Christian Eggert von Bonativo “Unser Modell ist in sämtlichen Großstädten vorstellbar”

Es gibt viele gute Gründe, sich die Lebensmittel vor die eigene Wohnungstür stellen zu lassen. In diesem Segment mischt nun das Berliner Start-up Bonativo mit. Der Gründer spricht im Gründer-Kurzinterview über den klassischen Wochenmarkt, Biokisten und die Berliner Food-Community.
“Unser Modell ist in sämtlichen Großstädten vorstellbar”

Es gibt viele gute Gründe, den Weg in den Supermarkt nicht mehr selbst anzutreten, sondern sich statt dessen die Lebensmittel vor die eigene Wohnungstür stellen zu lassen. Daher buhlen auch immer mehr Anbieter um die Kunden. Nun mischt in diesem Segment auch das neue Start-up aus Berlin mit, das auf den Namen Bonativo hört. Gründer Christian Eggert spricht im Gründer-Kurzinterview über den klassischen Wochenmarkt, Biokisten und die Berliner Food-Community.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
Wir möchten den klassischen Wochenmarkt ins Internet bringen und die besten Produkte einer Region für möglichst viele Menschen zugänglich machen. Zusätzlich glauben wir, dass jeder das Recht hat zu wissen, wo seine Lebensmittel herstammen. Da reicht ein Siegel „made in Germany“ nicht aus, sondern durch die Informationen über unsere Produzenten können wir eine völlig neue Form der Transparenz schaffen.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Der Kerngedanke, den Wochenmarkt ins Netz zu bringen, hat sich eigentlich von der Idee bis zum Launch unverändert durchgezogen.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Es gibt viele tolle Anbieter, die regionale Lebensmittel ausliefern. Darunter fallen kleine Lieferdienste, wie zum Beispiel die Biokiste. Wir sind froh über jedes Unternehmen, das sich dem regionalen Lebensmittelmarkt annimmt. Dieser Markt ist groß genug, auch wir werden unseren Teil vom Kuchen bekommen.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
Ganz klar die Zufriedenheit unserer Kunden. Wir müssen es schaffen, gerade hier in Berlin unseren Service zu etablieren und Teil der Food-Community zu werden.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
Bei Bonativo gibt es einen Mindestbestellwert von 30 Euro und für zweistündige Lieferfenster eine Liefergebühr von 4,90 Euro. Wann wir schwarze Zahlen schreiben steht für uns jedoch nicht im Fokus. Zunächst müssen wir es schaffen, die Berlinerinnen und Berliner von unserem Service zu überzeugen. Darauf konzentrieren wir uns derzeit zu 100 Prozent.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Unser Modell ist in sämtlichen Großstädten vorstellbar. Derzeit liegt der Fokus aber ganz klar auf Berlin und London.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Ein fester Bestandteil in der Food-Community Berlins zu werden und Kunden zu gewinnen, die immer wieder gerne bei uns bestellen. Zusätzlich wollen wir auch für möglichst viele Produzenten ein attraktiver Partner sein.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person:
Christian Eggert hält einen Bachelor-Abschluss in Business Economics der Universität Witten/Herdecke. Eggert arbeitete bereits für zahlreiche Start-ups wie Westwing, payleven oder Zalando. Im Jahr 2013 gründete er seinerseits das Start-up Minodes. Seit 2015 ist er Gründer von Bonativo.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.