Anorganisches Wachstum Burda plant Übernahmen von digitalen Martkführern

"Burda strebt die Übernahme von marktführenden Digitalunternehmen mit starker Marktposition und guten Wachstumsaussichten an. Der Fokus liegt dabei auf attraktiven Later-Stage-Akquisitionen", heißt es im Konzernbericht. Die Zukäufe müssen aber zu den Aktivitäten des Medienkonzerns passen.
Burda plant Übernahmen von digitalen Martkführern

Das Medienhaus Burda will in diesem Jahr wieder ordentlich zukaufen. “Im Digitalgeschäft wird in 2015 das anorganische Wachstum wieder mehr an Bedeutung erlangen. Burda strebt die Übernahme von marktführenden Digitalunternehmen mit starker Marktposition und guten Wachstumsaussichten an. Der Fokus liegt dabei auf attraktiven Later-Stage-Akquisitionen”, heißt es im Konzernbericht des Münchner Verlages für das Jahr 2014, der vergangene Woche veröffentlicht wurde.

Zum Unternehmen gehören bereits Digitalfirmen wie Computeruniverse, Cyberport, edelight und Xing. Zudem ist das Medienhaus mit knapp 60 % an Tomorrow Focus (unter anderem ElitePartner, HolidayCheck und jameda) beteiligt. Seinen Anteil am Tierfutterversender zooplus (Umsatz: 571 Millionen Euro) senkte Burda dagegen zuletzt – von knapp 51 % auf nun noch rund 31 %. Mittelfristig ist ein Komplettausstieg geplant. Vor allem, weil zooplus zu wenig zu den anderen Aktivitäten des Medienkonzerns passt. Die geplanten Zukäufe müssen somit zu den anderen Aktivitäten des Medienkonzerns passen.

Aber das Medienhaus sieht auch andere Probleme im Digitalsektor und beim Zukauf von Unternehmen: “Eine Gefahr für die digitalen Geschäftsaktivitäten wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die dominierende Position großer US-Digitalunternehmen darstellen. Hubert Burda Media wirkt diesen Tendenzen durch sorgfältige Auswahl neuer digitaler Geschäftsmodelle und deren Integration in das bestehende Digitalgeschäft entgegen”. Womit wir wieder bei Aktivitäten sind, die zum Medienkonzern passen müssen. “Grundsätzlich besteht für das Digitalgeschäft ein hohes Risiko in der Schnelllebigkeit dieser Geschäftsmodelle: Unter Umständen kann sich ein heute noch bestehendes Geschäftsmodell schon morgen nicht mehr dauerhaft am Markt behaupten”, heißt es im Konzernbericht weiter.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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