer noch sehr weit verbreitet. Allerdings quellen viele Postfächer durch unverlangte Werbung über oder sie landet direkt im Spam Ordner. Nur bei sogenannten Opt-In-Mails, die auf Wusch des Kunden versandt werden, herrscht eine höhere Akzeptanz in dieses Medium. Allerdings sollte Sie auch hier beachten, dass viel nicht viel hilft. Sobald Sie ihre Nutzer mit E-Mail-Werbung überhäufen, landen alsbald auch Ihre Kampagnen schnell im virtuellen Papierkorb.

Das richtige Maß für Informationsgehalt und die richtigen Zeitabstände zu finden, ist dabei nicht immer leicht. Dabei sollten Sie potentielle Kunden nicht überfordern und nur wirklich interessante oder neue Inhalt versenden. Denn nur wenn die gewünschten Produkt-Informationen auch enthalten sind, unterscheidet sich eine Werbe-Mail überhaupt noch von nervigem Spam. Dann kann das E-Mail-Marketing immer noch ein erfolgreiches Instrument innerhalb des Marketingkonzeptes sein.

Zur Person
Venessa Tutzke ist seit 2014 Redakteurin bei CoupoRando. Hier schreibt ist Sie nicht nur über Marketingstrategien und Branchentrend, sondern gibt auch Tipps rund um das Thema Sparen.

Foto: Diverse People in a Seminar About Digital Marketing from Shutterstock

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