Desiree Ludewig von dongji “Dongji ist chinesisch und bedeutet Motivation”

Viele Kinder sind zu dick und bewegen sich zu wenig. Hier setzt die eHealth-App, Dongji, an. Sie ist ein lebendiges Lern- und Bewegungsspiel, das Kinder motivieren soll, sich mehr zu bewegen. Im Gründer-Kurzinterview spricht Gründerin Desiree Ludewig über Lernprozesse, Motivation und Activity Tracker.
“Dongji ist chinesisch und bedeutet Motivation”

Statistiken belegen: Viele Kinder sind zu dick und bewegen sich zu wenig. Hier setzt die eHealth-App für Kinder, Dongji, an. Sie ist ein lebendiges Lern- und Bewegungsspiel, das Kinder motivieren soll, sich mehr zu bewegen. Im Gründer-Kurzinterview spricht Gründerin Desiree Ludewig über Lernprozesse, Motivation und Activity Tracker.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
Ich bin Ärztin und habe in der Sportmedizin promoviert. Dort bin ich mit der Problematik in Berührung gekommen, wie man Kinder trotz oder gerade mit der Hilfe von digitalen Medien zu einem gesunden Bewegungsverhalten motivieren kann. Daraus ist das Dongji-Konzept erwachsen.

Dongji ist ein lebendiges Lern- und Bewegungsspiel, das Kinder motiviert sich mehr zu bewegen, gesunde Entscheidungen beim Essen zu treffen und so Kindergesundheit fördert. Die Kinder-App haben wir im März gelauncht. Wir arbeiten derzeit am Ausbau der App und der Integration von Activity Trackern, die speziell auf das Bewegungsverhalten und die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet sind. Wir nutzen die Faszination für mobile Technologien, um Lernprozesse zu fördern und zu einer aktiven Freizeitgestaltung zu motivieren.

Über Selbsterfahrung, kindgerechte Wissensvermittlung und medizinische Bewegungsspiele fördern wir ein optimales Heranwachsen der Kinder. Über die Kombination von innovativen digitalen und physischen Produkten fördern wir Spaß an Bewegung.

Dongji ist chinesisch und bedeutet Motivation. Wir sehen uns als Motivation, Inspiration und Hilfe um die Kleinen schon frühzeitig zu einem gesunden Maß an Alltagsaktivitäten zu fördern, Freude an Sport zu wecken und Gesundheitsthemen spielerisch und kindgerecht zu vermitteln.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Wir haben nach dem Gewinn eines Ideenwettbewerbs mit einer Präventions-App für Erwachsene gestartet. Nach der Marktrecherche wurde uns klar, dass der Bedarf und auch der Markt bei Kindern viel größer ist. Wir haben uns dann für diesen Weg entschieden.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Unsere Wettbewerber sind 5 Unternehmen auf dem amerikanischen Markt. Diese positionieren sich mit Fokus auf Schrittzähler für Kinder vor allem auf dem US-amerikanischen Markt. Produktseitig grenzen wir uns über die Einbeziehung der Eltern sowie die Verzahnung von digitalen Applikationen und realen Spielsituationen von unseren Wettbewerbern ab.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
Für uns ist es in der ersten Phase wichtig das Vertrauen der Eltern zu gewinnen und diese von unseren Produkten zu überzeugen. Sie sind die “Gatekeeper” , die ihren Kindern, die Produkte kaufen. In der zweiten Phase geht es darum die Kinder zu überzeugen, um mit den Activity Trackern das neue coole Accessoire zu werden.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
Unser Geschäftmodell steht auf drei Säulen. Umsatz generieren wir über den Verkauf der App, In-App-Purchases und Subscriptions. Außerdem in Zukunft über den Verkauf der Tracker. Die drei Säulen sind Sponsoren und Partnerschaften.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Wir konzentrieren uns zuerst auf den DACH-Markt. Weiterhin sind Nordamerika und Asien unsere Zielmärkte.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Die Ziele für das kommende Jahr sind die Etablierung und der Ausbau der App auf dem DACH-Markt. Weiterhin die Produktion der ersten Activity Tracker.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person
Desiree Ludewig studierte zunächst Sportmedizin an der Charite in Berlin und durchlief im Zuge dessen Stationen in Rio, Miami Chicago und Indien. Sie ist Gründerin der senseeing GmbH und der Dongji eHealth-App für Kinder, für welche sie bereits einige Auszeichnungen entgegennehmen durfte.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.