Übernahme von Netzoptiker MyOptique Group fordert Mister Spex massiv heraus

Netzoptiker, der Pleiteshop von Rocket, wandert unter das Dach von MyOptique. Alle Mitarbeiter wurden laut Presseaussendung vom neuen Eigentümer übernommen. Das Unternehmen will nun "eine steigende Zahl deutscher Kunden für ein tolles Produkt zu gewinnen“ - was ein Angriff auf Mister Spex ist.
MyOptique Group fordert Mister Spex massiv heraus

Ende des vergangenen Jahres rutschte Netzoptiker, einst vom Über-Inkubator Rocket Internet angeschoben, in die Insolvenz. Das kleine Unternehmen war eine gemeinsame Veranstaltung von Rocket Internet und dem Augenoptikermeister Dirk Meier, der das Unternehmen zuletzt auch führte. Nun schnappt sich die MyOptique Group, zu der unter anderem sunglassesshop, lenson und Glasses Direct gehören, Netzoptiker.

“Die Übernahme ist ein strategisch wichtiger Schritt, da sie uns einen beschleunigten Markteintritt im bedeutendsten Brillen-Markt Europas ermöglicht: Aufbauend auf der bestehenden Kundenbasis von netzoptiker werden wir unsere Erfahrung im Online-Brillenhandel nutzen, um eine steigende Zahl deutscher Kunden für ein tolles Produkt zu gewinnen”, sagt Kevin Cornils von MyOptique. netzoptiker wurde bereits 2008 vom Optikermeister Meier gegründet. Dieser soll MyOptique künftig als Berater verbunden bleiben und das Unternehmen bei der Integration von netzoptiker in die MyOptique Group unterstützen. Alle Mitarbeiter von netzoptiker wurden laut Presseaussendung vom neuen Eigentümer übernommen. Auch künftig soll netzoptiker unter seinem bisherigen Namen auftreten.

Zu den Investoren von MyOptique zählen Acton Capital Partners, Beringea, Cipio Partners, Highland Capital Partners, Index Ventures and Korys. Erst kürzlich sammelte das Unternehmen 43 Millionen Euro ein – vor allem, um zu expandieren. Dies will auch Mister Spex aus Berlin. Der 2008 gestartete Brillen-Shop legte zuletzt ein ordentliches Wachstum hin. Dabei halfen immer wieder Übernahmen – etwa von 2013 von Online-Eyewear-Shops Lensstore und Loveyewear in Schweden. Gerade erst übernahmen die Berliner zudem den norwegischen Kontaktlinsen-Onlineshop Lensit.no – siehe dazu auch “Der langsame, aber stetige Aufstieg von Mister Spex“. Für das weitere Wachstum flossen gerade erst 32 Millionen in das junge Unternehmen. Klingt nach einem gesunden Wettrüsten in einem spannenden Marktsegment. Ziel bei beiden dürfte ein Börsengang sein.

Hausbesuch bei Mister Spex

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ds-Haus- und Hoffotograf Andreas Lukoschek durfte sich bei Mister Spex Ende 2013 einmal ganz genau hinsehen. Einige Eindrücke gibt es in unserer Fotogalerie. Zu bestaunen gab es unter anderem einen handfesten Sandsack, der ordentlich leiden musste.

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Foto: Glasses from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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